Rasen vertikutieren: Im März mit der Rasenpflege beginnen
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Rasen vertikutieren: Im März mit der Rasenpflege beginnen

Wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren wollen, ist der März die richtige Zeit dafür. So bereiten Sie Ihre Grünfläche optimal auf den Sommer vor. Die richtige Vorbereitung und die korrekte Durchführung des Vertikutierens sind dabei besonders wichtig. Lesen Sie hier, was Sie bei der Rasenpflege beachten sollten.

Wann Sie Ihren Rasen vertikutieren sollten

Das Vertikutieren sorgt für eine bessere Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds. Deshalb ist es für professionelle Rasenflächen wie etwa in Sportstadien unerlässlich. Doch auch, wenn Sie im Garten zum Beispiel sehr lehmhaltigen Boden haben, der zu Staunässe neigt, kann es sinnvoll sein, wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren. Das sogenannte “Senkrechtschneiden” sorgt außerdem dafür, dass die Grasnarbe besser belüftet wird, da das Vertikutieren den Rasen von Moos, Rasenfilz und altem Schnittgut befreit. Machen Sie am besten den Test: Gehen Sie einmal locker mit einer Harke über Ihnen Rasen und prüfen Sie, ob Moos oder Filz daran hängen bleibt. Wenn ja, sollten Sie Ihren Rasen vertikutieren. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Grünfläche das Vertikutieren wirklich nötig hat, informieren Sie sich bei einem professionellen Gärtner in Ihrer Nähe. Ansprechpartner finden Sie direkt unter diesem Text.

Den Rasen auf das Vertikutieren vorbereiten

Bevor Sie zum Vertikutierer greifen, gönnen Sie Ihrer Grünfläche zur Vorbereitung die richtige Rasenpflege. Denn die Schnitte in die Grasnarbe sind eine Art “Verletzung” und müssen wieder heilen – das geht am besten, wenn das Gras gut im Wachstum steht und mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Deshalb empfiehlt es sich, den Rasen vor dem Vertikutieren einmal mit Frühjahrsdünger zu pflegen. Wann Sie den Dünger ausbringen sollten, verraten Ihnen die Narzissen. Wenn die Frühlingsblumen in voller Blüte stehen, ist auch Ihr Rasen bereit für die Frühjahrspflege. Nach der Düngung mähen Sie Ihren Rasen einmal ganz normal ab. Zwei Wochen nach diesem ersten Mähen stellen Sie Ihren Rasenmäher dann auf die niedrigste Schnitthöhe (zwei bis drei Zentimeter) und mähen erneut. Anschließend können Sie Ihren Rasen vertikutieren.

Richtig vertikutieren: So geht’s

Stellen Sie zunächst sicher, dass die Messer Ihres Vertikutierers scharf sind, damit Sie den Boden wirklich nur anritzen und ihn nicht einfach aufreißen – das wäre dann keine Rasenpflege mehr. Stellen Sie eine Schnitttiefe von zwei bis vier Millimetern ein. Mehr ist nur dann nötig, wenn Ihr Rasen extrem vermoost oder verfilzt ist. Bevor Sie Ihren Rasen vertikutieren, prüfen Sie, ob er trocken ist – sonst kann der Vertikutierer nicht richtig arbeiten. Legen Sie nun auf Ihrem Rasen ein feines Schachbrettmuster an, indem Sie einmal längs und einmal quer mit dem Vertikutierer über das Gras gehen. Achten Sie dabei vor allem auf zwei Dinge: Bleiben Sie nie zu lange auf einer Stelle, sondern bewegen Sie den Vertikutierer zügig über den Rasen, um die Grasnarbe nicht unnötig zu verletzen. Wenn Sie wenden, kippen Sie das Gerät kurz nach hinten, sodass die Messer in der Luft sind und ebenfalls keinen Schaden anrichten.

Die richtige Rasenpflege nach dem Vertikutieren

Erschrecken Sie nicht, wenn Ihre Grünfläche nach dieser Rasenpflege erst einmal einem Acker gleicht – das ist normal und wird sich bald wieder geben. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, ist die richtige Nachbearbeitung besonders wichtig. Zunächst müssen Sie Rasenfilz und Moos entfernen, das sich auf dem vertikutierten Boden angesammelt hat. Säen Sie dann neue Grassamen aus, insbesondere an den Stellen, die nun kahl sind. Anschließend verteilen Sie eine etwa zwei Zentimeter dicke Schicht Sand auf der kompletten Rasenfläche – das hält Unkraut in Schach, fördert die Bodenbelüftung und lässt Regenwasser schneller versickern. Damit die neuen Samen gut anwachsen, können Sie die Rasenfläche noch einmal düngen. Ansonsten sollten Sie die Fläche nun möglichst nicht mehr betreten, damit sich der Boden erholen kann. Es sei denn, es ist in der Folgezeit besonders trocken – in diesem Fall sollten Sie die Rasenfläche regelmäßig bewässern.

SM
Autor/-in
Simon Meyer
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