Ist Erythrit gesund? Was Sie über den Zuckerersatz wissen sollten
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Ist Erythrit gesund? Was Sie über den Zuckerersatz wissen sollten

Herrliche Süße ohne Kalorien – das verspricht der Zuckeraustauschstoff Erythrit. Doch ist Erythrit gesund? Oder gibt es Nebenwirkungen? Was ist dran und drin im Zuckerersatz? Das Wichtigste finden Sie hier.

1. Der Zuckerersatz Erythrit wird künstlich gewonnen


Erythrit, auch unter dem Namen “Xucker Light” erhältlich, ist ein sogenannter Zuckeralkohol. Er kommt zum Beispiel in Käse, Obst oder Pilzen vor. Für die Verwendung in Lebensmitteln wird Erythrit aber durch chemische Prozesse aus diesen Produkten gewonnen oder komplett künstlich hergestellt.


2. Erythrit: Weniger süß, noch weniger Kalorien


Die Süßkraft von Erythrit ist nur etwa 50 bis 70 Prozent so stark wie die des Zuckers, dafür besitzt Erythrit aber nur einen Bruchteil von dessen Kalorien. Genauso wie Stevia, Xylit (“Xucker”) und anderen Zucker-Alternativen ist auch Erythrit offiziell als Süßungsmittel zugelassen, auf dem Lebensmittel-Etikett erkennen Sie den Süßstoff an der Nummer E968.


3. Erythrit ist vielfältig verwendbar


Der Zuckerersatzstoff wird eingesetzt in “zuckerfreien” Bonbons und Kaugummis oder in kalorienreduzierter Schokolade. Auch in heißen Getränken oder Desserts kann er verwendet werden. Durch die geringere Süße ist das weiße Pulver dann zwar in größeren Mengen enthalten als Zucker, die Kalorienzahl ist dennoch deutlich geringer.


4. Ist Erythrit gesund? Zumindest nicht schädlich.


Die Studien, die bisher mit dem Zuckerersatzstoff durchgeführt wurden, zeigten, dass selbst große Mengen Erythrit keinen nachhaltig negativen Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel haben. Insofern gilt es als unbedenklich. Allerdings ist Erythrit als Ersatzstoff in Lebensmitteln relativ neu – ob sich langfristig Nebenwirkungen einstellen können, ist noch nicht eindeutig geklärt.


5. Erythrit kann abführend wirken


Bei übermäßigem Konsum von Erythrit drohen Durchfall, Magenverstimmungen und Blähungen. Der Grund: Der Großteil des Erythrits wird vom Dünndarm aufgenommen und über die Niere unverändert wieder ausgeschieden. Die restlichen zehn Prozent aber können – wie auch andere Zuckeralkohole – abführend wirken. Beträgt der Anteil von Erythrit in Lebensmitteln zehn Prozent und mehr, müssen diese deshalb mit einem Warnhinweis versehen werden.


6. Erythrit – ja oder nein?


Erythrit ist allgemein gut verträglich und besitzt sehr viel weniger Kalorien als Zucker. Insofern kann es zum Beispiel Diabetikern als Ersatzstoff für Zucker dienen. Allerdings handelt es sich um einen synthetischen Zuckerersatz. Wer also auf natürliche Zutaten setzt, sollte lieber zu Honig greifen oder einfach zu einer reduzierten Menge Zucker. Zumal Süßstoffe nicht dazu beitragen, Gewicht zu verlieren oder das individuelle Essverhalten zu verändern – dafür sollte man auf ein Leben ohne Zucker setzen. Für eine Diät kommt Erythrit also nur bedingt infrage.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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