Sport bei Erkältung: Wann Sie auf keinen Fall trainieren sollten
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Sport bei Erkältung: Wann Sie auf keinen Fall trainieren sollten

Bei einem Infekt sollten Sie lieber auf körperliche Anstrengungen verzichten und sich erholen. Treiben Sie Sport bei Erkältung, kann das schwerwiegende Folgen für Ihre Gesundheit nach sich ziehen. Wir erklären, warum das so ist.

Doppelbelastung bei Sport mit Erkältung

Sport sorgt für Ausgeglichenheit, stärkt die Muskeln und das Immunsystem. Das gilt allerdings nur, für einen Körper in gesundem Zustand. Ist das Immunsystem damit beschäftigt, Erkältungsviren zu bekämpfen, überfordert die zusätzliche sportliche Anstrengung den Körper. Wenn Sie sich erkältungsbedingt krank fühlen, sollten Sie also lieber auf das Training verzichten.

Auch die Einnahme von Medikamenten ändert an der Doppelbelastung durch Sport und Erkältung nichts. Die Wirkstoffe mildern lediglich die Krankheitssymptome, geschwächt ist der Körper durch die Erkältung dennoch. Er benötigt Ruhe, um die Krankheitserreger unschädlich zu machen und neue Kraft zu tanken.

Ohne Trainingspause droht eine verschleppte Erkältung!

Machen sich erste Erkältungssymptome bemerkbar, haben sich die Erreger bereits in den Schleimhäuten der oberen Atemwege festgesetzt. Nun versucht das Immunsystem, die Eindringlinge unschädlich zu machen und eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Diese Abwehrreaktion kostet den Körper Energie.

Beim Sport nimmt der Organismus durch die erhöhte Pumpleistung des Herzens und die Muskelaktivität eine Menge seiner Kraftreserven in Anspruch. Der ohnehin angeschlagene Körper kann einem Virenangriff so kaum noch Widerstand leisten. Aufgrund dieser starken Belastung kann es zu einer verschleppten Erkältung kommen, die sich dadurch äußert, dass ihre Symptome auch nach sieben oder sogar zehn Tagen noch nicht abklingen.

Durch die geschwächte Körperabwehr kann dann schneller eine Infektion mit weiteren Bakterien oder Viren entstehen – eine sogenannte Sekundärinfektion. Im schlimmsten Fall schlägt eine verschleppte Erkältung aufs Herz und ruft eine Herzmuskelentzündung hervor, die lebensgefährliche Konsequenzen haben kann.

Kein Sport bei Erkältung mit Fieber und Halsschmerzen

Bei Fieber und Halsschmerzen sollte niemand Sport treiben. Fieber sorgt zwar ohnehin für ein Gefühl der Schlappheit, Halsschmerzen nehmen viele hingegen nicht ernst. Diese können jedoch auf eine Mandelentzündung hinweisen, die in der Regel von Bakterien ausgelöst wird.

Breiten diese sich ungehindert im Körper aus, können die Keime auch Organe wie das Herz befallen und es kann ebenfalls eine Herzmuskelentzündung drohen.

Sport bei Erkältung ohne Fieber?

Sind die Erkältungssymptome nur leicht ausgeprägt, gibt es unterschiedliche Meinungen zum Thema Sport. Sicher ist:

  • Auf Ausdauersport sollten Sie verzichten, um dem geschwächten Körper nicht noch mehr abzuverlangen.
  • Auch von maximaler Kraftbelastung ist abzusehen.
  • Moderate Bewegung an der frischen Luft, beispielsweise ein Spaziergang, ist in Ordnung.
  • Bei extremen Temperaturen (Hitze oder Kälte), sollte jegliche Anstrengung vermieden werden, da Extremwetter die Arbeit des Immunsystems ebenfalls beeinträchtigt.
Moderate Bewegung wie ein Spaziergang an der frischen Luft kann bei einer leichten Erkältung gut tun. Aber übertreiben Sie nicht!

Moderate Bewegung wie ein Spaziergang an der frischen Luft kann bei einer leichten Erkältung gut tun. Aber übertreiben Sie nicht!

Auch bei leichter Erkältung am besten auf Sport verzichten

Wer kein gesundheitliches Risiko einzugehen möchte, sollte am besten komplett auf Sport bei Erkältung verzichten. Schonen Sie sich lieber ein paar Tage und startet Sie Ihr Sportprogramm mit frischer Kraft, wenn Sie sich vollständig auskuriert haben. Sollten sich die Erkältungsbeschwerden nicht innerhalb einiger Tage bessern, halten Sie sicherheitshalber Rücksprache mit Ihrem Hausarzt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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