Chia-Samen: Heilpflanze der Maya
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Chia-Samen: Heilpflanze der Maya

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Die Herkunft von Chia-Samen

Während Chia in der westlichen Welt erst seit einigen Jahren bekannt ist, hat die von der Salbei-Art “Salvia hispanica” abstammende Pflanze in Südamerika bereits eine lange Tradition. Schon die Maya und Azteken schworen vor 5.000 Jahren auf die kleinen unscheinbaren Samen. Chia galt nicht nur als guter Sattmacher, sondern wurde auch als Mittel zur Stärkung und Heilung des Körpers eingesetzt.

Was alles in der Heilpflanze steckt

Dass Chia-Samen als Superfood bezeichnet werden, ist ihren Inhaltsstoffen geschuldet. Chia besteht zu rund 20 Prozent aus Proteinen und enthält damit doppelt so viele Eiweiß wie andere Samen. Dabei handelt es sich um äußerst hochwertige Proteine: Das kleine Superfood enthält alleine acht essenzielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Außerdem sind Chia-Samen reich an Ballaststoffen: Nur 15 Gramm der Samen enthalten mehr als fünf Gramm Ballaststoffe und decken damit bereits ein Fünftel des Tagesbedarfs.

Die kleinen Powerpakete bestehen zu 30 Prozent aus Fett – allerdings handelt es sich dabei um die sogenannten “guten” Fette: die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Chia-Samen sind insbesondere reich an alpha-Linolensäure. Aus dieser mehrfach ungesättigten Fettsäure kann der Körper langkettige Omega-3-Fettsäuren bilden, die die Blutfette positiv beeinflussen und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Für Veganer und bei Laktoseintoleranz geeignet

Weil Omega-3-Fettsäuren sonst nur über Fisch aufgenommen werden können, profitieren vor allem Veganer von dem Verzehr von Chia-Samen. Ebenfalls wichtig für eine vegane Ernährung: Die Samen enthalten extrem viel Kalzium – weil der Anteil des Mineralstoffs fünfmal so hoch ist wie in Milch, eignen sich Chia-Samen besonders gut als Kalziumlieferant. Dasselbe gilt übrigens auch für Menschen mit Laktoseintoleranz, die keine Milchprodukte konsumieren.

Vitamine und Nährstoffe von Chia-Samen

Doch Chia-Samen haben noch weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Kalium. Der Gehalt an dem wichtigen Mineralstoff ist doppelt so hoch wie in Bananen. Zudem stecken in den kleinen Samen unter anderem auch Vitamin A, Vitamin B, Eisen, Kupfer, Phosphor und Zink. Die in Chia enthaltenen Antioxidantien wie beispielsweise Phenolsäuren bieten Schutz vor freien Radikalen und beugen so Zellschädigungen vor.

Sind Chia-Samen zum Abnehmen geeignet?

Chia-Samen sollen dabei helfen können, Gewicht zu reduzieren. Dies ist vor allem den enthaltenen Ballaststoffen geschuldet, die im Darm aufquellen und für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Sie kurbeln zudem die Verdauung an und stärken das Immunsystem. Außerdem sollen die Chia-Samen für eine langsamere Absorption von Glukose sorgen, was den Blutzuckerspiegel konstant hält und Essanfällen vorbeugt. Der wissenschaftliche Beweis, dass Chia-Samen tatsächlich für eine Gewichtsabnahme sorgen, steht bislang allerdings noch aus. Grundsätzlich gilt wie immer beim Abnehmen: Um Gewicht zu verlieren, benötigen Sie eine negative Energiebilanz. Das bedeutet, dass mehr Kalorien verbraucht als aufgenommen werden müssen. Wer Chia-Samen zu sich nimmt, sich aber ansonsten ungesund ernährt, wird höchstwahrscheinlich vergeblich auf den Abnehmerfolg hoffen.

Egal, ob Sie sich die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Chia-Samen zunutze machen möchten oder mit dem Superfood abnehmen wollen – Sie sollten es bei der Dosierung nicht übertreiben. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, täglich nicht mehr als 15 Gramm unverarbeitete Chia-Samen zu sich zu nehmen. Der Grund: Nehmen Sie größere Mengen ein, könnte ihrem Körper zuviel Wasser auf einmal entzogen werden, weil die Samen im Magen aufquellen. Hat der Darm durch Wassermangel zu wenig Flüssigkeit, kann der Stuhl hart werden. Verstopfungen und Völlegefühle können die Folge sein.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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