Ist ein Feuerlöscher im Haus und Auto Pflicht?

Ein kleiner Funke kann sich zu einem verheerenden Feuer ausbreiten. Ein Feuerlöscher kann hier Schlimmeres verhindern. Aber ist ein Feuerlöscher Pflicht in Auto und Haus? Nicht unbedingt. Lesen Sie hier, wann das Gesetz einen Feuerlöscher vorschreibt und welches Löschmittel dann das richtige ist.

Das richtige Löschmittel für den Brandherd

Ein Feuerlöscher kann im Falle eines Brandes nicht nur Besitz, sondern auch Menschenleben retten. Wichtig ist dabei jedoch, dass beim Ablöschen des Feuers das richtige Löschmittel zum Einsatz kommt. Hier unterscheidet man zwischen Fettbrandlöschern und Schaumbrandlöschern. Während Fettbrandlöscher gegen Feuer eingesetzt werden, die sich an erhitzten Ölen und Fetten entzünden, löschen Schaumbrandlöscher nahezu alle anderen Feuerursachen. Zum Löschen eines Fettbrandes ist ein Schaumbrandlöscher jedoch nicht geeignet. Im Gegenteil – er kann das Feuer sogar noch verstärken.
Da Fettbrände in der Regel beim Kochen in der Küche entstehen, sollten Sie Ihren Fettbrandlöscher auch hier aufbewahren. Nur so haben Sie ihn im Notfall schnell griffbereit und können den Brand bereits in der Entstehungsphase unter Kontrolle bringen. Den Schaumbrandlöscher montieren Sie am besten an einem gut zugänglichen Ort im Flur.

Feuerlöscher: Pflicht in Haus und Auto?

Obwohl der Feuerlöscher wertvolle Hilfe leisten kann, ist er in privaten Haushalten in Deutschland zurzeit nicht vorgeschrieben. Für Unternehmen gilt das nicht: In Büro- und anderen Arbeitsräumen ist das Vorhandensein von ausreichend Feuerlöschern Pflicht. Etwas anders sieht die Lage wiederum im Auto aus. Zwar müssen Sie in Deutschland nicht per Gesetz in Ihrem Auto einen Feuerlöscher mitführen. Überqueren Sie jedoch die Grenze zu anderen Staaten, kann sich die Gesetzeslage ganz schnell ändern. So sind in Island, Lettland, Griechenland, Serbien und Litauen Feuerlöscher Pflicht für Autofahrer.

Wartung und Pflege des Feuerlöschers

Feuerlöscher müssen regelmäßig gewartet werden, damit sie im Ernstfall zuverlässig ihren Job machen. In der Regel müssen sie im Zweijahresrhythmus von einem Feuerlöscherhersteller oder einem selbstständigen Prüfdienst auf Ihre Betriebsfähigkeit überprüft werden. Nach dem Check versehen die Experten den geprüften Feuerlöscher mit einer Prüfplakette. Auf dieser steht unter anderen, wann der nächste Prüftermin fällig ist. Mit der Abnahme des Feuerlöschers übernimmt der Prüfdienst auch die Gewährleistung dafür, dass der Feuerlöscher bis zum nächsten Prüftermin einsatzbereit ist. Trotzdem: Achten Sie Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe auch zwischen den Prüfterminen auf Mängel oder Beschädigungen wie fehlende Sicherungsstifte, Rostflecken, kaputte Plomben oder Risse in den Gummischläuchen. Stellen Sie Mängel fest, sollten Sie Ihren Feuerlöscher unbedingt vorzeitig zur Überprüfung geben oder sich gleich einen neuen anschaffen.