Raucherentwöhnung mit Akupunktur: So gehts
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Raucherentwöhnung mit Akupunktur: So gehts

Ob als guter Vorsatz zum Neujahr oder unabhängig von einem Datum: Der Rauchstopp stellt den Raucher bei der Entwöhnung vor eine echte Herausforderung, bei welcher der Wille zum Aufhören alleine oft nicht reicht. Tatsächlich handelt es sich beim Rauchen um eine Sucht und nicht nur um eine schlechte Angewohnheit. Doch mit Akupunktur kann die Rauchentwöhnung erleichtert werden, da die feinen Nadeln effizient auf die Ausschüttung von Botenstoffen und somit auf das Wohlbefinden einwirken können.

Bei der Akupunktur wird, durch die Stimulation der Nervenbahnen an festgelegten Punkten der Organismus in einen ausgeglichenen Zustand versetzt. Bei der Raucherentwöhnung nutzt die Akupunktur die Punkte, die verschiedene Aspekte des Rauch- und Suchtverhaltens ansprechen. Wird beispielsweise bei einer Sucht die Ausschüttung von Glückshormonen forciert, kann die Akupunktur die Ausschüttung veranlassen, ohne dass das Suchtmittel zum Einsatz kommen muss. Gleichzeitig sorgen Hormonausschüttungen für das Rauchverlangen. Die optimal gesetzte Akupunkturnadel kann diese Ausschüttung blockieren und somit das Verlangen nach der nächsten Zigarette lindern. 

Für die Rauchentwöhnung wird die Akupunktur in der Regel an den Ohren eingesetzt. Die Ohrakupunktur erfolgt nah am Gehirn, weshalb hier auch die optimalen Akupunkturpunkte für das Suchtverlangen zu finden sind. Maßgeblich für den Erfolg der Akupunktur zur Rauchentwöhnung ist jedoch der feste Wille, künftig ohne Zigaretten leben zu wollen.

Hilfestellung bei der Rauchentwöhnung durch Linderung der Entzugserscheinungen

Durch Akupunktur kann nicht nur das eigentliche Verlangen nach dem Suchtmittel (z.B. dem Nikotin beim Rauchen) gelindert werden, sondern auch die typischen Entzugserscheinungen: Nervosität, Herzklopfen, Heißhungergefühle, Stimmungsschwankungen oder Herzklopfen zählen zu den klassischen Symptomen bei der Rauchentwöhnung. Die Akupunktur lindert Anzeichen von innerem Stress generell mit einer ausgleichenden Stimulation der Nervenbahnen, weshalb auch die Nebenwirkungen des Entzugs deutlich geringer ausfallen sollen. Zumeist sind 5 bis 6 Behandlungen notwendig, um die gute Hilfestellung für den angehenden Nichtraucher zu bieten.

Die Akupunktur bietet somit bei der Rauchentwöhnung eine nachhaltige Hilfestellung, die jedoch von weiteren Aspekten begleitet werden muss, damit der Erfolg dauerhaft bleibt. Im Zeitraum des Rauchens hat sich der Körper an die vielfältigen Stoffe aus dem Tabak gewöhnt und soll nun künftig ohne diese Auskommen. Zumeist empfinden Raucher das Rauchen als Entspannung. Entsprechend ereignet sich das Rauchen im Rahmen von Stress und Hektik im Alltag, aber auch in der geselligen Runde mit Freunden und der Familie, feste Verhaltensmuster etabliert haben, in denen das Rauchen einen festen Platz einnimmt. 

Verhaltensmuster durchbrechen

Die klassischen Verhaltensmuster beim Rauchen müssen vom Raucher auf seinem Weg zum Nichtraucher unterbrochen werden. Auch mit der Unterstützung durch die Akupunktur zur Rauchentwöhnung ist ein hinterfragen des Rauchverhaltens wichtig, um gesündere Alternativen dem Rückfall entgegen zu setzen. Achten Sie darauf, keine neuen Verhaltensmuster zu entwickeln, die Ihnen schaden. Hierzu zählt beispielsweise der Austausch der Zigaretten gegen Süßwaren, die somit als Suchtmittelersatz genutzt würden. Bisweilen können sich künftige Nichtraucher auch nach der Akupunkturbehandlung mit Akupressur helfen, die über Druck an Akupressurpunkten eine ähnliche Stimulation der Nervenbahnen hervorruft.

Bei der Rauchentwöhnung kommen neben der Entgiftung und den Entzugserscheinungen der Motivation und Ausdauer eine wichtige Rolle zu. Bedenken Sie, dass die notwendige Verhaltensänderung wenigstens sechs Wochen benötigt, um zu einem natürlichen Alltagsverhalten zu werden, die mit einem rauchfreien Leben einhergeht.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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