Sauna für Anfänger: So stärkt das Schwitzbad Ihr Immunsystem
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Sauna für Anfänger: So stärkt das Schwitzbad Ihr Immunsystem

Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem. Doch richtig Saunieren will gelernt sein. Unsere Tipps verraten, was Sie beim ersten Besuch im Schwitzbad beachten sollten.

Saune entspannt nach einem langen Arbeitstag, macht die Haut rosig-frisch und nach zwei bis drei Saunagängen fühlen Sie sich wie neugeboren. Richtig angewendet wirkt sich die Sauna außerdem positiv auf Ihre Gesundheit aus und stärkt Ihr Immunsystem. 

Schwitzen fürs Immunsystem: Darum ist die Sauna so gesund

Regelmäßiges Saunieren trainiert den Kreislauf und wirkt fast wie ein kleines Work-out – denn um der Hitze Herr zu werden, muss das Herz besonders kräftig pumpen und die Gefäße weiten sich. Beim darauffolgenden Abkühlungsbad ziehen sich die Gefäße wieder zusammen und das Blut fließt in Richtung Körpermitte, um die Wärme zu halten.

Wer regelmäßig in die Sauna geht, gewöhnt seinen Körper an Temperaturschwankungen und stärkt so sein Immunsystem. Die Anzahl weißer Blutkörperchen erhöht sich und Infekte wie Erkältungen lassen sich tatsächlich besser abwehren. Zehn bis zwölf Saunabesuche vor der Erkältungssaison sollten es schon sein, um das Immunsystem zu trainieren.

Saunaausrüstung: Was Sie zum Schwitzen und zum Stärken des Immunsystems brauchen

Sie waren noch nie in der Sauna? Kein Problem, Schwitzen ist kein Hexenwerk, wenn Sie ein paar Anfängertipps beachten. Für Ihren ersten Saunagang sollten Sie die richtige Ausrüstung bereithalten.

Diese Checkliste hilft Ihnen beim ersten Saunagang:

  • Ein großes Saunahandtuch, auf dem Sie sitzen
  • Ein Handtuch, mit dem Sie sich später abtrocknen
  • Bademantel für die Pausen zwischen den Saunagängen
  • Ein Buch oder eine Zeitschrift, falls Sie in den Pausen lesen wollen
  • Badeschlappen gegen Fußpilz – sie sind in öffentlichen Saunen meist Pflicht
  • Wasser, um nicht zu dehydrieren
  • Duschgel und Shampoo

Richtig saunieren für Anfänger: So stärken Sie Ihr Immunsystem 

Ausgestattet mit Saunahandtuch und Bademantel stehen Sie vor der Sauna – wie geht es jetzt weiter?

Vorbereitung: Metallschmuck, Uhr und Brille dürfen nicht mit in die Sauna. Außerdem wichtig: Sorgfältig duschen, um die Haut von Fett und Schmutz zu befreien.

Nicht mit vollem Magen in die Sauna: Am besten essen Sie vor dem Schwitzbad leichte Kost wie Obst oder Salat. Ein voller Magen belastet den Kreislauf in der Sauna unnötig. Wichtiger als das Essen ist allerdings das Trinken. Da der Körper beim Schwitzen viel Flüssigkeit verliert, sollten Sie vorher und nachher ausreichend trinken.

In der Sauna richtig sitzen: Breiten Sie Ihr Handtuch aus und setzen Sie sich mit geschlossenen Beinen hin. Oder Sie entspannen in Rückenlage – das hat den Vorteil, dass sich Ihr ganzer Körper in einer Temperaturzone befindet. Achten Sie darauf, anderen Saunagästen nicht zu nahe zu kommen: Mindestens 30 Zentimeter Abstand sorgen dafür, dass sich niemand bedrängt fühlt.

Drei kurze Saunagänge reichen aus: Einsteiger sollten beim ersten Saunagang nur acht bis zehn Minuten im Schwitzbad bleiben. Starten Sie am besten bei Temperaturen von 50 bis 60 Grad Celsius. Bei Durchgang zwei und drei können Sie die Temperatur allmählich steigern.

