Dem Glück auf der Spur: Macht Geld uns happy?
© g-stockstudio/Thinkstock 2016
(0)

Dem Glück auf der Spur: Macht Geld uns happy?

Den Zusammenhang zwischen Glück und Geld haben schon viele Wissenschaftler untersucht – für den Einzelnen und für ganze Nationen. Jetzt hat Harvard-Professor Robert Waldinger mehrere Langzeitstudien ausgewertet und die Ergebnisse interpretiert. Seine Erkenntnis: Es gibt einen Faktor, der fürs Glück wichtiger ist als Geld.

Langzeitstudie ermittelt Glücks-Faktor Nummer eins

Über 75 Jahre hinweg haben Forscher der Harvard-Universität bei Boston, Männer von der Teenagerzeit bis ins hohe Alter begleitet, sie immer wieder über ihr Leben befragt und ihre Gesundheit untersucht. Mit dieser Studie können die Wissenschaftler belegen, was ein glückliches Leben ausmacht – Geld und Vermögen sind es jedenfalls nicht.

Am wichtigsten sind stattdessen soziale Beziehungen. Wer Freundschaften pflegt, sich in Gemeinschaften eingebunden fühlt und sich um seine Familie kümmert, hat weniger gesundheitliche Probleme, kommt besser mit Krankheiten und Schmerzen zurecht und lebt länger. Menschen, die unter Einsamkeit leiden, haben dagegen im Allgemeinen eine schlechtere Verfassung und eine kürzere Lebenserwartung.

Harmonische Partnerschaft wichtig für die Gesundheit

Es ist nicht die Anzahl der Beziehungen, die glücklich macht, sondern die Qualität. Eine konfliktreiche Beziehung kann sogar der Gesundheit schaden. Wichtig ist, dass sich der Einzelne in der Beziehung aufgehoben und verstanden fühlt – eine harmonische Partnerschaft trägt zu einem langen Leben bei.

Eine weitere Erkenntnis der Glücks-Forscher um Professor Waldinger: Eine gute Ehe hat sogar positive Auswirkungen aufs Gehirn! Gedächtnis und Leistungskraft bleiben demnach besonders lange erhalten, wenn man in einer stabilen, ausgefüllten Ehe oder Partnerschaft lebt. Insgesamt liefert die Studie der Harvard-Uni Gründe genug, in gute Freundschaften und Beziehungen zu investieren.

Wie finden Sie diesen Artikel?