Syphilis: Das sind die Ursachen der Geschlechtskrankheit
© dima_sidelnikov/iStock/Thinkstock
(0)

Syphilis: Das sind die Ursachen der Geschlechtskrankheit

Die Syphilis wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum hervorgerufen und wird hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Außerhalb des Körpers ist der Erreger nicht überlebensfähig. Ist er einmal in den Körper eingedrungen, vermehrt er sich dort und löst die Erkrankung Syphilis aus. Die Ursachen der Syphilis liegen in der Regel bei sexuellen Kontakten, aber es gibt auch andere Übertragungswege. 

Geschlechtsverkehr als Ursache für Syphilis

Die meisten Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Syphilis an. Zu den Gefahren einer Infektion zählen Sex ohne Kondom und auch Oralverkehr (Sex mit dem Mund). Das Bakterium gelangt bei diesen Praktiken über kleinste Einrisse in der Haut oder auch über die intakte Schleimhaut im Genitalbereich in den Körper. Bei ungeschütztem Sex mit einem an Syphilis erkrankten Mann oder einer infizierten Frau, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 40 - 60 % sich anzustecken. 

Ansteckungsgefahr im ersten Stadium besonders hoch 

Im ersten Stadium der Erkrankung ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. In dieser Phase bildet sich ein Geschwür, dessen Absonderungen hochinfektiös sind. Die Bakterien können über den Kontakt mit der Hautveränderung übertragen werden. Da sich die geschwürigen Hautveränderungen nicht nur direkt am Genitalorgan entwickeln, sondern auch an weiter entfernten Stellen, kann ein Kondom auch nicht hundertprozentig vor der Ansteckung schützen. Je nach Sexualpraktik bilden sich Geschwüre auch am After oder im Mund.

Eine Ansteckung kann in diesen Fällen nur durch den Verzicht auf Geschlechtsverkehr vermieden werden. Die Ansteckungsgefahr verringert sich nach der ersten Phase der Erkrankung, bleibt aber ohne ausreichende Behandlung dauerhaft bestehen. Mitunter sind Syphilis-Patienten, die nicht therapiert werden, noch Jahre nach der Infektion ansteckend. Da der Körper keine Abwehrkräfte gegen die Erkrankung bildet, schützt eine einmal durchgemachte Syphilis nicht vor einer erneuten Ansteckung. 

Schwangerschaft als Ursache für Syphilis

Ist eine schwangere Frau an Syphilis erkrankt, kann der Erreger noch während der Schwangerschaft auf das Ungeborene übergehen. Eine Syphilis-Infektion während dieser Zeit kann gefährlich werden. Mögliche Folgen sind eine Fehlgeburt oder das Neugeborene kommt bereits mit einer Syphilis-Erkrankung auf die Welt. Der Mediziner spricht dann von einer angeborenen Form der Syphilis (Lues connata). Es werden zwei Formen unterschieden: die Frühform (Lues connata präcox) und die Spätform (Lues connata tarda). Die Frühform zeigt sich bereits kurz nach der Geburt. Etwa die Hälfte der mit Syphilis infizierten Kinder leiden unter Atemnot, Untergewicht, Schwellungen der Lymphknoten, Hautausschlägen, Wassereinlagerungen (Ödemen) sowie Schwellungen von Leber oder Milz. 

Spätform der Syphiliss entwickelt sich nach der Geburt 

Die Spätform entwickelt sich erst einige Monate nach der Geburt. Die betroffenen Kinder leiden unter verschiedenen Symptomen, wie zum Beispiel Hautveränderungen, blutigem Schnupfen, Fieber, Knochenveränderungen, Krampfanfällen oder sie sind taub. Schwangerschaft oder Geburt als Ursache für Syphilis ist in Deutschland aufgrund der gründlichen Routineuntersuchungen sehr selten geworden. 

Kontakt mit infiziertem Blut als Ursache für Syphilis

Bluttransfusionen sind sehr selten Ursache einer Syphilis-Erkrankung. In Deutschland werden Blutspenden sehr gründlich auf Erkrankungen getestet, wodurch eine Ansteckung über eine Bluttransfusion nahezu ausgeschlossen ist. Ebenfalls sehr selten ist die Übertragung des Krankheitserregers über eine verunreinigte Spritzennadel, zum Beispiel beim gemeinschaftlichen Konsum von Drogen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?