Herzrhythmusstörungen erkennen: Das sind die Symptome
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Herzrhythmusstörungen erkennen: Das sind die Symptome

Herzrhytmusstörungen sind weit verbreitet. Nicht jeder Betroffene bemerkt den veränderten Herzrhythmus. Die Symptome von Herzrhythmusstörungen hängen unter anderem davon ab, ob das Herz zu schnell oder zu langsam schlägt und wo die Ursache liegt. So lassen sich Herzrhythmusstörungen erkennen.

Herzrasen als Symptom für Herzrhythmusstörungen

Schlägt das Herz zu schnell (Tachykardie), spüren Betroffene häufig ein Herzrasen, Unruhe und Nervosität. Auch Angst kann hinzukommen. Da Angst und Panik das Herzrasen verstärken oder sogar erst auslösen können, sollten Betroffene zunächst versuchen, sich zu beruhigen. Wenn weitere Symptome hinzukommen oder das Herzrasen nicht nachlässt, sollten Sie Hilfe holen. Atemnot, Brustschmerzen oder Schwindel können weitere Symptome für Herzrhythmusstörungen sein, aber auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. 

Herzstolpern: unangenehm, aber oft harmlos

Schlägt das Herz zu schnell, kann es auch ins Stolpern kommen. Manche Betroffene empfinden das als sehr unangenehm. Tritt das Herzstolpern nur gelegentlich und ohne weitere Symptome auf, ist es - vor allem bei jüngeren Menschen - meist harmlos. Häufiges und wiederkehrendes Herzstolpern sollten Sie ärztlich abklären lassen.

Herzrhythmusstörungen: Symptome bei langsamem Herzschlag

Schlägt das Herz zu langsam (Bradykardie), ist der Blutdruck nicht mehr stabil. Als Symptome treten Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit auf. Betroffene können Schweißausbrüche bekommen, benommen oder sogar ohnmächtig werden. Die Symptome treten allerdings nur bei krankhafter Bradykardie auf. Sportler haben in Ruhe oft einen sehr langsamen Puls, ohne Symptome zu spüren.

Symptome von Vorhofflimmern

Die Symptome von Vorhofflimmern sind vielfältig. Nicht jeder Betroffene bemerkt die Herzrhythmusstörung, manchmal macht sie sich kaum bemerkbar. Viele können die Anzeichen nicht richtig einordnen. Folgende Symptome bei Vorhofflimmern auftreten:

  • Herzrasen
  • Herzstolpern, unregelmäßiger Puls
  • innere Unruhe, Angst
  • Erschöpfung, verringerte Leistungsfähigkeit, vor allem beim Sport
  • Schwindel oder Schwitzen
  • Atemnot
  • Brustschmerzen

Symptome von Kammerflimmern

Kammerflimmern gilt als die gefährlichste Herzrhythmusstörung. Es entsteht nicht in den Vorhöfen, sondern unmittelbar in der Herzkammer. Kammerflimmern ist immer lebensbedrohlich, unbehandelt führt es zum plötzlichen Herztod. Beim Kammerflimmern wird der Körper nicht mehr mit Blut versorgt, der Kreislauf bricht zusammen. Symptome sind daher schnelle Ohnmacht, fehlender Puls und Atemstillstand. Beim Kammerflimmern müssen sofort Wiederbelebungsmaßnahmen wie eine Herzdruckmassage durchgeführt werden.

Manchmal kündigt sich das Kammerflimmern durch Warnsignale an. Dies sind vor allem Symptome der zugrunde liegenden Herzerkrankung. Unter anderem können als Vorboten des Kammerflimmerns Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder Herzrasen auftreten. Das Kammerflimmern kann aber auch ohne Warnsignale auftreten.  

Herzrhythmusstörungen: Bei welchen Symptomen zum Arzt?

Die Symptome von Herzrhythmusstörungen sind unangenehm und können Betroffene stark verunsichern. Gelegentliches Herzstolpern oder Herzrasen bei Stress oder körperlicher Anstrengung ist aber meist harmlos. Kehren die Herzrhythmusstörungen immer wieder oder werden sie von weiteren Symptomen wie Atemnot, Schwindel oder Übelkeit begleitet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Herzrhythmusstörungen bei Kindern sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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