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Perioden-Hygiene: Fragen rund um die Damenbinde
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Perioden-Hygiene: Fragen rund um die Damenbinde

Für die Monatshygiene stehen Frauen heute vielfältige Hilfsmittel zur Verfügung. Zwischen Tampons, Menstruationstasse und freier Periode bietet sich die Damenbinde als ein Dauerbrenner an. Die Damenbinde ist durch ihre einfache Handhabung für menstruierende Frauen jedes Alters geeignet. Wir erläutern Ihnen die Varianten der Damenbinde, Vorteile und Nachteile bei der Nutzung und geben Tipps rund um die Verwendung.

Wann sind Damenbinden die perfekten Begleiter bei der Monatshygiene ?

Damenbinden bieten den Vorteil, dass jede Frau sie verwenden kann. Selbst junge Mädchen, die zum ersten Mal ihre Periode bekommen, können Damenbinden nutzen, da sie aus der Verpackung genommen und einfach in die Unterhose eingelegt werden. Ist ein Tampon als Monatshygieneartikel nicht geeignet, ist die Binde fast immer die einfachste Alternative. Ein Tampon bedarf hingegen Übung, um richtig eingeführt zu werden oder das Jungfernhäutchen vor dem ersten Sex nicht zu verletzen.

Damenbinden verhindern Austrocknen der Scheide

Auch bei geringer Monatsblutung kann die Damenbinde die bessere Wahl sein. Tampons können die Scheide austrocknen, da sie die natürliche Scheidenflüssigkeit mit aufsaugen. Eine trockene Scheide ist gefährdet, schneller von Keimen und Krankheitserregern beeinträchtigt zu werden. Somit bietet die Binde einen besseren Gesundheitsschutz für die Scheidenflora.

Damenbinden: Für jeden etwas dabei

Moderne Produkte bieten sich in vielzähligen Varianten an, um jedem Empfinden gerecht zu werden: Dünne und vergleichsweise kleine Binden sind für Frauen mit geringer Blutung und zarter Statur gut geeignet, dickere Varianten bieten höhere Saugstärken und diverse Formen erlauben die Anpassung der Monatshygiene mit der Binde an jede bevorzugte Unterwäsche-Form. 

Atmungsaktivität steht bei Binden im Mittelpunkt 

Zudem gibt es unter den Binden Varianten, die aus natürlichen Stoffen gefertigt sind und somit durch Atmungsaktivität punkten. So wird ein übermäßiges Schwitzen im Intimbereich, beispielsweise in den Sommermonaten, vermieden. Andere Modelle verhindern durch eingearbeitete Sperrschichten, dass die Binde bei starker Blutung die Unterwäsche beschmutzt. Zugleich bieten viele Hersteller die Binden mit und ohne Seitenflügel an. Durch Binden mit Flügeln wird ein Verrutschen der Binde bei besonderer Bewegung (zum Beispiel beim Sport) verhindert und ein seitlicher Auslaufschutz ist gut gewährleistet. 

Welche Vorteile haben Binden?

Bei der Nutzung von Binden während der Periode bieten sich zahlreiche Vorteile, welche die Tage der Menstruation ein wenig angenehmer gestalten helfen. Die einfache Nutzung erfolgt über das Einlegen in die Unterhose und ist somit auch für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit sowie für junge Mädchen ohne Erfahrung geeignet. Während Tampons bei geringer Blutung zu Scheidentrockenheit führen können, bleibt mit der Binde ohne die Einführung in den Körper die Scheidenflora geschont.

Die verschiedenen Größen erlauben die Anpassung an jegliche Bedürfnisse. Die breite Auswahl kommt auch mit vielen Materialien in den Handel - selbst waschbare Stoffbinden sind heute erhältlich, ebenso Periodenunterwäsche, in die Binden eingearbeitet sind. Periodenunterwäsche kann gewaschen und immer wieder verwendet werden. Zudem ist bei jedem Toilettengang ersichtlich, ob die Binde gewechselt werden muss, wobei sich auch der Austausch einfach gestaltet. Die genutzte Binde wird in Hygienetüten oder in Toilettenpapier eingewickelt über den Mülleimer entsorgt. 

Welche Nachteile haben Binden?

Bei der Nutzung von Binden sind die Nachteile gering und oft durch die Produktauswahl aufhebbar. So können Binden bei langer Nutzungsdauer und starker Blutung auslaufen. Durch die Aufnahme der Menstruationsflüssigkeit außerhalb vom Körper kann es schneller zu Wundstellen und unangenehmen Gerüchen im Intimbereich kommen. Wird auf eine sorgfältige Hygiene und eine angepasste Produktauswahl geachtet, können diese Nachteile jedoch problemlos vermieden werden. Allerdings gibt es Frauen, welche die Binde in der Hose als unangenehm und lästig empfinden und das Gefühl haben, eine "Windel" zu tragen. Diese Frauen greifen eher zu Tampons.

Sind Binden ergiebiger als Tampons?

Durch die sichtbare Oberfläche der Binde auf der Toilette kann die Nutzung des Hygieneartikels einfacher reguliert werden als bei einem Tampon. Beim in der Scheide liegenden Tampon bedarf es ein wenig Erfahrung und Feingefühl, um den richtigen Zeitpunkt zum Wechsel zwischen "noch zu trocken" und dem Auslaufen zu finden. Binden mit einem sehr großen Fassungsvermögen können mehr Blut aufnehmen als Tampons. Binden mit weniger Fassungsvermögen sind für leichtere Blutungen geeignet oder als zusätzlicher Schutz zum Tampon.

Gegen Ende der Periode reichen manchen Frauen sogar Slipeinlagen aus. Slipeinlagen sind quasi sehr dünne und flexible Binden. Sie haben weniger Fassungsvermögen als Binden, sind vom Tragegefühl aber oft angenehmer. Slipeinlagen sind auch dann das Mittel der Wahl, wenn im Laufe des Zyklus natürlicher Ausfluss auftritt und Frauen ihre Unterwäsche schützen möchten.

Wichtig: Riecht der Ausfluss unangenehm, ist er verfärbt oder treten mit ihm Juckreiz und Rötungen im Intimbereich auf, sollten Sie zum Frauenarzt gehen. Der Gynäkologe kann feststellen, ob eine Infektion die Ursache ist.

Welche Binde ist die richtige? Ausprobieren lohnt sich

Die flexible Produktpalette der modernen Hersteller von Binden machen den traditionellen Monatshygieneartikel zu einem hochwertigen Produkt, das bei gezielter Auswahl nach den eigenen Bedürfnissen die Lebensqualität im Alltag mit der Periode steigern hilft. Allerdings gilt hier: ausprobieren. Es dauert oft etwas, bis Frauen die für sie passende Monatshygiene gefunden haben und wissen, welche Produkte für sie die richtigen sind. Ist die eine Binde unbequem, lohnt es sich daher, noch ein paar weitere Modelle auszuprobieren, bevor man ganz verzichtet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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