Ist Rhabarber giftig oder gesund? 5 Fakten zum fruchtigen Gemüse
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Ist Rhabarber giftig oder gesund? 5 Fakten zum fruchtigen Gemüse

Einige Menschen handeln ihn als Superfood im Frühling, andere behaupten, dass Rhabarber giftig sei. Doch was stimmt? Hier 5 Fakten zu der oft verzehrten Nutzpflanze.

1. Rhabarber ist gar kein Obst

Bevor die Frage geklärt wird, ob Rhabarber giftig ist, ein wichtiger Fakt vorweg: Das Lebensmittel ist kein Obst – auch wenn es fruchtig-sauer schmeckt und ähnlich zubereitet wird. Aber es zählt zu den Knöterichgewächsen und ist somit ein Gemüse. Ursprünglich stammt Rhabarber aus der Himalaja-Region und wird seit Mitte des 18. Jahrhunderts auch in Europa angebaut.

2. Ist Rhabarber giftig?

Der säuerliche und fruchtige Geschmack von Rhabarber kommt nicht nur durch die enthaltene Zitronen- und Apfelsäure zustande. Auch Oxalsäure, die nur in geringen Dosen verzehrt werden sollte, ist in der Gemüseart enthalten. In größeren Mengen kann die Säure tatsächlich Vergiftungserscheinungen auslösen. Weil viel Oxalsäure in Rhabarber zu finden ist, wird er immer wieder als giftig bezeichnet. Um gesundheitsschädigenden Effekten vorzubeugen, raten Experten daher, niemals die Blätter zu verzehren, da hier besonders viel Oxalsäure enthalten ist. Auch sollte das Gemüse vor dem Verzehr sorgfältig geschält und abgekocht werden. Auf diese Weise geht die Säure ins Kochwasser über. Wer allerdings zu Blasen- oder Nierensteinen neigt, sollte auf das Stangengewächs komplett verzichten. Aus körpereigenem Kalzium und der Oxalsäure bilden sich sonst Kristalle, die sich in den Nieren ablagern und Beschwerden auslösen können.

3. Viele gesunde Inhaltsstoffe

Bei Diät-Liebhabern steht Rhabarber hoch im Kurs. Der Grund: Das Gemüse enthält sehr wenig Kalorien – bloß 14 Kilokalorien auf 100 Gramm. Außerdem stecken viele wichtige Mineralstoffe in den Stangen, zum Beispiel Kalium, Eisen und Phosphor. Vitamin C und Ballaststoffe unterstützen das Immunsystem und kurbeln den Stoffwechsel an. Rhabarber ist per se also nicht giftig, sondern bei moderatem Verzehr sogar sehr gesund.

4.  Zähneputzen nach dem Verzehr meiden

Sie kennen das sicher: Nachdem Sie eine leckere Speise mit Rhabarber genossen haben, fühlen sich die Zähne rau an. Auch hierfür ist die Oxalsäure verantwortlich. Sie greift den Zahnschmelz an und raut die Oberfläche auf. Um keinen zusätzlichen Schaden anzurichten, sollten Sie daher unbedingt mindestens eine halbe Stunde lang nach dem Verzehr auf das Zähneputzen verzichten.

5. Die Farbe zeigt den Geschmack an

Bei Rhabarbersorten wird generell kaum ein Unterschied gemacht, aber es gibt eine Faustregel, nach der sich der Geschmack bereits beim Betrachten des Gemüses erahnen lässt: Je intensiver das Rot der Stangen ist, desto süßer schmecken sie auch.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Gisèle Schneider
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