Erkältung durch nasse Haare: Mythos oder Wahrheit?
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Erkältung durch nasse Haare: Mythos oder Wahrheit?

Bekommt man eine Erkältung durch nasse Haare? Viele Menschen schwören darauf, dass sie stets krank werden, sobald sie sich bei kühlen Temperaturen mit nassen Haaren nach draußen wagen. Aber stimmt das auch?


Keine Erkältung durch nasse Haare, aber …


Sie bekommen zwar keine Erkältung durch nasse Haare direkt, allerdings führt die Nässe dazu, dass Sie schneller auskühlen. Sinkt Ihre Körpertemperatur, schwächt das Ihr Immunsystem – und Sie werden anfälliger für Krankheiten. Sie können also indirekt eine Erkältung durch nasse Haare bekommen. Das Gleiche passiert, wenn Sie zum Beispiel nasse Füße haben oder bei kalten Temperaturen ohne Mütze, Schal und Handschuhe draußen herumlaufen.


Es gibt jedoch individuelle Unterschiede in Sachen Kälteempfindlichkeit. So frieren Frauen zum Beispiel eher als Männer und laufen daher schneller Gefahr, durch nasse Haare, kalte Füße oder fehlende Winterkleidung ihre Abwehrkräfte zu schwächen und grippalen Infekten Vorschub zu leisten. Wer regelmäßig mit nassen Haaren draußen ist oder grundsätzlich keine Mütze trägt, gewöhnt seinen Körper allmählich an kältere Temperaturen und schwächt sein Immunsystem dadurch nicht.


Viren lösen Erkältung aus


Der eigentliche Grund für Erkältungen sind Viren. Die Krankheitserreger für grippale Infekte lauern im Prinzip überall – auf Türklinken, Bürotastaturen, Telefonhörern, in der U-Bahn oder im Bus –, aber ein starkes Immunsystem wehrt die meisten Viren ab. Nur, wenn die Abwehrkräfte geschwächt sind, haben die Krankheitserreger eine Chance, sich festzusetzen und für Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu sorgen.


Immunsystem stärken und Erkältung vorbeugen


Wenn Sie keine Erkältung bekommen wollen, sollten Sie also Ihr Immunsystem stärken. Ziehen Sie sich warm genug an, sodass Sie weder frieren noch schwitzen. Sind Sie es nicht gewohnt, mit nassen Haaren herumzulaufen, sollten Sie außerdem auch nicht plötzlich im Herbst damit anfangen.


Darüber hinaus stärken Sie Ihre Abwehrkräfte mit gesunder, abwechslungsreicher Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst und ausreichend Proteinen. Sport ist ebenfalls gut fürs Immunsystem – Ausdauersport wie Jogging fördert die Kondition, Krafttraining den Muskelaufbau. Je mehr Muskeln Sie haben, umso weniger kälteempfindlich werden Sie.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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