Schüßler-Salze gegen Erkältung: Nutzen und richtige Anwendung

Unter Umständen können Schüßler-Salze gegen Erkältung helfen, sofern es sich um einen harmlosen grippalen Infekt handelt. Zudem können Sie mit den Salzen Ihr Immunsystem stärken, sodass Sie weniger anfällig für Erkältungen werden oder diese im Falle einer Infektion milder ausfallen.

Welche Schüßler-Salze gegen Erkältung helfen können

Zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung gegen Erkältungen werden die Schüßler-Salze Nummer 3 (Ferrum phosphoricum), Nummer 6 (Kalium sulfuricum) sowie Nummer 7 (Magnesium phosphoricum) empfohlen. Ist es bereits zu spät und Sie haben sich mit einem grippalen Infekt angesteckt, helfen ebenfalls die Nummern 3 und 6 der Schüßler-Salze gegen Erkältung. Außerdem können Sie noch die Nummer 4 (Kalium chloratum), Nummer 5 (Kalium phosphoricum) und Nummer 10 (Natrium sulfuricum) einnehmen.

So wirken Schüßler-Salze gegen Erkältung

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler ging davon aus, dass sich jede Krankheit auf einen Mangel bestimmter Mineralstoffe zurückführen ließe. Daher entwickelte er insgesamt zwölf Salze, die den jeweiligen Mangelzustand ausgleichen sollen. Da jedoch die reinen Mineralsalze nicht richtig vom Körper aufgenommen werden und sogar schädlich sein können, verdünnte er die Wirkstoffe. Diese Verdünnung nennt sich Potenz und wird bei Schüßler-Salzen in D3, D6 und D12 angegeben. Bei D3 wird das Salz im Verhältnis 1 zu 100 verdünnt, bei D6 beträgt die Verdünnung 1 zu 100.000 und bei D12 wird der Stoff im Verhältnis von 1 zu 100.000.000.000 verdünnt. Die meisten Schüßler-Salze gegen Erkältung werden in der Potenz D6 angeboten, nur Nummer 3 (Ferrum phosphoricum) nehmen Sie in der Potenz D12 ein.

Damit die Schüßler-Salze wirken können, dürfen die Tabletten, Globuli oder Tropfen nicht einfach heruntergeschluckt werden. Lassen Sie sie langsam im Mund zergehen, sodass die Mineralsalze über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Auf diese Weise, so die Theorie Schüßlers, gelangen die Wirkstoffe genau an die Stellen des Körpers, wo sie für eine gesunde Funktion des Organismus fehlen, gleichen den Mangel aus und sorgen dafür, dass der Körper die Krankheit bekämpfen kann. Es werden sozusagen die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt, anstatt einzelne Symptome gezielt zu bekämpfen.

Dosierung und Einnahme der Schüßler-Salze

Sie können die Schüßler-Salze gegen Erkältung entweder einzeln oder in Kombination einnehmen. Die-Salze gibt es in Tablettenform, aber auch als Globuli oder Tropfen. Die Tabletten sind allerdings nicht für Menschen geeignet, die unter Laktoseintoleranz leiden, da sie mit Milchzucker (Laktose) hergestellt werden. Je fünf Globuli oder fünf Tropfen ersetzen die Dosis für eine Tablette. Lassen Sie von jedem Schüßler-Salz, das Sie nehmen möchten, jeweils eine Tablette dreimal täglich im Mund zergehen. Über die für Sie beste Kombination lassen Sie sich am besten von Ihrem Heilpraktiker beraten.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Manche Menschen, die auf Schüßler-Salze gegen Erkältung schwören, empfehlen die Anwendung auch für Babys. Allerdings ist das Immunsystem von Säuglingen noch so empfindlich, dass Sie in diesem Fall mit dem Patienten besser zum Arzt gehen sollten. Gleiches gilt für Personen, die aus anderen Gründen an einer grundsätzlichen Immunschwäche leiden, zum Beispiel Senioren oder chronisch Kranke. Gesunde Menschen mit einem normalen Immunsystem können mit Schüßler-Salzen hingegen nicht viel falsch machen.

Bemerken Sie jedoch, dass die Symptome trotz Behandlung mit Schüßler-Salzen auch nach drei Tagen nicht besser geworden sind oder sich sogar verschlimmert haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass zur Erkältung, die durch Viren ausgelöst wird, noch eine bakterielle Infektion hinzukommt und für Komplikationen bis hin zu einer Lungenentzündung führt. Eine verschleppte Erkältung, die nicht richtig auskuriert wurde, kann zudem zu Herzproblemen führen. Eine bakterielle Infektion lässt sich mit Antibiotika gut behandeln. Gehen Sie außerdem vorsichtshalber zum Arzt, wenn Sie hohes Fieber ab 39 Grad Celsius bei sich messen.