Erkältung: Wann sollten Sie zum Arzt gehen?
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Erkältung: Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Bei einer einfachen Erkältung müssen Sie nicht unbedingt einen Arzt aufsuchen: Mit Hausmitteln und rezeptfreien Medikamenten bekommen Sie die leichte Erkrankung meist schnell in den Griff. Allerdings gibt es einige Symptome, die auf Komplikationen hindeuten und medikamentös behandelt werden müssen. Wir erklären Ihnen, wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Risikogruppen müssen aufpassen

Eine schlichte Erkältung ist zwar unangenehm, doch zumeist geht sie innerhalb einer Woche wieder vorbei. Manche Menschen sind allerdings anfälliger für Komplikationen und Folgeerkrankungen, die aus einer Erkältung hervorgehen können. Zu ihnen gehören etwa Patienten, die zeitgleich an anderen Krankheiten leiden, Senioren oder Kinder, deren Immunsystem nicht so stark ist wie das von Erwachsenen, sowie Schwangere. Zählen Sie zu einer dieser Gruppen und spüren, dass die Erkältung nicht innerhalb einer Woche abklingt, ist ein Arztbesuch angebracht.

Fieber ist ein deutliches Warnsignal

Ein Fieberschub während Ihrer Krankheit gibt Ihnen ein deutliches Zeichen, wann Sie zum Arzt gehen sollten. Mit Fieber reagiert der Körper nämlich auf Viren und Bakterien, die sonst ernsten Schaden anrichten können. Die steigende Temperatur unterstützt die Abwehr durch die Antikörper und greift gleichzeitig die Krankheitserreger selbst an. Plötzliches Fieber kann ein Anzeichen für eine echte Grippe sein, die unbehandelt gefährlich werden kann.

Wann zum Arzt? Bei Schmerzen!

Bei einer Erkältung können Sie leichte Kopf- oder Gliederschmerzen haben, allerdings werden sie meist nicht unerträglich stark. Nehmen sie aber bedeutend zu und lassen sich genau lokalisieren, ist das oft ein Hinweis, dass mehr als eine einfache Erkältung dahinterstecken könnte.

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden können auf eitrige Mandeln hindeuten. Die Entzündung muss vom Arzt diagnostiziert und mit Medikamenten, oft Antibiotika, behandelt werden. Starke Ohrenschmerzen und Schwindelgefühl hingegen können Symptome einer Entzündung des Mittelohrs sein. Sie sollte rasch behandelt werden, da sie sonst zum Verlust des Hörsinns oder zu einer Infektion der umliegenden Knochen führen kann. Druckschmerz in Stirn, Oberkiefer, Wangen oder Augen deutet auf eine Nebenhöhlenentzündung hin, die unbehandelt chronisch werden kann.

Leiden Sie an trockenem Reizhusten und Brustschmerzen, kann es sich um eine beginnende Bronchitis handeln. Nach etwa zwei Tagen beginnen Sie, gelben Schleim zu husten. Die Krankheit muss dringend behandelt werden, da sie zu einer Lungenentzündung führen kann. Symptome einer Lungenentzündung können Atembeschwerden, verfärbter Auswurf und schneller Puls sein. Gegebenenfalls verfärben sich auch Ihre Lippen oder Ihre Hände bläulich. Unbehandelt kann die Krankheit tödlich verlaufen, von daher ist bei entsprechenden Anzeichen die Frage, wann Sie zum Arzt gehen sollten, mit “sofort!” zu beantworten.

Eine einfache Entscheidungshilfe in grafischer Form finden Sie auch hier:

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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