Regenwasser sammeln: So klappt's mit der Regentonne
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Regenwasser sammeln: So klappt's mit der Regentonne

Wenn Sie Regenwasser sammeln wollen, ist die einfachste Methode eine Regentonne. Doch auch bei dieser simplen Variante sollten Sie einige Tipps berücksichtigen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wie Sie mit der Regentonne Regenwasser sammeln können

Regentonnen sind in den verschiedensten Größen erhältlich – sowohl ein kleiner Garten als auch ein großes Grundstück können davon profitieren. Es gibt sie aber längst nicht mehr nur aus dunkelgrünem Kunststoff – heutzutage sind auch Modelle aus Holz oder in Steinoptik erhältlich. Je nachdem, wie stilbewusst Sie Regenwasser sammeln wollen, bekommen Sie auch Regentonnen in Form von antiken Amphoren, Märchenbrunnen oder Granitsäulen. Eine große Auswahl finden Sie in den Baumärkten in Ihrer Nähe, die Sie direkt unter diesem Text finden.

Für alle Modelle gelten dieselben Voraussetzungen, wenn Sie erfolgreich Regenwasser sammeln wollen: Setzen Sie auf Regentonnen aus UV- und witterungsbeständigem Material, damit die Behälter sowohl heiße Sommer als auch eiskalte Winter überstehen. Nutzen Sie immer einen Deckel. Damit wird zum einen das Eindringen von Schmutz verhindert, zum anderen dem Wasserverlust durch Verdunstung vorgebeugt. Sorgen Sie außerdem für einen stabilen Stand der Regentonne – insbesondere, wenn sie leer ist, kann die Tonne bei Wind sonst leicht umkippen. Wählen Sie einen möglichst sonnengeschützten Standort. Starke Sonneneinstrahlung lässt nicht nur gesammeltes Wasser verdunsten, sondern fördert auch die Bildung von Algen und Keimen. Denken Sie im Winter außerdem daran, insbesondere Kunststoffregentonnen möglichst komplett zu entleeren, damit sie nicht beschädigt werden, wenn das Wasser im Innern gefriert und sich ausbreitet.

Regentonne an das Fallrohr anschließen

Jede Regentonne braucht einen Anschluss an eine Dachrinne. Hierfür wird in der Regel das Fallrohr genutzt. Dieses können Sie mithilfe einer einfachen Klappe mit der Regentonne verbinden. Bei dieser Lösung müssen Sie allerdings selbst darauf achten, dass die Tonne an regenreichen Tagen nicht überläuft.

Das ersparen Sie sich, indem Sie das Fallrohr über einen sogenannten Regensammler an die Regentonne anschließen. Dabei wird direkt unterhalb des oberen Rands der Tonne ein flexibler Schlauch zwischen Fallrohr und Regentonne installiert, der herabfließendes Regenwasser in die Tonne ableitet. Außerdem enthält der Regensammler ein Sieb, das Verschmutzungen herausfiltert. Dank des Prinzips der “kommunizierenden Röhren” können Sie automatisch nur so viel Regenwasser sammeln, wie auch in die Tonne hineinpasst – sobald der Wasserstand die Höhe des Verbindungsschlauchs zwischen Regentonne und Fallrohr erreicht hat, fließt das Regenwasser nicht mehr in die Tonne, sondern über das Fallrohr in die Kanalisation.

WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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