Ständig Blasenentzündung: 3 Mittel gegen den chronischen Infekt
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Ständig Blasenentzündung: 3 Mittel gegen den chronischen Infekt

Wenn Sie ständig eine Blasenentzündung haben, der Harnwegsinfekt also chronisch ist, hilft nur die Behandlung mit Antibiotika. Sie können allerdings mit ein paar Maßnahmen dafür sorgen, dass die Blasenentzündung schneller abklingt und nicht so oft wiederkehrt.

1. Ständig Blasenentzündung? Antibiotika helfen


Wer ständig unter Blasentzündung leidet, kommt um eine Langzeittherapie mit Antibiotika leider nicht herum. Dabei müssen Betroffene jeden Tag Medikamente nehmen, um die Bakterien, die für den chronischen Harnwegsinfekt verantwortlich sind, in Schach zu halten. Zusätzlich kann der Arzt bei Frauen unterstützend Zäpfchen mit Lactobazillen verschreiben, die die Scheidenflora normalisieren. Außerdem kann ein lokal wirkendes Östrogenpräparat dabei helfen, einen erneuten Ausbruch der Blasenentzündung zu verhindern.


2. Weitere Mittel gegen Blasenentzündung: Viel trinken und Wärme


Darüber hinaus können Sie selbst dazu beitragen, dass Ihre chronische Blasenentzündung schneller abklingt. Dabei helfen die gleichen Hausmittel, die auch gegen eine akute Blasenentzündung sinnvoll sind. Trinken Sie viel Flüssigkeit, um die Bakterien aus den Harnwegen herauszuschwemmen. Verdünnter Cranberrysaft, Wasser und ungesüßter Kräutertee sind dazu gut geeignet. Halten Sie Ihren Unterleib außerdem schön warm, zum Beispiel mit einer Wärmflasche und warmer Unterwäsche. Meiden Sie kalte Untergründe, da die Kälte die Durchblutung im Beckenbereich hemmt und die natürlichen Abwehrkräfte dort schwächt.


3. Blasenentzündung vorbeugen: Immunsystem stärken, Ansteckung vermeiden


Klingen die Beschwerden ab, sollten Sie die Antibiotika dennoch nur nach Absprache mit dem Arzt absetzen. Ansonsten kann es sein, dass der Infekt wiederkehrt und die Bakterien Resistenzen gegen das Antibiotikum gebildet haben, sodass dieses Mittel nicht mehr hilft. Stärken Sie außerdem Ihr Immunsystem mit gesunder Ernährung, Sport und Kneipp-Güssen und halten Sie weiterhin Ihren Unterleib und Ihre Füße warm. Gehen Sie außerdem schnell zur Toilette, wenn Sie Harndrang verspüren, und halten Sie den Urin nicht zurück – die Bakterien haben sonst leichtes Spiel.


Nach dem Toilettengang sollten Sie Ihren Intimbereich von vorne nach hinten abwischen, damit keine Bakterien aus dem After in die Scheide transportiert werden. Zu aufwendig reinigen sollten Sie den Scheidenbereich jedoch nicht. Auch auf Scheidenspülungen verzichten Sie am besten, wenn Sie einer Blasenentzündung vorbeugen wollen. Die Scheidenflora könnte anderenfalls aus dem Gleichgewicht geraten und Infekte begünstigen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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