Schufa-Auskunft: Kostenlos eine Datenübersicht anfordern
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Schufa-Auskunft: Kostenlos eine Datenübersicht anfordern

Welche Informationen hat die Schufa über Sie gesammelt? Das verrät Ihnen die Schufa-Selbstauskunft. Diese Datenkopie erhalten Sie auf Wunsch kostenlos. So gehen Sie dafür vor.

Wer Daten über Sie speichert, muss Ihnen auf Wunsch Auskunft erteilen, über welche Informationen er verfügt. Das gilt für Unternehmen, aber auch für die Schufa. Die gesetzliche Grundlage dafür ist Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, manchmal auch DS-GVO abgekürzt), die seit Mai 2018 in Kraft getreten ist.

Der Gesetzgeber schreibt vor: Jederzeit und kostenlos

Die Schufa nennt diese Selbstauskunft “Datenkopie”. Sie zeigt

  • alle Daten, die die Schufa über Sie gespeichert hat.
  • Ihren Schufa-Score.
  • woher die Daten stammen.
  • zu welchem Zweck diese Daten gespeichert sind.
  • wer diese Daten angefordert hat.

Vor Inkrafttreten der DSGVO bekamen die Bürger die Selbstauskunft auf Anfrage lediglich einmal im Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Limitierung ist nicht mehr zulässig. Mittlerweile können Sie jederzeit, auch mehrmals im Jahr, einen Antrag auf eine kostenlose Schufa-Datenkopie stellen. Allerdings gibt es Einschränkungen: Laut Artikel 12 DSGVO dürfen Schufa und Co. ein Entgelt verlangen, wenn die Anfragen offensichtlich unbegründet sind oder exzessiv auftreten.

Ebenfalls neu: Bis zum Inkrafttreten der DSGVO bekamen Sie die Datenkopie ausschließlich per Post. Das ist im Prinzip so geblieben. Allerdings verlangt die DSGVO auch die Bereitstellung der Informationen in einem "gängigen elektronischen Format” (also zum Beispiel ein PDF), sofern die betroffene Person den Antrag ebenfalls elektronisch (also online) stellt und nichts anderes angibt. Die Schufa gibt deshalb in der gedruckten Selbstauskunft einen Link mit individuellem Zugangscode an, über den Sie die elektronische Version herunterladen können. Übrigens: Eine Selbstauskunft anzufordern hat keinerlei Auswirkungen auf Ihren Schufa-Score.

Die Schufa-Selbstauskunft bekommen Sie grundsätzlich per Post – mit Link zu einer digitalen Version. 

Die Schufa-Selbstauskunft bekommen Sie grundsätzlich per Post – mit Link zu einer digitalen Version. 

Schritt für Schritt zur kostenlosen Schufa-Auskunft

Die Selbstauskunft erhalten Sie direkt bei der Schufa. Am einfachsten beantragen Sie die Datenkopie online. Dafür gehen Sie wie folgt vor:

  • Öffnen Sie die Webseite www.meineschufa.de.
  • Klicken oder tippen Sie auf der Startseite zunächst auf den Button "Auskünfte”.
  • Wählen Sie auf der folgenden Seite im Menü oben die Option "Produkte” und gehen Sie anschließend auf "Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)”.
  • Die Schufa zeigt Ihnen links neben der kostenlosen Version auch die kostenpflichtige Option "meineSCHUFA kompakt”. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich den "Jetzt bestellen”-Button in der Spalte "Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)” wählen.
  • Füllen Sie das Antragsformular aus, das sich daraufhin öffnet.>
  • Zusätzlich können Sie darin eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses inklusive Meldebescheinigung hochladen, um Ihre Identität zu verifizieren.
  • Klicken Sie am Ende der Seite auf "Weiter”, überprüfen Sie auf der folgenden Seite Ihre Angaben und senden Sie den Antrag ab.

Ihre Schufa-Selbstauskunft erhalten Sie dann nach etwa 1-4 Wochen.

Zur Weitergabe an Immobilienmakler und potenzielle Vermieter ist eine kostenpflichtige Version der Schufa-Selbstauskunft besser geeignet. 

Zur Weitergabe an Immobilienmakler und potenzielle Vermieter ist eine kostenpflichtige Version der Schufa-Selbstauskunft besser geeignet. 

Wann eine kostenpflichtige Schufa-Auskunft vorteilhaft ist

Neben der kostenfreien Datenkopie bietet die Schufa mehrere kostenpflichtige Modelle an. Dazu gehören Abonnement-Modelle, bei denen Sie online Ihren tagesaktuellen Stand abrufen können, aber auch die sogenannte Schufa-BonitätsAuskunft. Letztere umfasst eine ausführliche Auflistung aller Einträge über Sie, eine Auskunft über den Scorewert sowie ein Dokument, das sich nur auf eine Aussage über Ihre finanzielle Zuverlässigkeit beschränkt. Dieses Dokument ist besonders geeignet bei Mietgesuchen. Denn damit belegen Sie dem potenziellen Vermieter Ihre Bonität, ohne weitere persönliche Daten preiszugeben.

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