Silikonfugen erneuern: Erst entfernen, dann nachziehen

Im Laufe der Jahre müssen Sie in Ihrem Badezimmer womöglich die Silikonfugen erneuern, da diese porös und undicht werden oder schimmeln. Damit kein Wasser hinter Badewanne, Dusche und Co. dringt, sollten Sie ausgediente Fugen mithilfe dieser Anleitung ausbessern.

Schritt 1 – Alte Silikonfugen entfernen

Wenn Sie in Bad oder Küche die Silikonfugen erneuern möchten, müssen Sie zunächst die alten Fugen entfernen. Dafür verwenden Sie am besten einen Fugenkratzer. Gehen Sie damit zunächst von oben und dann von unten unter das Fugenmaterial und kratzen Sie die ausgedienten Silikonstränge ab. Anschließend können Sie mit einem kleinen Küchenmesser oder dem Cutter die letzten Rückstände lösen. Wichtig: Bevor Sie zu Werke gehen, schließen Sie den Abfluss von Badewanne, Dusche oder Waschbecken, damit das alte Silikon nicht ins Abwasser gelangt.

• Silikonfugen mit Fugenkratzer entfernen
• Silikonreste mit Messer oder Cutter lösen

Schritt 2 – Hartnäckige Silikonreste lösen

Sollten hartnäckige Silikonreste in den Fugen verbleiben, können Sie mithilfe von Silikonentferner aus dem Fachhandel nachhelfen. Diesen tragen Sie gemäß Herstellerangaben mit einem Pinsel oder dem Finger (unbedingt mit Handschuhen arbeiten!) gleichmäßig auf die entsprechenden Stellen auf, lassen ihn einwirken und entfernen schließlich alle Reste. Bevor Sie weiterarbeiten, warten Sie, bis alles trocken ist, und lüften den Raum gründlich.

• Hartnäckige Silikonreste gegebenenfalls mit Silikonentferner lösen
• Raum nach Anwendung von Silikonentferner lüften

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Schritt 3 – Kanten abkleben

Damit die Bereiche rund um die Fuge sauber bleiben, wenn Sie frisches Silikon auftragen, sollten Sie die Kanten über und unter der Fuge vorher gründlich mit Malerkrepp abkleben.

• Kanten um die Fuge mit Krepp abkleben

Schritt 4 – Silikonfugen erneuern

Montieren Sie dann die Silikonkartusche an einer dafür vorgesehenen Auspresspistole. Nun können Sie das Silikon erneuern, indem Sie die Dichtmasse gleichmäßig in die Fuge pressen. Arbeiten Sie sich langsam und in einem Rutsch an der Fuge entlang. Was die Fugenbreite betrifft, können Sie sich an der Breite der alten Fuge orientieren. Tipp: Rechnen Sie ein bis zwei Millimeter oben drauf, da Silikon im Laufe der Zeit leicht zusammenschrumpft.

• Mit Auspresspistole Silikonfuge nachziehen
• Ein bis zwei Millimeter dicker als die alte Fuge auftragen

Nur geübte Handwerker brauchen kein Malerkrepp für die Ränder.

Schritt 5 – Fugen glätten

Nun glätten Sie die Fugen mithilfe eines Fugenglätters. Achten Sie auf die angegebene Verarbeitungszeit auf der Verpackung der Silikonmasse. Meist sollten nicht mehr als fünf bis zehn Minuten zwischen Auftragen und Glätten vergehen. Tipp: Ein spezielles Glättmittel aus dem Fachhandel hilft Ihnen dabei, glatte Fugen zu erhalten. Dieses tragen Sie gemäß Herstellerangaben vor dem Glattziehen auf.

• Fugen mit Fugenglätter glätten
• Gegebenenfalls Glättmittel auftragen

Silikonfugen sollten Sie gründlich mit einem Fugenglätter glätten.

Schritt 6 – Ränder säubern

Fast geschafft! Jetzt müssen Sie nur noch das Malerkrepp entfernen und mögliche Silikonreste mit einem Cutter oder einem Putzschwamm vorsichtig entfernen. Es dauert in der Regel 24 Stunden, bis die neuen Silikonfugen mit Wasser in Berührung kommen dürfen.

• Malerkrepp entfernen und Silikonreste entfernen
• Dichtmasse 24 Stunden ruhen lassen

Im Video sehen Sie anschaulich, wie Sie Silikonfugen entfernen und erneuern (am Beispiel einer Küchenzeile):