Porzellan bemalen: Tipps und Tricks für eigene Kunstwerke
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Porzellan bemalen: Tipps und Tricks für eigene Kunstwerke

Als Geschenk, als Wandschmuck, als neuer Look für altes Geschirr: Wenn Sie Porzellan bemalen, halten Sie schon bald ein ganz individuelles Stück Kunst in Ihren Händen. Doch wie kommen die Farben auf Teller, Tassen oder Schüsseln? Was muss man beachten? Hier erfahren Sie es.

Porzellan bemalen: Das brauchen Sie

Die gute Nachricht vorweg: Im Prinzip können Sie jedes Stück Porzellan bemalen, das Sie individuell gestalten und verschönern wollen. Denn die Farbe muss zwar bei rund 170 Grad im Ofen eingebrannt werden – aber das ist kein Problem für Porzellan, das in der Regel bei 1.000 Grad gebrannt wird. Achten Sie allerdings darauf, dass das Stück Ihrer Wahl keine Risse aufweist oder geklebt ist. Denn dann kann es im Ofen auseinanderbrechen.

Für die Farbe haben Sie zwei Möglichkeiten: Zum einen Porzellanmalstifte, die Sie auch mit sehr feinen Spitzen für detaillierte Zeichnungen bekommen. Es gibt sie deckend oder leicht transparent, mit Glittereffekten und in verschiedenen Farben – und sie sind besonders leicht zu handhaben. Am Ende muss das verschönerte Porzellangeschirr dann im Ofen gebrannt werden. Die Alternative sind Porzellanfarben, die mit dem Pinsel aufgetragen werden. Sie müssen häufig nicht gebrannt werden und eignen sich deshalb auch für gerissenes Geschirr.

Los geht’s: Auf Papier statt auf Porzellan

Als ersten Schritt reinigen Sie das Porzellan von allen Ablagerungen und Fettrückständen und reiben es anschließend gründlich trocken. Auf einem Papier zeichnen Sie dann das Motiv vor, mit dem Sie das Porzellan bemalen wollen. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit einem eleganten Schriftzug, zum Beispiel einem Namen oder einem Glückwunsch? Einem Herzen oder einem vierblättrigen Kleeblatt? Denken Sie auch daran, dass Sie mehrere Farben verwenden können, etwa für einen kunterbunten Look aus Punkten, Kreisen, Vierecken.

Aus der Zeichnung erstellen Sie dann eine Schablone, indem Sie den Schriftzug beziehungsweise die Symbole ausschneiden. Alternativ können Sie auch Kohlepapier verwenden und Ihre Vorlagen auf das Porzellan durchpausen. Dann sollten Sie allerdings nur dunkle Porzellanfarben verwenden, damit die Kohlestriche später nicht hervorscheinen.

 Einfache Formen oder Linien können Sie auch ohne Schablone auftragen. Als Grundlage eignet sich weißes Porzellan am besten.

Einfache Formen oder Linien können Sie auch ohne Schablone auftragen. Als Grundlage eignet sich weißes Porzellan am besten.

Das Finale: Porzellan bemalen und brennen

Die Schablone befestigen Sie mit Klebestreifen auf der gewünschten Position auf dem Porzellan und malen anschließend die freien Flächen aus. Haben Sie das Motiv durchgepaust, zeichnen Sie die Linien mit Farbe nach. Geht einmal etwas schief, ist das noch kein Grund zum Verzweifeln. Mit einem Lappen und etwas Äthanol können Sie das Malheur beheben. Vor dem Weitermalen sollten Sie das Porzellan dann aber mit Spülmittel reinigen und gründlich trocknen.

Je nach gewählter Farbe müssen Sie das bemalte Porzellan dann einfach trocknen lassen oder bei rund 170 Grad etwa eine halbe Stunde lang im Ofen brennen. Schon ist Ihr eigenes kleines Kunstwerk fertig. Und ein letzter Tipp: Reinigen Sie das verzierte Geschirr am besten per Hand, denn in der Spülmaschine können die Farben mit der Zeit verblassen.

S B
Autor/-in
Sarah Berger
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