Kurzzeitpflege: Für einen vorübergehenden Zeitraum
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Kurzzeitpflege: Für einen vorübergehenden Zeitraum

Wenn Menschen, die normalerweise Zuhause Wohnen über einen vorübergehenden Zeitraum professionelle Pflegeleistungen in Anspruch nehmen müssen, gehen sie in die sogenannte Kurzzeitpflege. Diese wird meist von diversen Pflegeeinrichtungen angeboten.

Was ist die Kurzzeitpflege?

Unter der Kurzzeitpflege ist eine Versorgung der Pflegebedürftigen über einen vorübergehenden Zeitraum zu verstehen. Hier kommen die Betroffenen in eine Pflegeeinrichtung, wenn sie für bestimmte Zeit nicht Zuhause gepflegt werden können. Die Gründe dafür sind meistens Krankheiten oder Unfälle, weshalb die Senioren kurzfristig eine vollstationäre Betreuung benötigen. 

Wer hat Anspruch auf die Kurzzeitpflege?

Anspruch auf die Kurzzeitpflege haben alle Senioren ab Pflegegrad 2 und jene, die durch plötzliche gesundheitliche Einschränkungen zeitweise einer stationären Pflege bedürfen. Rein rechtlich haben alle Personen ab Pflegegrad 2 einen Anspruch von acht Wochen Kurzzeitpflege im Jahr. Zwar haben Menschen ohne Pflegegrad auch Anspruch auf Kurzzeitpflege, allerdings nur im Falle einer plötzlichen Verhinderung wie Krankheiten oder Unfälle.

Vor-und Nachteile der Kurzzeitpflege

Vorteile

  • Entlastung der Angehörigen
  • Sichere Umgebung mit den Pflegebedürftigen 
  • Kein langfristiger Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung 

Nachteile

  • Stress für Betroffene durch den Tapetenwechsel
  • Eventuell hohe Kosten

Für wen ist die Kurzzeitpflege geeignet?

  • Pflegebedürftige, deren Angehörige durch Krankheit oder psychische Belastung gesundheitlich verhindert sind
  • Pflegebedürftige, deren Angehörige in den Urlaub fahren möchten
  • Senioren, die durch einen Unfall oder eine Krankheit fachmännische Pflege benötigen
  • Pflegebedürftige, die auf einen Platz im Pflegeheim warten

Die Kosten der Kurzzeitpflege

Die Kosten für die Kurzzeitpflege setzen sich wie bei einem Langzeitaufenthalt aus den Kosten für Pflegeleistungen, Unterkunft und Investitionskosten zusammen. Ab Pflegegrad 2 übernimmt die Pflegekasse einen Teil der entstehenden Kosten bis zu 1612 Euro. Kosten, die über den Betrag von 1612 Euro hinausgehen, müssen Betroffene oder Angehörige aus eigener Tasche zahlen. Sofern kein Pflegegrad besteht und eine Kurzzeitpflege trotzdem notwendig ist besteht die Möglichkeit einer Teilübernahme der Kosten seitens der Krankenkasse.

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