Pfunde verlieren – Mal anders

Endlich rückt der Frühling in greifbare Nähe!

Wie jedes Jahr wünschen wir uns alle, dass ein paar kleine Pfunde, die sich in den kalten Tagen angesammelt haben, wie von Zauberhand verschwinden. Außerdem sorgen die ersten warmen Sonnenstrahlen dafür, dass man seinem Körper einfach mal wieder etwas Gutes tun möchte. Die neuen Zauberwörter für einen Wohlfühlkörper nach Winterpause lauten „entgiften“ und „entschlacken“!

Statt nerviger Diäten und komplizierter Ernährungsformen haben schon einige Sportler und gesundheitsbewusste Menschen das intermittierende Fasten für sich entdeckt.

Was ist intermittierendes Fasten genau?

Streng genommen ist intermittierendes Fasten gar kein richtiges Fasten, sondern ein bestimmter Rhythmus, in dem man Essen zu sich nimmt – oder eben nicht.

Man soll zwar genauso schnell abnehmen, aber nicht an den üblichen Symptomen wie zum Beispiel das manchmal aufkommende Schwächegefühl leiden. Intermittierendes Fasten kann man darum gut auch im Berufsalltag durchführen.

Beim intermittierenden Fasten gibt es verschiedene Formen, zwischen denen man wählen kann. Entweder entscheidet man sich dafür, pro Tag über einen bestimmten Zeitraum zu fasten, oder man legt einzelne Fastentage fest, an denen man dann jedoch konstant auf Nahrung verzichtet.

Der Rhythmus von Essensaufnahme und Fastenzeit bzw. –tagen sollte also durchweg konstant bleiben.

Sollte die erste Variante gewählt werden, so ist darauf zu achten, dass man die tägliche Fastenzeit von ca. 16 Stunden einhält, damit der Körper genug Zeit hat, alle Lebensmittel zu verarbeiten und somit die Erholungs- und Entgiftungsphase für die Organe gewährleistet ist.

Das Prinzip ist ganz einfach und ebenso nachvollziehbar: Durch die heutige Wohlstandsgesellschaft sind wir es gewohnt, permanent genug Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben und diese jederzeit essen zu können. Und so nehmen wir ständig etwas zu uns – ein Zustand, den unser Körper aus Urzeiten gar nicht gewohnt ist. Denn dieses Nahrungsüberangebot gab es bekanntermaßen nicht immer. Der Körper befindet sich heutzutage in einem andauernden ungesunden Verarbeitungsprozess.

Warum tut das Fasten Ihrem Körper gut?

Natürlich ist es grundsätzlich sehr wichtig, dass man auch beim intermittierenden Fasten auf eine gesunde und bewusste Ernährungsweise achtet, die vor allem keinen industriell hergestellten Zucker enthält.

Beachtet man dies, so sollen eine Reihe von positiven Auswirkungen auf den Organismus erkennbar sein. Laut diverser Expertenmeinungen soll die Widerstandsfähigkeit der Körperzellen sich verbessern, da der Körper Regenerationszeiten hat. Diverse Studien haben gezeigt, dass man durch eingeschobene Fastenzeiten und geringere Kalorienaufnahme die Lebenserwartung sogar gesteigert werden kann.

Des weiteren erzielt man eine Entlastung des Magen/Darmtrakts, der sich nicht mehr in einem permanenten Verarbeitungsprozess befindet.

Der Körper kann sich somit auf Entgiftungsprozesse konzentrieren und auch überschüssige Pfunde abbauen.

Des weiteren kann aufgrund des Fastens dazu verholfen werden, Hungergefühle wieder von reinem Appetit zu unterscheiden.

Der Selbsttest – kleine Umstellung, große Wirkung!

Natürlich gebe ich mich nicht alleine mit der Theorie zufrieden, sondern habe das Fasten selbst ausprobiert. Ich entschied mich für Prinzip 16/8, was für mich am einfachsten umsetzbar schien und setzte mir das Ziel, über 4 Wochen durchzuhalten.

16 Stunden am Tag nichts zu essen klingt erst einmal nicht sonderlich außergewöhnlich. Wenn man allerdings berufstätig ist und zusätzlich fast jeden Tag Sport treibt, kann sich dieser Zeitraum doch ganz schön hinziehen.

Der Zeitraum des Essens sollte also gut durchdacht werden, da gerade zu Beginn, aufgrund des veränderten Rhythmus, schnell das Hungergefühl aufkommen kann. Trainingszeiten und die Arbeitszeit sollten also möglichst nicht oder nur teilweise in den Fastenzeitraum fallen. Hierzu gibt es ganz unterschiedliche Meinungen und Tipps. Ich habe festgestellt, dass ich mich am besten fühlte, wenn ich während meiner täglichen Arbeitszeit essen konnte und idealerweise noch bis kurz vor dem Training. Gerade bei intensivem Ausdauersport ist eine ausreichende Energiezufuhr ja essentiell.

Mein persönliches Ziel war es, neben der inneren Entgiftung und Entlastung der Organe, auch kleinere Fettdepots direkt unter der Haut abzubauen, damit die Muskeln definierter zum Vorschein kommen.

Mein Fazit nach 4 Wochen ist, dass ich dieses Ziel definitiv erreicht habe und mich damit sehr wohl fühle. Daher werde ich das intermittierende Fasten auch in Zukunft immer mal wiederholen.

Da man für diese Form des Fastens nicht besonders viel Vorbereitung braucht und man auch nicht komplett auf seine Lieblingsgerichte verzichten muss, kann der Ansatz für viele Menschen interessant sein, die ihrem Körper zwischendurch einfach mal etwas Gutes tun möchten! 

Profilbild von Julia Krake
Julia Krake

Julia Krake befasst sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Fitness, diversen Ernährungslehren, insbesondere der veganen Ernährung, und der Bedeutung von seelischer Ausgeglichenheit und Motivation. Basierend auf diesen Erkenntnissen hat sie den idealen Lifestyle für den modernen, gestressten Menschen entwickelt, den sie selbst seit Jahren erfolgreich umsetzt. Gemeinsam mit Corinna Slawitschka gründete sie Ende 2014 die Rethinker Community, um dieses Wissen zu teilen und zu erweitern.

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