Richtig heizen •

Richtig heizen: So sorgen Sie für eine optimale Raumluft

Um die gewünschten Temperaturen zu erreichen, müssen Sie die Heizung richtig einstellen. Bei digitalen Thermostaten ist das ein Kinderspiel, da die Zieltemperatur hier angezeigt wird. Aber auch mit herkömmlichen Heizreglern können Sie den Wärmegrad relativ genau justieren. Denn was viele gar nicht wissen: Die Zahlen, Striche und Zeichen auf den Drehreglern stehen für bestimmte Temperaturen. Welche das sind, erklärt Ihnen der Ratgeber „Heizung einstellen: Tipps für die richtige Temperatur bei Tag und Nacht“.

Nicht nur Temperaturen entscheiden über gute Raumluft

Für eine optimale Raumluft gilt es, neben der gewünschten Temperatur, auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität im Auge zu behalten. Beachten Sie folgende Tipps zum richtigen Heizen und Lüften:

  • Stellen Sie die Heizkörper weder mit Möbeln zu noch verdecken Sie sie durch Vorhänge, sonst verteilt sich die erwärmte Luft nicht gleichmäßig.
  • Schließen Sie nachts die Rollläden und Vorhänge vor den Fenstern, so bleibt der Wärmeverlust in den kalten Monaten gering.
  • Lüften Sie regelmäßig für fünf Minuten mit offenen Fenstern, auch wenn es draußen kalt ist. Das verringert die Luftfeuchtigkeit, beugt Schimmelbildung vor und erhöht die Luftqualität.
  • In Kaminen und Kachelöfen heizen Sie richtig mit trockenem und abgelagertem Holz. Öffnen Sie die Ofentür erst, wenn das Holz rot glühend verbrannt ist und achten Sie auf einen möglichst geringen Ausstoß von Staub. Denn solche Öfen emittieren Stoffe, die gesundheitsgefährdend sein können.

Gesund wohnen mit der Wohlfühltemperatur

Wer richtig heizt, steigert sein Wohlbefinden. Denn in der eigenen Wohnung zu frösteln oder etwa beim Schlafen zu schwitzen, ist der Gesundheit nicht zuträglich. Um sich in den verschiedenen Räumen wohl zu fühlen, sollten folgende Temperaturen angepeilt werden, die das Bundesumweltamt empfiehlt:

  • Wohnzimmer: 20 bis 23 Grad
  • Badezimmer: 20 bis 23 Grad
  • Schlafzimmer: 17 bis 20 Grad
  • Küche: 18 bis 20 Grad
  • Flur: 15 bis 18 Grad

Diese Temperaturen können Sie natürlich nach Ihren persönlichen Vorlieben anpassen. Bedenken Sie: Schon wenige Grad machen im Energieverbrauch einen gewichtigen Unterschied aus. Kälter als 15 Grad sollte es jedoch nirgendwo sein, denn dann steigt das Risiko für Schimmelbildung stark an.

Nachtabsenkung nutzen für effizientes Heizen

Nachts können die Temperaturen in allen Räumen mit Ausnahme des Schlafzimmers um bis zu drei Grad gedrosselt werden, da sich dann in der Regel niemand mehr woanders aufhält. Möglich wird die sogenannte Nachtabsenkung entweder durch die Programmierung der Heizungsanlage oder das manuelle Herunterregeln der Thermostate. Ob das wirklich Energie spart, da verhältnismäßig viel Energie zum Wiederaufwärmen verwendet werden muss, hängt von der Witterung und der Dämmung des Gebäudes ab.

Näheres zu diesem Thema erfahren Sie im Ratgeber „Nachtabsenkung Heizung: Warum und wie funktioniert sie?“. Bei welcher Witterung die Heizung generell anspringen sollte und ab welcher Temperatur Sie unbedingt heizen sollten, ist ausführlich im Ratgeber „Ab wann heizen: Bei diesen Außentemperaturen ist es ratsam" beschrieben.

Nicht zu heiß, nicht zu kalt – so fühlen Sie sich in den eigenen vier Wänden wohl.

Um die gewünschten Temperaturen zu erreichen, müssen Sie die Heizung richtig einstellen. Bei digitalen Thermostaten ist das ein Kinderspiel, da die Zieltemperatur hier angezeigt wird. Aber auch mit herkömmlichen Heizreglern können Sie den Wärmegrad relativ genau justieren. Denn was viele gar nicht wissen: Die Zahlen, Striche und Zeichen auf den Drehreglern stehen für bestimmte Temperaturen. Welche das sind, erklärt Ihnen der Ratgeber „Heizung einstellen: Tipps für die richtige Temperatur bei Tag und Nacht“.

Heizkosten berechnen und vergleichen

Neben dem gesteigerten Wohlbefinden können Sie durch richtiges Heizen auch viel Geld sparen. Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen verbraucht die Erwärmung. Um zu überprüfen, wie hoch Ihr Einsparpotenzial ist, sollten Sie zunächst Ihren Energieverbrauch ermitteln und mit den Durchschnittswerten für Ihre Haushaltsgröße abgleichen. Richtige Sparfüchse können auch versuchen, mit Kerzen zu heizen. Denn diese sorgen nicht nur für eine heimelige Atmosphäre, sondern strahlen auch Wärme ab. 

Halten Sie Ihre Heizung in Schuss!

Damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt und die Heizung ihre Arbeit möglichst energieeffizient verrichtet, sollten Sie den Zustand der Heizkörper regelmäßig überprüfen. Einmal pro Jahr empfiehlt es sich, diese zu entlüften. Mitunter auch öfter, sofern Sie merken, dass Teile der Heizung nicht warm werden.

Ein hydraulischer Abgleich der Heizung ist hingegen in der Regel nur einmal vonnöten. Sie sollten sich allerdings damit beschäftigen, denn dabei handelt es sich um einen wichtigen und effektiven Schritt hin zu einer niedrigeren Heizkostenabrechnung. 

Mit dem richtigen Werkzeug können Sie Ihre Heizkörper leicht selbst entlüften.

Heizkosten absetzen und Miete kürzen bei Defekten

Das Gesetz hält weitere Möglichkeiten parat, beim Thema Heizen Geld zu sparen. Auch wenn Sie die reinen Heizkosten in der Regel nicht von der Steuer absetzen können, dürfen Sie Ausgaben für die Heizung anteilig beim Finanzamt geltend machen. 

Sollte Ihre Heizung als Mieter in den kalten Monaten mehrere Tage oder länger ausfallen, haben Sie in der Regel ein Recht auf Mietminderung. Wie hoch diese ausfällt und was Sie beachten müssen, um die Miete kürzen zu dürfen, finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber.

Überprüfen Sie Ihre Heizkostenabrechnung, manchmal schleichen sich Fehler ein.

Heizkostenabrechnung überprüfen und Heizung ablesen

Achten Sie zudem darauf, ob Ihre jährliche Heizkostenabrechnung schlüssig ist und die Werte nicht deutlich vom Vorjahr abweichen. 

Eine Möglichkeit zur Kontrolle besteht in der Selbstablesung der Heizung. Doch in vielen Haushalten reicht das nicht aus – der Vermieter erwartet, dass Sie einem Heizungsableser Zugang zur Wohnung verschaffen. 

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