HIV - alles Wichtige zum Humane Immundefizienz-Virus
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HIV - alles Wichtige zum Humane Immundefizienz-Virus

Häufig werden die Begriffe HIV und AIDS als Synonyme verwendet. Wenngleich beide Begriffe zusammen hängen, gibt es jedoch einen Unterschied: HIV ist die Abkürzung für das Humane Immundefizienz-Virus, welches das körpereigene Immunsystem zerstört und hierdurch die Erkrankung AIDS (Acquired Immunodeficiency syndrome= Erworbenes Immundefizienz Syndrom) auslöst. Entdeckt wurde HIV in den 80er Jahren in Kaliforniendurch die Erforschung bis dahin ungewöhnlich gravierender Erkrankungen von Menschen, die an scheinbar harmlosen Infekten starben, weil sich das Immunsystem nicht mehr wehren konnte.

Was bewirkt das HI-Virus?

HIV zählt zur Familie der Retroviren. Diese speziellen Viruszellen schleusen sich in gesunde Zellen des Immunsystems ein, nutzt diese als Wirtszellen und profitieren von deren Eigenschaften zur Vermehrung, indem es seine eigenen genetischen Voraussetzungen in der Zelle einbaut. Befallen werden dabei die T-Helferzellen, insbesondere die sogenannten "weißen Blutkörperchen" CD4-Lymphozyten oder CD4-Zellen. Sie besitzen bei der Abwehr von Erregern eine wichtige Rolle. Sie übernehmen die Koordination anderer Immunsystemzellen. Die echten T-Zellen werden bei diesem Vorgang zerstört, der HI-Virus hingegen vermehrt sich dabei, während er seine Oberflächenstrukturen immer wieder wandelt, um von gesunden Abwehrzellen im Organismus nicht erkannt zu werden. 

Das HI-Virus ist wandelbar 

Solange genügend gesunde T-Helferzellen und andere Abwehrzellen im Körper vorhanden sind, befindet sich der Organismus in einer Latenzphase. Die Infektion ist dabei erfolgt, doch der Mensch hat keinerlei oder kaum Symptome. Das Immunsystem selbst bildet jedoch Antikörper aus, um den HI-Virus zu bekämpfen, wird von dessen Wandlungen jedoch immer wieder getäuscht. Somit kann sich das HI-Virus immer weiter ausbreiten, gesunde T-Helferzellen zerstören und sich selbst über deren Zerstörung reproduzieren.Die Zahl der T-Helferzellen verringert sich somit kontinuierlich, während immer häufiger selbst einfache Bakterien, Pilze und andere Krankheitserreger nicht mehr ausreichend bekämpft werden können und den Körper belasten.

Leichte Erkältungen können durch HIV schwerwiegende Folgen haben 

Irgendwann ist der Körper durch HIV derart geschwächt, dass die Immunabwehr nicht mehr ausreicht und diverse Infektionskrankheiten oder Tumore auftreten. Der Mensch erkrankt durch HIV an AIDS, der erworbenen Immunschwächeerkrankung, durch die selbst eine kleine Erkältung zur Lungenentzündung werden kann, während leichte Infektionen zum Tod führen können.

HIV ist nicht vollständig heilbar

Die Infektion mit HIV ist bis heute nicht heilbar, kann jedoch durch gute Behandlung mit lebenslanger, medikamentöser Therapie am Ausbruch von AIDS gehindert werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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