Prostatakrebs vorbeugen: Wie Sie Risikofaktoren minimieren

Prostatakrebs ist der häufigste Tumor bei Männern in der westlichen Welt und wird mit steigendem Alter immer wahrscheinlicher. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um Prostatakrebs vorzubeugen oder zumindest das Risiko dafür zu senken.

Ejakulieren soll gegen Prostatakrebs helfen

Es gibt eine Studie der Harvard School of Public Health, die nahelegt, dass häufiges Ejakulieren das Risiko von Prostatakrebs senken kann. Einige Studienteilnehmer kamen dabei mehr als 20-mal pro Monat zum Höhepunkt – etwa 10 Prozent von ihnen erkrankten an einem Prostatatumor. Bei den Probanden mit nur 7 Orgasmen pro Monat waren es 13,3 Prozent.

Doch auch, wenn Studien vermuten lassen, dass häufige Orgasmen das Risiko für Prostatakrebs senken, gibt es keine Erklärung, warum das so ist. Eine mögliche Theorie besagt, dass dabei schädliche Stoffe ausgespült werden, die Krebs begünstigen, wenn sie sich in der Prostata anreichern. Wissenschaftlich gesichert ist diese Vermutung aber nicht.

Gesunde Ernährung: Asiatische und mediterrane Küche

Mit einer gesunden Ernährung können Sie Ihr Krebsrisiko senken und so nicht nur Prostatakrebs, sondern auch anderen Krebsarten vorbeugen.

Insbesondere die asiatische und mediterrane Küche sind geeignet, um das Krebsrisiko zu senken: Senföle in Kohl und Rüben verlangsamen die Teilung von Tumorzellen. Pflanzenhormone in Soja schützen vor hormonell bedingten Tumoren, zu denen auch der Prostatatumor zählt. Auch rotes Obst, Fisch und Olivenöl sollen dem Krebs vorbeugen.

Bewegung senkt das Krebsrisiko

45 bis 60 Minuten mäßige bis starke Bewegung pro Tag halten nicht nur fit und gesund, sondern senken auch noch das Risiko einer Krebserkrankung. Als mäßige Bewegung zählen Dinge wie:

Nordic Walking
• Gartenarbeit
• Golf
• Fahrrad fahren

Meiden Sie Alkohol und Zigaretten

Alkohol und Nikotin sind Zellgifte, die das Tumorwachstum begünstigen. Wenn Sie Ihr Krebsrisiko gering halten wollen, trinken Sie nicht mehr als ein paar Gläser Alkohol pro Woche und verzichten Sie auf das Rauchen am besten ganz – dann verringern Sie die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, erheblich. Außerdem sind Sie auch insgesamt leistungsfähiger.

Regelmäßige Untersuchungen

Trotz gesunder Lebensweise kann es sein, dass Sie einen Prostatatumor entwickeln, denn auch die genetische Veranlagung und das Alter sind Risikofaktoren. Wenn der Krebs aber früh erkannt wird, lässt er sich gut behandeln, ohne nennenswerte Probleme zu bereiten. Gehen Sie deshalb regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Urologen.

Für Männer ab 45 wird die Prostatakrebsvorsorge einmal im Jahr von der Krankenkasse bezahlt.

Ernährung und Bewegung können sich auch bei einem bereits vorhandenen Prostatakarzinom positiv auf die Entwicklung des Tumors auswirken – sie sind aber keinesfalls ein Ersatz für eine fachkundige Behandlung durch den Onkologen.