Das P-Konto schützt vor Kontopfändung
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Das P-Konto schützt vor Kontopfändung

Ohne Girokonto geht so gut wie nichts im Geldverkehr. Damit Bürgern in wirtschaftlich schwierigen Lagen durch Pfändungen nicht die Existenzgrundlage entzogen wird, hat der Gesetzgeber das sogenannte Pfändungsschutzkonto entwickelt – kurz P-Konto. Nach Umwandlung des Girokontos in ein P-Konto ist ein monatlicher Grundbetrag in Höhe von mindestens 1.073,88 Euro vor Pfändungen sicher. Mit diesem Guthaben kann der Schuldner während eines Monats seinen Lebensunterhalt bestreiten, beispielsweise Miete und Strom begleichen. Woher das Guthaben auf dem P-Konto stammt, ob aus einem Angestelltenverhältnis, aus selbstständiger Tätigkeit oder aus Sozialleistungen: Das spielt keine Rolle:

Wer eine Familie versorgt, hat höhere Freibeträge: Sie belaufen sich auf monatlich 404,16 Euro für die erste Person sowie weitere 225,17 Euro für die jeweils zweite bis fünfte Person. Das Kindergeld und andere bestimmte soziale Leistungen sind zusätzlich geschützt und von einer Pfändung ausgeschlossen.

Girokonto in P-Konto umwandeln

Das P-Konto ermöglicht Geldverkehr in Form von Lastschriften, Daueraufträgen, Überweisungen und Barabhebungen. Dafür muss der Kontoinhaber zuvor selbst aktiv werden: Entweder lässt man ein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umwandeln oder richtet ein neues Konto gleich als P-Konto ein. Der Kunde kann von seiner Bank oder Sparkasse die Umwandlung des Girokontos in ein P-Konto verlangen. Zwar gibt es auf die Eröffnung eines neuen Girokontos als P-Konto keinen gesetzlichen Anspruch. In der Regel aber wird dem Antrag stattgegeben, da sich Banken und Sparkassen dazu verpflichtet haben, grundsätzlich allen Kunden ein Guthabenkonto zur Verfügung zu stellen – das „Jedermann-Konto“. Dieses wird anschließend in ein P-Konto umgewandelt.

Was kostet das P-Konto?

Für Einrichtung des P-Kontos beziehungsweise die Umwandlung des Girokontos darf die Bank oder Sparkasse keine zusätzliche Gebühr verlangen. Allerdings sind Kontoführungsgebühren zulässig, solange diese die Gebühren für ein reguläres Girokonto nicht überschreiten.

 

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