Auf Nummer sicher: Onlinebanking mit Chip-TAN und mTAN
© Pinkypills/Thinkstock 2016
(0)

Auf Nummer sicher: Onlinebanking mit Chip-TAN und mTAN

Der Gang zum Bankschalter ist für viele Kunden mittlerweile zur Seltenheit geworden. Eine Überweisung lässt sich schließlich bequem am Computer zu Hause tätigen. Doch im Internet lauern Gefahren, in erster Linie Phishing-Mails, die mit einem Trojaner im Huckepack kommen. Damit Bankkunden nicht in die Falle von Kriminellen tappen, bieten die Geldhäuser sogenannte Authentifizierungsverfahren an. Wir erklären den Unterschied zwischen den beiden Sicherheitstechniken Chip-TAN und mTAN.

Für jede Onlinebanking-Transaktion eine eigene TAN

TAN steht für Transaktionsnummer. Sie kann immer nur einmal für einen Banking-Vorgang verwendet werden, danach verliert sie ihre Gültigkeit. Früher lagen die Nummern dem Bankkunden in Form einer TAN-Liste vor. Geriet diese in falsche Hände, konnten Betrüger die TAN-Nummern für ihre Zwecke missbrauchen. Abhilfe schaffen die Sicherheitsverfahren Chip-TAN und mTAN.

Chip-TAN und mTAN im Vergleich

Für das weitverbreitete Chip-TAN-Verfahren benötigt man ein elektronisches Gerät, den TAN-Generator. Das ist ein kleines Kartenlesegerät mit einem Display und einem Ziffernfeld. Erhältlich ist es in jeder Bankfiliale für etwa zehn Euro. Hinein kommt die EC-Karte. Im Zuge der Online-Überweisung erscheint auf dem Computer-Bildschirm eine flackernde Grafik. Der TAN-Generator wird daraufhin für ein paar Sekunden an den Bildschirm gehalten. Auf dem Display erscheinen die Kontonummer des Empfängers sowie der Überweisungsbetrag. Stimmen die Daten überein, muss die ebenfalls angezeigte TAN am PC eingegeben werden. Eine sehr sichere Vorgehensweise, da ein unabhängiges Gerät benötigt wird und Kriminelle für einen Betrug Zugriff auf Ihre Bankkarte bräuchten.

Neuer und unkomplizierter ist das mTAN-Verfahren. Hierfür benötigen Sie lediglich ein Smartphone. Auf Ihre Anforderung hin wird eine einmalig gültige TAN per SMS auf Ihr Mobiltelefon geschickt, die Sie wiederum am Rechner online eingeben müssen. Keinesfalls dürfen Sie die Bankgeschäfte auf dem Smartphone tätigen, auf das die SMS mit der TAN geschickt wird. Sollte ein Schaden entstehen, haftet Ihre Bank nicht für den Schaden! Außerdem sollte das internettaugliche Mobiltelefon nicht mit dem Computer verbunden sein. Schadhafte Programme könnten sonst vom Computer auf das Smartphone zugreifen und die Daten missbrauchen. Der Nachteil im Vergleich zum Chip-TAN: Kriminelle haben es ein wenig leichter. Wird ihr Smartphone von einem Betrüger gestohlen, der daraufhin ihren Onlinebanking-Zugang knackt, hat er leichtes Spiel – und Sie ein geplündertes Konto.

Wie finden Sie diesen Artikel?