Erkältung durch Kälte: Macht Frieren krank?
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Erkältung durch Kälte: Macht Frieren krank?

Eine Erkältung durch Kälte allein zu bekommen, ist nicht möglich, aber Frieren kann einen grippalen Infekt begünstigen. Warum das so ist und wie Sie sich im Winter vor Schnupfen, Husten und Co. schützen können, lesen Sie hier.


Erkältung durch Kälte? Nicht direkt …


Der umgangssprachlichen Bezeichnung für einen grippalen Infekt zum Trotz kommt eine Erkältung durch Kälte nicht zustande. Allerdings ist es für den Körper eine große Belastung, wenn er längere Zeit friert, sodass er geschwächt wird. Dadurch ist er anfälliger für die tatsächliche Ursache einer Erkältung, nämlich bestimmte Viren. Die Krankheitserreger sind fast überall, vor allem dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen: im Büro, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Kinos, Theatern und anderen öffentlichen Orten.


Warum Menschen bei kalten Temperaturen leichter krank werden


Im Herbst und Winter, wenn die Temperaturen fallen und das nasskalte Wetter aufs Gemüt schlägt, sind Menschen besonders anfällig für grippale Infekte. Das liegt aber nicht daran, dass eine Erkältung durch Kälte kommt, sondern daran, dass sich die Menschen bei kaltem Wetter bevorzugt drinnen aufhalten. Es wird seltener gelüftet und die Heizung sorgt für trockene Luft. Das wiederum trocknet die Schleimhäute aus, sodass Viren ein leichteres Spiel haben.


Wird zu wenig gelüftet, können sich die Viren zudem besser vermehren und verbreiten. Ist man dann ohnehin angeschlagen und geschwächt, weil man stark gefroren hat, durch den Tageslichtmangel müde ist oder sich aufgrund von Wetterfühligkeit vom Regengrau gestresst fühlt, kann man die Viren nicht abwehren – und wird krank.


Erkältungen vorbeugen und auskurieren


Sie können Ihr Erkältungsrisiko senken, indem Sie sich dem Wetter angemessen anziehen, also weder frieren noch schwitzen, und ein wenig auf Hygiene beim Händewaschen achten. Versuchen Sie, trotz Kälte ab und zu durchzulüften und trinken Sie viel Wasser und ungesüßten Tee, um die Schleimhäute feucht zu halten. Stärken Sie außerdem Ihr Immunsystem durch abwechslungsreiche, gesunde Ernährung sowie Bewegung an der frischen Luft.


Hat es Sie dennoch erwischt, bleiben Sie ein paar Tage zu Hause, schlafen viel und ruhen sich aus, bis der grippale Infekt überstanden ist. In der Apotheke bekommen Sie Nasenspray, Hustenlöser und Halstabletten, um die Symptome zu lindern, außerdem sollten Sie auch hier viel Wasser und Kräutertee trinken.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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