Scheidenpilz Behandlung
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Scheidenpilz Behandlung

Die frühzeitige Erkennung der Scheidenpilz-Infektion sollte eine zügige und sorgfältige Behandlung nach sich ziehen. Die schnelle Scheidenpilz-Behandlung lässt die Beschwerden zeitnah abklingen und sorgt für eine effiziente Regeneration der Scheidenflora. Wurde die Pilzinfektion längere Zeit nicht erkannt, ist der Besuch beim Gynäkologen sinnvoll, um die Gesundheitsproblematik und die Beschwerden durch den Scheidenpilz bestmöglich in den Griff zu bekommen. In beiden Fällen stehen jedoch effektive Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung, um die leichte Infektion und den chronischen Scheidenpilz langfristig zu beseitigen.

Gezielte Behandlung der Scheidenpilz-Infektion 

Bei einer erstmaligen oder leichten Pilzinfektion werden lokale Fertigarzneimittel zur Behandlung empfohlen. Die Antipilzmittel, auch als Antimykotika bezeichnet, sind in der Lage, die Pilzsporen abzutöten und deren weitere Ausbreitung zu verhindern. Zur Verfügung stehen die Medikamente als Zäpfchen, Vaginaltabletten oder Cremes, die in die Scheide eingeführt oder für die Behandlung des äußeren Intimbereichs zum Einsatz kommen. Häufig werden die Mittel mit einem Applikator angeboten, um die Präparate gezielt und tief in die Scheide einzuführen. Hierdurch wirkt das Antimykotika bestmöglich im Scheideninnenraum. Die Anwendung vor dem Schlafen gilt dabei als besonders effektiv, da das Präparat somit länger in der Scheide verbleibt, ohne herauszulaufen. 

Medikation zwischen zwei und sechs Tage 

Damit die Behandlung gut wirkt, sollten die Mittel entsprechend der Packungsbeilage ausreichend lange angewendet werden. Die Behandlungsspanne liegt je nach Art der Antimykotika zwischen zwei und sechs Tagen. Wird die Behandlung unzureichend oder nicht lange genug ausgeführt, kann sich die Pilzinfektion regenerieren und der Scheidenpilz chronisch werden. Zudem sollte einer erneuten Scheidenpilzinfektion vorgebeugt werden, indem Risikofaktoren minimiert werden. Beachten Sie dabei vor allem die Ansteckungsgefahr beim Geschlechtsverkehr. Der Partner sollte entsprechend bei einer Scheidenpilz-Behandlung einbezogen werden, um einen "Ping-Pong"-Effekt durch die gegenseitige Neuansteckung zu verhindern. Zudem sollte während der Zeit nach der Behandlung ein Kondom genutzt werden, um das Risiko einer erneuten Infektion aufgrund der geschwächten Scheidenflora zu reduzieren.

Wiederkehrende Symptome sollten ärztlich behandelt werden 

Treten die Symptome nach der Scheidenpilz-Infektion nach kurzer Zeit wieder auf oder bestehen weiterhin Beschwerden, sollte unbedingt der Gynäkologe aufgesucht werden. Dieser kann die Scheidenpilzinfektion ebenso wie die Beschwerden genauer einschätzen und über die Behandlung mit lokalen Arzneimitteln hinaus Tabletten verschreiben. Die Tabletten müssen ebenfalls über einen festgelegten Zeitraum eingenommen werden. Sie lassen den Wirkstoff über die Blutbahn wirken, wodurch der Pilz in allen Bereichen des Körpers zuverlässig beseitigt wird. 

Chronische Scheidepilz-Infektion erkennen 

Liegt bereits eine chronische Scheidenpilz-Infektion vor, kehrt die Pilzinfektion immer wieder oder sorgt sie für besonders starke Beschwerden und lässt Fragen offen, ist der Frauenarzt ebenfalls der richtige Ansprechpartner. Die Scheidenpilz Behandlung muss dann entsprechend angepasst und verlängert werden, wodurch eine ärztliche Begleitung und Kontrolle die nötige Sicherheit bietet. Auch Schwangere, Stillende und Frauen mit Vorerkrankungen bzw. regelmäßiger Medikamenteneinnahme (z.B. Hormonpräparate in den Wechseljahren) sollten die Begleitung des Gynäkologen während der Scheidenpilz-Behandlung in Anspruch nehmen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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