Mit Sport das Immunsystem stärken
© kasto80/iStock, Thinkstock
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Mit Sport das Immunsystem stärken

Wer regelmäßig Sport macht, stärkt sein Immunsystem leidet seltener an Erkältungen und anderen Infekten. Dabei müssen Sie nicht zum Leistungssportler werden, um Ihr Immunsystem zu stärken. Auch Tanzen, Gartenarbeit und Toben mit den Kindern zählt – Hauptsache, Sie powern sich aus! Eine Überlastung hingegen kann das Immunsystem schwächen.  

Wer regelmäßig Sport macht, stärkt sein Immunsystem leidet seltener an Erkältungen und anderen Infekten. Dabei müssen Sie nicht zum Leistungssportler werden, um Ihr Immunsystem zu stärken. Auch Tanzen, Gartenarbeit und Toben mit den Kindern zählt – Hauptsache, Sie powern sich aus! Eine Überlastung hingegen kann das Immunsystem schwächen.  

Sport für ein starkes Immunsystem: Adrenalin regt die Bildung von Immunzellen an

Sport stärkt das Immunsystem gleich auf mehrere Arten: Zum einen sorgt die bessere Durchblutung dafür, dass die äußere Schutzbarriere aus Haut und Schleimhäuten besser funktioniert. Zum anderen wird bei körperlicher Aktivität Adrenalin ausgeschüttet. Das Hormon regt die Bildung von Immunzellen an. Sowohl die Killerzellen als auch die weißen Blutkörperchen vermehren sich während der Bewegung. Nach dem Training verringert sich die Zahl der Abwehrzellen wieder. Auf diese Weise lernt das Immunsystem, auch beim Kontakt mit Krankheitserregern schneller zu reagieren. Wer sich an der frischen Luft bewegt, profitiert von einem weiteren Effekt: Die Schleimhäute werden befeuchtet. Im Winter trainiert der Körper zusätzlich, mit Temperaturwechseln umzugehen.

Joggen und Walken stärken die Abwehr

Ideal zur Stärkung des Immunsystems sind moderate Sportarten an der Luft, wie Walken oder langsamen Joggen. Der Trainingspuls sollte dabei überwiegend bei 65 bis 70 Prozent der  maximalen Herzfrequenz liegen. Bei einem 40-jährigen Mann wären dies etwa 117 bis 126 Schläge pro Minute. Weitere geeignete Ausdauersportarten sind zügiges Wandern, Ski-Langlauf oder Schwimmen. Bereits drei bis viermal pro Woche 20 Minuten Sport haben einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Mit einer guten, angepassten Sportbekleidung lassen sich die Outdoor-Sportarten auch im Winter durchführen. Nur bei Glatteis und Temperaturen von unter minus zehn Grad sollten Sie auf Indoor-Sport ausweichen.

Im Fitnessstudio das Immunsystem stärken: Darauf sollten Sie achten

Wer den Sport in der Halle bevorzugt, ist im Fitnessstudio gut aufgehoben. Achten Sie bei der Auswahl vor allem darauf, dass das Angebot zu Ihren Vorlieben passt und qualifizierte Trainer zur Verfügung stehen. Lesen Sie auch das Kleingedruckte, das Auskunft über Laufzeit und Kündigungsfristen gibt. Die meisten Studios bieten neben reinem Krafttraining auch Cardiotraining sowie verschiedene Kurse an. Zur Stärkung des Immunsystems sind alle Sportarten geeignet, die Ihr Herz-Kreislauf-System sanft ankurbeln, zum Beispiel Cardiotrainig, oder Aerobic, aber auch Zumba-Kurse.

Ballsportarten: Weniger Ehrgeiz ist mehr

Ballsportarten wie Tennis, Badminton oder Basketball eignen sich gut für Menschen, die gerne in der Gruppe aktiv sind. Die Bewegung mit Gleichgesinnten sorgt für gute Laune und Glücksgefühle. Allerdings lässt sich die Intensität der Belastung bei Spielsportarten schlechter steuern. Vor allem Menschen mit großem Ehrgeiz droht schnell eine Überlastung. Wer über 35 Jahre alt ist und mit einer Ballsportart beginnen möchte, sollte sich vorher beim Arzt durchchecken lassen. Insgesamt gilt hier: Weniger Ehrgeiz ist mehr.  

Warum Überlastung beim Sport das Immunsystem schwächt

Wird das Herz-Kreislauf-System zu stark belastet, schlägt der Effekt aufs Immunsystem ins Gegenteil um: Während der Belastung wird die Bildung der Immunzellen massiv angekurbelt. In der Entspannungsphase danach sinkt die Aktivität der Zellen allerdings besonders stark ab. Krankheitserreger können in dieser Zeit nicht ausreichend bekämpft werden, man steckt sich besonders leicht an. Mediziner sprechen hier vom „Open-Windows-Effekt“.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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