HPV-Infektion: Symptome und Therapie für Männer
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HPV-Infektion: Symptome und Therapie für Männer

Eine Infektion mit HPV, also dem Humanen Papillom-Virus, kann sowohl Männer als auch Frauen treffen. Gerade HPV-Symptome bei Männern sind unspezifisch, sodass die Krankheit bei ihnen nicht immer gleich erkannt wird. Erfahren Sie hier mehr zu den Anzeichen einer Infektion und zur Behandlung.

Infektion mit HPV bleibt oft unerkannt

Die HP-Viren verändern in vielen Fällen das Gewebe nicht so stark, dass man sie bemerkt. Das Immunsystem registriert sie und greift sie an. In vielen Fällen verschwindet die Infektion also ebenso unbemerkt, wie sie gekommen ist.

Männer suchen deutlich seltener einen Urologen auf als Frauen einen Gynäkologen. Daher bleibt bei ihnen die Krankheit häufiger unentdeckt, wenn es nicht zu äußerlich sichtbaren Symptomen kommt. Entsprechend groß ist aber auch die Verbreitung der Infektion: Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen sich mindestens einmal im Leben mit HPV infizieren.

Mögliche HPV-Virus-Symptome bei Männern

Manchmal verläuft die HPV-Infektion ohne sichtbare Anzeichen. Kommt es zu äußeren Merkmalen, zeigen sich die HPV-Symptome bei Männern in Form von Warzen:

  • Warzenbildung in der Leistengegend, am Penis, am Anus, an den Hoden oder den Oberschenkeln.
  • Die Warzen können viele verschiedene Formen annehmen: von kleinen Flecken bis hin zu dunklen, erhabenen Geschwülsten.

Die Warzen sehen nicht schön aus, sind aber in den meisten Fällen harmlos. Trotzdem sollten Sie sie vom Arzt untersuchen und behandeln lassen. Nur so kann der Arzt sichergehen, dass es sich nicht doch um gefährliche Hautveränderungen handelt.

Es gibt verschiedene Arten von HPV – die Risikotypen 16 und 18 lösen häufiger als andere Krebs aus. Diese können den Intimbereich betreffen, aber auch den Rachenraum, den Mund oder den Kehlkopf. Bei Verdacht kontrolliert der Arzt die entsprechenden Stellen in regelmäßigen Abständen, registriert Veränderungen und nimmt gegebenenfalls operative Eingriffe vor.

HPV-Virus: Therapie der Infektion

In vier von fünf Fällen verschwindet die HPV-Infektion von alleine wieder. Passiert dies nicht, können betroffene Männer teilweise noch viele Jahre nach der Infektion eine bösartige Gewebeveränderung erleiden. Daher sind regelmäßige Untersuchungen dringend angeraten.

Die Viren selbst lassen sich nicht bekämpfen, man kann nur etwas gegen die Symptome der Krankheit ausrichten. Dafür werden zum Beispiel die folgenden Mittel verschrieben:

  • Cremes
  • Gels
  • Säuren

Der Arzt kann auch mittels Vereisung oder Elektrokauterisation gegen die Warzen vorgehen.

Operative Eingriffe zur Entfernung des kranken Gewebes sind vor allem dann ratsam, wenn es sich um bösartige Wucherungen handelt. Stellen Sie Gewebeveränderungen fest, lassen Sie sich beim Urologen und Hautarzt untersuchen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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