Tiere in Not: Mit PETAs Tipps wird jeder zum Anwalt für Hund, Katze und Co.
© zLaci/Thinkstock 2016
(309)

Tiere in Not: Mit PETAs Tipps wird jeder zum Anwalt für Hund, Katze und Co.

Hinsehen statt weggucken: Der Nachbar hält seinen Hund an der Kette oder seine Vögel in engen Käfigen, die kranke Katze wird nicht tierärztlich versorgt oder die Pferde müssen in den eigenen Exkrementen stehen – oft werden Tiere in unserer direkten Umgebung nicht artgerecht gehalten, vernachlässigt oder gar böswillig misshandelt. Jennifer Kuret, Koordinatorin für Missstandsmeldungen bei der Tierrechtsorganisation PETA, gibt wichtige Tipps, wie jeder zu einem Anwalt für Tiere werden kann.

„Es ist wichtig, dass Menschen, die Tierquälereien beobachten, sich für die Opfer einsetzen“, so Jennifer Kuret. „Denn Tierquälerei stellt einen Straftatbestand dar, der gemäß Tierschutzgesetz mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden kann.“

Tierquälerei beobachtet? Das kann jeder tun:

  • Reden ist Gold, Schweigen Silber: Zeugen von Missständen können betreffende Tierhalter zunächst persönlich ansprechen und sachlich über die von ihnen festgestellten Probleme informieren. Möglichweise kann bereits ein konstruktives Gespräch eine Verbesserung erwirken.
  • Wann, wo und wie findet Tierquälerei statt? Fotos und/oder Videos sowie ein Protokoll können Behörden dazu veranlassen, einzugreifen. Tierfreunde können auch weitere Zeugen suchen und sich mit ihnen gemeinsam für die Tiere einsetzen.
  • Der Fall sollte dem Veterinäramt gemeldet werden, das die Tierhaltung kontrolliert und gegebenenfalls Auflagen erteilt. Adressen und Telefonnummern der in der Stadt oder im Landkreis für Tierschutz zuständigen Ämter gibt es zum Beispiel im Internet.
  • Gefahr im Verzug: Ist das Leben eines Tieres akut bedroht, muss die Polizei informiert werden.
  • Scheitern alle eigenen Bemühungen, das Leben misshandelter Tiere zu verbessern, steht PETA vertrauensvoll als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Im Dialog mit den Behörden konnte die Tierrechtsorganisation bereits vielen Tieren helfen.

Wichtig ist es, hartnäckig zu bleiben. Wenn ein Fall von Tierquälerei gemeldet wurde, empfiehlt es sich beim Amt nachzuhaken. Wenn unklar ist, ob es sich bei einer Tierhaltung um einen Tierschutzfall handelt, können folgende Links weiterhelfen:

Weitere Informationen



PETA.de/Erfolge

Profilbild von PETA Deutschland e.V.
Autor/-in
PETA Deutschland e.V.

PETA Deutschland e.V. wurde Ende 1993 gegründet und ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über fünf Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. Weitere Schwesterorganisationen arbeiten in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Australien, Indien und Hongkong. Die Organisationen wurden gegründet, um Politiker und die Öffentlichkeit über die anhaltende, weitverbreitete und nicht zu akzeptierende Tierquälerei aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, dass Tiere einen naturgegebenen Anspruch darauf haben, mit Respekt und Achtung behandelt zu werden. PETA handelt nach dem einfachen Prinzip, dass wir Menschen nicht das Recht haben, Tiere in irgendeiner Form auszubeuten, zu misshandeln oder zu verwerten.

Wie finden Sie diesen Artikel?