Mediterrane Köstlichkeit: Warum Oliven gesund sind und schön machen
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Mediterrane Köstlichkeit: Warum Oliven gesund sind und schön machen

Sind Oliven gesund? Diese Frage stellt sich so mancher, der die kleinen mediterranen Früchte gern nascht oder als Zutat auf Pizzen oder im Salat genießt. Tatsächlich sind Oliven gesund, und zwar aus folgenden Gründen:


Oliven: Gesund wegen ungesättigter Fettsäuren


Besonders gut für die Gesundheit sind die einfach ungesättigten Fettsäuren, die sich in Oliven befinden. Sie können dazu beitragen, das “schlechte” LDL-Cholesterin im Blut zu senken und das “gute” HDL-Cholesterin zu erhöhen. Auf diese Weise helfen sie unter Umständen dabei, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. Dies gilt allerdings nur, wenn Ernährung und Lebensstil insgesamt gesund sind.


Noch mehr wertvolle Inhaltsstoffe in Oliven


Oliven glänzen außerdem mit wichtigen Nährstoffen wie Kalzium, Natrium, Phosphor und Eisen. Kalzium und Phosphor tragen dazu bei, die Knochen und Zähne zu stärken. Das Spurenelement Eisen braucht der menschliche Körper zum Beispiel für den Sauerstofftransport, aber auch für gesunde Haare, Nägel und Haut, für die Muskelfunktion und für die Schleimhäute. Natrium reguliert unter anderem die Wasserverteilung im Körper und ist ebenfalls wichtig für die Muskeln. Darüber hinaus lassen sich in Oliven zahlreiche Vitamine feststellen, zum Beispiel Folsäure, Vitamin E und die Vitamine B1, B2 und B6. Folsäure ist wichtig für einen gesunden Stoffwechsel, vor allem Schwangere brauchen dieses Vitamin. Das Provitamin A (Betacarotin) ist ebenfalls ein gesunder Bestandteil von Oliven – es kann helfen, die Sehkraft zu stärken und ist zudem gut für die Haut.


Sind sowohl grüne als auch schwarze Oliven gesund?


Grüne Oliven sind nichts weiter als unreife schwarze Oliven. Es gibt zwar verschiedene Olivensorten, die sich in ihrer Größe unterscheiden, aber alle sind zunächst grün und verfärben sich im Reifeprozess immer dunkler. In grünen Oliven befindet sich mehr Kalzium, ihre dunklen Artgenossen sind hingegen reichhaltiger an ungesättigten Fettsäuren. Es sind also sowohl grüne als auch schwarze Oliven gesund. Allerdings sind nicht alle schwarzen Oliven, die es zu kaufen gibt, auch wirklich reif. Häufig werden einfach grüne Oliven schwarz gefärbt. Auf der Verpackung findet sich dann entweder der Hinweis “geschwärzt” oder in der Zutatenliste tauchen die Färbemittel Eisengluconat oder Eisen-Laktat auf. Ungeschwärzte Oliven erhalten Sie zum Beispiel im Biomarkt.


Olivenöl: Tolles Naturprodukt für Kosmetik


Sie können Oliven nicht nur essen, sondern ihr reichhaltiges Öl auch für die äußere Körperpflege nutzen. Das feuchtigkeitsspendende Öl kann zum Beispiel die Beschwerden bei trockener Haut lindern. Ihm wird außerdem nachgesagt, vorzeitige Hautalterung abzumildern, indem es die Haut strafft und Fältchen leicht glättet. Trockene Haare oder eine trockene Kopfhaut können außerdem von einer zweistündigen Olivenöl-Maske profitieren. Für ein selbst gemachtes, pflegendes und umweltfreundliches Körperpeeling können Sie außerdem ganz einfach Olivenöl und Salz vermengen. Wem das Salz zu aggressiv ist, vermischt stattdessen Kristallzucker mit Olivenöl.


Machen Oliven dick?


Ob ein Lebensmittel dick macht oder nicht, hängt immer vom Kontext und von der Menge ab, die man zu sich nimmt. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung, und wenn trotz Oliven die Kalorienbilanz auf Dauer im Gleichgewicht bleibt, machen die mediterranen Leckereien nicht dick. Bedenken Sie, dass grüne Oliven weniger Kalorien enthalten als schwarze Oliven. 100 Gramm grüne Oliven weisen einen Kaloriengehalt von etwa 131 bis 138 Kilokalorien auf, 100 Gramm schwarze Oliven können mit bis zu 351 Kilokalorien zu Buche schlagen. Der Kaloriengehalt kann allerdings schwanken, je nachdem, ob die Früchte in Salzlake oder Öl eingelegt wurden.


Oliven: Gesund und geschätzt seit Jahrtausenden


Bereits seit der Bronzezeit vor rund viertausend Jahren kultivieren Menschen im Mittelmeerraum die Olive. Archäologen haben herausgefunden, dass die Geschichte des gesunden Lebensmittels sogar um einiges weiter zurückreicht. Funde von Olivenkernen weisen nach, dass mindestens neuntausend Jahre vergangen sind, seit die ersten Menschen Oliven aßen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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