Impfpass verloren – was tun, wenn das Dokument weg ist?
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Impfpass verloren – was tun, wenn das Dokument weg ist?

Der nächste Impftermin ist überfällig. Ihr Problem: Sie haben Ihren Impfpass verloren. Was also tun, wenn das gelbe Heftchen einfach nicht auffindbar ist?

Impfpass verloren? Gehen Sie zum Hausarzt

Er ist quietschgelb und dadurch eigentlich nicht zu übersehen. Und doch kennen die meisten das Problem, den Impfpass verloren zu haben. Das ganze Domizil haben Sie bereits auf den Kopf gestellt, doch von dem Heftchen keine Spur.

In solch einem Fall suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Wenn Sie ihren Impfpass verloren haben, wird er Ihnen einen neuen Impfpass ausstellen. Außerdem wird er Ihre bereits erhaltenen Impfungen in den neuen Ausweis nachtragen. Ärzte sind nämlich dazu verpflichtet, alle medizinischen Maßnahmen in der Krankenakte eines Patienten zu dokumentieren. Diese Daten müssen mindestens zehn Jahre lang aufbewahrt werden. So sind diese wichtigen Informationen auch dann gesichert, wenn der Impfpass verloren wurde.

Impfpass verloren: Bei Arztwechsel Krankenakte einfordern lassen

Sie haben Ihren Hausarzt schon einmal gewechselt? Dann bitten Sie Ihren neuen Arzt darum, den vorigen zu kontaktieren, damit er Einsicht in Ihre Krankenakte bekommt, wenn Sie den Impfpass verloren haben.

Viele, die Ihren Impfpass verloren haben, erinnern sich womöglich sogar noch an Ihre bisherigen Impfungen. Das reicht jedoch nicht aus, um den Impfpass zu ersetzen. Zwar kann der Arzt auf diese Weise nachvollziehen, wann ungefähr die nächste Impfung fällig ist, doch zur Dokumentation der bereits erfolgten Impfungen benötigen Mediziner einen schriftlichen Nachweis.

Bluttest durchführen lassen

Wenn der Impfstatus nicht nachvollziehbar ist, können Sie einen Bluttest durchführen lassen. Ihr Blut wird dann auf entsprechende Antikörper untersucht. Die Kosten dafür tragen Sie allerdings in der Regel selbst. Weitere Nachteile außerdem: Nicht zu jeder Impfung finden sich Antikörper im Blut, obwohl ein Impfschutz besteht. Und selbst wenn Antikörper nachgewiesen werden können, wissen Sie nicht, wie lange der Schutz noch anhält.

Doppelte Impfung – ist das gefährlich?

Sie haben den Impfpass verloren und der Impfstatus unklar. Frei nach dem Motto “Doppelt hält besser” möchten Sie sich erneut impfen lassen. Oder ist das schädlich? Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts stellen zusätzlich verabreichte Impfungen in der Regel kein erhöhtes Risiko dar. Sehr selten kommt es zu Nebenwirkungen wie beispielsweise einer Rötung der Impfstelle. Aber diese Gefahr gibt es grundsätzlich, wenn man sich impfen lässt.

Wurde der Impfpass verloren und Sie haben einen neuen bekommen, sollte dies möglichst nicht noch einmal passieren. Ein Tipp, damit der Impfpass nicht noch einmal verloren geht: Bewahren Sie ihn stets an ein und derselben Stelle auf. Ein guter Platz ist zum Beispiel der Medikamentenschrank oder ein Ordner, in dem Sie alle wichtigen Unterlagen sammeln.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Gisèle Schneider
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