Richtig abkühlen: Nach dem Saunagang bewegen Sie sich erst an der kühlen Luft und bringen Ihren Kreislauf dann durch kaltes Abduschen in Schwung. Am besten starten Sie mit der Dusche vorsichtig am rechten Fuß, dann kommen das rechte Bein und der rechte Arm. Danach machen Sie dasselbe mit der linken Körperhälfte. Der Herzbereich kommt ganz zum Schluss.

Relaxt in die Entspannungsphase: Freuen Sie sich – jetzt dürfen Sie 20 bis 30 Minuten entspannen. In einen Bademantel gehüllt auf einer Liege können Sie ein Buch lesen oder einfach vor sich hin dösen.

Planen Sie genügend Zeit ein: Der zweite und dritte Schwitzdurchgang sollten jeweils nicht länger als 15 Minuten dauern. Dennoch braucht ein Saunabesuch seine Zeit. Für drei Saunagänge inklusive Abkühlung und Entspannung können Sie gute zwei Stunden einplanen.

Extra Tipps für Saunaeinsteiger

  • Unten starten: Heiße Luft steigt nach oben. Daher sind die Temperaturen auf den oberen Bänken in der Sauna besonders hoch – als Anfänger bleiben Sie lieber unten sitzen.
  • Ausreichend trinken: Durch das Schwitzen verliert Ihr Körper viel Flüssigkeit. Nach dem Saunagang sollten Sie genügend trinken. Ideal dafür ist Mineralwasser.
  • Saunaknigge beachten: Beim gemeinsamen Schwitzen keine lauten Gespräche führen und die Augen bei sich behalten. Auf Knoblauchspeisen vor dem Saunabesuch lieber verzichten, um Geruchsbelästigung zu vermeiden.
  • Vorsicht bei Aufgüssen: Durch Aufgüsse steigt die Luftfeuchtigkeit in der Sauna um bis zu 50 Prozent. Das tut den Atemwegen gut, ist für einen erfolgreichen Saunabesuch aber nicht nötig. Zudem fühlt sich feuchte Hitze heißer an, das verträgt nicht jeder.
Extra Tipps für Saunaeinsteiger
  • Unten starten: Heiße Luft steigt nach oben. Daher sind die Temperaturen auf den oberen Bänken in der Sauna besonders hoch – als Anfänger bleiben Sie lieber unten sitzen.
  • Ausreichend trinken: Durch das Schwitzen verliert Ihr Körper viel Flüssigkeit. Nach dem Saunagang sollten Sie genügend trinken. Ideal dafür ist Mineralwasser.
  • Saunaknigge beachten: Beim gemeinsamen Schwitzen keine lauten Gespräche führen und die Augen bei sich behalten. Auf Knoblauchspeisen vor dem Saunabesuch lieber verzichten, um Geruchsbelästigung zu vermeiden.
  • Vorsicht bei Aufgüssen: Durch Aufgüsse steigt die Luftfeuchtigkeit in der Sauna um bis zu 50 Prozent. Das tut den Atemwegen gut, ist für einen erfolgreichen Saunabesuch aber nicht nötig. Zudem fühlt sich feuchte Hitze heißer an, das verträgt nicht jeder.

Keine Sauna bei Erkältung oder Herz-Kreislauf-Problemen

Nicht für jeden ist das Schwitzvergnügen geeignet. Gehören Sie zu einer dieser Risikogruppen und ist Ihr Immunsystem gerade angeschlagen, sollten Sie besser nicht in die Sauna gehen:

  • Bei einer Erkältung oder Fieber. Saunieren verschlimmert den Infekt, da die Hitze das gestresste Immunsystem zusätzlich belastet.
  • Bei zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck
  • Wenn Sie einen Herzinfarkt, eine Thrombose oder eine Verengung der Hauptschlagader erlitten haben
  • Leiden Sie unter Herzrhythmusstörungen, sprechen Sie vor dem Saunieren mit Ihrem Hausarzt.
  • Bei Nierenerkrankungen
  • Bei frischen Wunden
  • In der Schwangerschaft sollten Sie Saunabesuche mit Ihrem Gynäkologen abklären.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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