Checkliste: Kinesiologisches Tape
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Checkliste: Kinesiologisches Tape

Bunte Bänder auf Schultern und an Beinen – früher sah man sie nur bei Athleten, doch mittlerweile erfreuen sich die sogenannten Kinesio-Tapes über den Sport hinaus großer Beliebtheit. Das liegt besonders an ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Die Physiotherapeutin Nicole-Nadine Geder erklärt Ihnen, worauf es bei der Anwendung der Tapes ankommt.

Farbe bekennen

In knalligen Farben wie Blau und Pink sind Kinesio-Tapes ein richtiger Hingucker; ob die Farben verschiedene Wirkungen hervorrufen wird jedoch stark diskutiert. Viele gehen davon aus, dass die Effekte einen psychologischen Ursprung haben. Deshalb überlässt der Therapeut meist dem Patienten die Farbwahl. Wer mit seinen Tapes nicht auffallen möchte entscheidet sich für ein dezentes Schwarz, Weiß oder Beige.

Haltung bewahren

Um die volle Wirkung zu entfalten sollten Kinesio-Tapes für circa vier bis sieben Tage auf das Körperteil einwirken. Damit sie so lange auf der Haut halten sind sie atmungsaktiv und wasserfest. Man kann also problemlos damit duschen oder schwimmen. Um die Klebefähigkeit zu verbessern sollte die Haut vor dem Taping sauber, trocken und fettfrei sein.

Bewegung unterstützen

Kinesio-Tape und Sport-Tape – aufgrund der Namensgebung besteht Verwechslungsgefahr! Der Unterschied liegt in der Dehnbarkeit des Materials. Das klassische Sport-Tape ist unelastisch und wird zur Stabilisierung eingesetzt. Die dehnbaren Kinesio-Tapes hingegen folgen der Bewegung, stimulieren dadurch das darunterliegende Gewebe ähnlich einer Massage, stützen und entlasten Muskel, Band oder das Gelenk, lindern Schmerzen und fördern die Heilungsprozesse des Körpers.

Grenzen kennen

Einige wenige Umstände können den Einsatz von kinesiologischen Tapes unmöglich machen. Dazu gehören Gefäßerkrankungen wie Krampfadern oder Thrombose sowie ein Sonnenbrand, eine Chemotherapie oder Medikamenteneinnahme wie z. B. Cortison. Auch bei offenen Wunden und Hautkrankheiten darf der Körper an den betroffenen Stellen nicht getapt werden. Grundsätzlich gilt: Bereits angebrachte Kinesio-Tapes müssen sofort entfernt werden, falls sich die Beschwerden verschlimmern sollten oder ein starker Juckreiz autritt, denn dieser ist ein mögliches Anzeichen für eine Kleberallergie.

Fachleuten vertrauen

Im Internet findet sich eine Vielzahl an Taping-Anleitungen für Laien. Von solchen Selbstversuchen ist abzuraten. Ein schnelles Taping ist kein Ersatz für einen Arztbesuch mit einer fachgerechten Diagnose für die Ursachen von Schmerzen. Eine Tape-Anwendung ist zudem meist nur ein Teil einer physiotherapeutischen Behandlung und wird zum Beispiel mit manueller Therapie kombiniert.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Nadine Geder
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Für die Praxis steht der Patient im Vordergrund. Die Mitarbeiter, die ihr Fachwissen regelmäßig auf Fortbildungen erweitern, gehen individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten ein und ermitteln mit Ihnen einen professionellen Therapieplan.

Nadine Geder
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