Arthrose vorbeugen: Das können Sie gegen den Gelenkverschleiß tun
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Arthrose vorbeugen: Das können Sie gegen den Gelenkverschleiß tun

Arthrose gilt als Volkskrankheit: Etwa fünf Millionen Deutsche sind unterschiedlich stark betroffen. Grund genug, sich frühzeitig über vorbeugende Maßnahmen zu informieren. Denn je früher Sie einem Gelenkverschleiß entgegenwirken, desto besser sind die Prognosen. Das gilt selbst dann, wenn bereits erste Arthroseschäden aufgetreten sind. Die wichtigsten Punkte in der Arthrosevorsorge finden Sie hier.

Gewichtsreduktion

Als entscheidender Faktor zur Vorbeugung von Gelenkschäden kann oft die Gewichtskontrolle angesehen werden. Der Anteil übergewichtiger und schwer übergewichtiger - also adipöser - Personen ist seit vielen Jahren kontinuierlich ansteigend. Besonders gefährdet sind dabei sowohl Menschen, die bereits vom Kindesalter an Übergewicht haben, als auch Personen in hohem Alter mit starken Gewichtsproblemen. Bei frühem Übergewicht spielt vor allem die lange Zeit der Gelenküberlastung eine wichtige Rolle. Bei Übergewicht in späteren Lebensjahrzehnten kommt das Alter selbst als Arthrose-Risikofaktor hinzu.

Grundsätzlich gilt: Je länger und je stärker die Gelenke überbeansprucht werden, desto höher ist die Gefahr einer dauerhaften Schädigung. Das ist auch bei bereits bestehender Arthrose der Fall, sodass dann ebenfalls eine Gewichtsreduktion sinnvoll ist. Übergewicht spielt zudem eine besondere Rolle, weil Studien belegen konnten, dass das überschüssige Körperwicht Stoffe abgibt, durch die chronische Entzündungen begünstigt und aufrechterhalten werden.

Bewegung und Sport

Als Dreh- und Angelpunkt einer Arthrose-Vorbeugung gelten ausreichend Bewegung und der richtige Sport. Dieser sollte nicht zu exzessiv und einseitig betrieben werden. Das ist insbesondere bei Sportarten wichtig, die prädestiniert für die Schädigung bestimmter Gelenke sind, beispielsweise Fußball oder Leichtathletik. Stattdessen sollte für Abwechslung gesorgt werden. Wichtig ist auch, auftretende Probleme nicht zu ignorieren, sondern frühzeitig ärztlich abklären zu lassen, um möglichen Fehlbelastungen entgegenwirken und Folgeschäden verhindern zu können. Je nach Ausgangslage ist es sinnvoll, besonders gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren auszuüben. 

Bewegung im Alltag, beispielsweise Hausarbeit oder Spaziergänge, hilft die Gelenke gesund zu halten. Der Grund ist die bessere Durchblutung und damit Nährstoffversorgung der Knorpel. Diese werden - ausgenommen sind akute Entzündungsreaktionen - nur bei genügend Belastung und Bewegung ausreichend regeneriert. Auch die Beweglichkeit wird auf diese Art erhalten und verbessert. Ständiges langes Stehen sollten Sie hingegen eher vermeiden.

Ernährung

Generell wird zur Vorbeugung von Arthrose eine gesunde, gemüsereiche Ernährung mit hochwertigen Ölen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, aber moderater Eiweiß- und Kohlenhydratzufuhr empfohlen. Solche Fettsäuren finden sich beispielsweise in fettreichem Fisch, aber auch in vielen Nüssen und Kernen sowie kalt gepressten Pflanzenölen. In Obst- und Gemüsesorten sind vor allem als Antioxidantien wirksame Stoffe wie Flavonoide wichtig bei der Verhütung von Entzündungsvorgängen im Körper. Insgesamt sollte die Ernährung ausgeglichen, vielfältig und dazu geeignet sein, ein gesundes Gewicht beizubehalten.

Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie mit Vorsicht genießen.

Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie mit Vorsicht genießen.

Weitere Faktoren

Problematisch für Gelenke, ebenso wie für viele weitere Körperstrukturen, kann das Rauchen, gerade bei hohem Nikotinkonsum, sein. Da die Inhaltsstoffe die Durchblutung von Geweben verschlechtern, können auch Gelenkknorpel nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt werden. Unabhängig davon, ob bereits eine Arthrose besteht oder nicht, senken Sie ihr Risiko für eine Verschlechterung, indem Sie aufhören zu rauchen oder den Konsum zumindest weitestgehend einschränken. Auch exzessiver Alkoholgenuss oder Stress wirken in dieser Art.

Einige Erkrankungen wie Diabetes, Gicht und vor allem Rheuma können sekundär für eine Verschlimmerung oder sogar das neue Auftreten einer Arthrose sorgen. Die Entzündungen selbst sowie abgelagerte Stoffe wie Harnsäure erschweren die angemessene Versorgung der Gelenke und begünstigen auf diese Art die Arthrose - eine rasche und hochwertige Behandlung dient daher der Vorbeugung.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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