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Bandwurm beim Tier: Behandlung ist wichtig
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Bandwurm beim Tier: Behandlung ist wichtig

Wenn die geliebten Vierbeiner von Bandwürmern befallen sind, kann dies eine ernsthafte Gefahr für ihre und die Gesundheit ihrer Besitzer sein. Gegen den Befall mit den Parasiten gibt es keine Impfung. Wichtig ist deshalb, wenn Sie einen Bandwurm beim Tier erkannt haben, schnell zu handeln.

Bandwurm beim Tier: Behandlung bei Hund, Katze und Pferd

Wenn der Verdacht besteht, dass Ihr Hund, Ihre Katze oder Ihr Pferd von Bandwürmern befallen ist, sollten Sie zunächst eine Probe vom Kot des Tieres zur medizinischen Untersuchung beim Tierarzt abgeben. Die Kotprobe wird in diesem Fall im Labor auf Bandwürmer untersucht. Wenn sich der Verdacht des Befalls als positiv erweist, wird dem Tier in der Regel einer Entwurmung unterzogen.

Dazu bekommt es vom Tierarzt ein Mittel, oft handelt es sich dabei um das Anthelminthikum Praziquantel, was meist in Form von Tabletten oder Paste verabreicht werden kann. Der Wirkstoff des chemischen Mittels sorgt in einem Zeitraum von 24 Stunden für eine Lähmung des Parasiten mit Todesfolge.

Entwurmung: Behandlung beim Tier bestenfalls prophylaktisch

Tiere wie Hund, Katze und Pferd unterliegen aufgrund ihrer Haltungsformen einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal in ihrem Leben von Bandwürmern befallen zu werden. Da sie oft draußen unterwegs sind, können sie auch eher in Kontakt mit den Zwischenwirten und auch den Eiern der Würmer kommen. Daher empfiehlt es sich, die Entwurmungskuren ohne Diagnose in regelmäßigen Abständen durchführen zu lassen. So können auch stärkere Bandwurmbefälle in der Regel verhindert werden. 

Die Häufigkeit der Vorbeugung hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:

  1. Kinder und Senioren im Haushalt: Katzen sollten meist in einem Turnus von 3 Monaten entwurmt werden. Halten sich mehrere Katzen oder Kinder und Senioren im Haushalt auf, kann sie sogar monatlich entwurmt werden. 
  2. Ihr Hund frisst Kot: Auch Hunde sollten in einem Zeitraum von 3 bis 4 Monaten entwurmt werden. Auch hier kann die Erkrankung öfters vorgebeugt werden, wenn sich mehrere Hunde und auch mehrere Personen im Haushalt befinden. Besonders darauf achten sollten Sie, wenn Ihr Hund dazu neigt, Kot zu fressen. 
  3. Auf die Weidensaison achten: Pferde sollten zwischen 2 und 4 mal im Jahr entwurmt werden. Dabei ist es besonders wichtig, die Behandlung einmal zu Beginn und zum Ende der Weidensaison durchzuführen (Frühjahr und Herbst). Denn meist infizieren sich Pferde vor allem durch Zwischenwirte, die sich auf der Weide befinden, wie etwa die Moosmilbe.

Tipp: Auch wenn Sie eine regelmäßige Bandwurmprophylaxe durchführen lassen, sollten Sie dennoch immer auf den Gesundheitszustand und den Kot Ihrer Tiere achten. 

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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