So bauen Sie Kräuter selbst an •

Kräuter überwintern: Thymian, Petersilie und Co. im Winter

Möchten Sie Ihre Kräuter überwintern, sollten Sie wissen, ob es sich bei Ihren Pflanzen um einjährige oder mehrjährige Kräuter handelt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Kräutergarten am besten durch die kalte Jahreszeit bringen.

Einjährige und mehrjährige Kräuter im Überblick

Bei Kräutern unterscheidet man zwischen den einjährigen und den mehrjährigen Pflanzen. Während Sie die einjährigen Kräuter jedes Jahr frisch aussäen müssen, können Sie mehrjährige Kräuter überwintern. Zu den einjährigen Kräutern zählen beispielsweise:

  • Kapuzinerkresse
  • Dill
  • Basilikum
  • Bohnenkraut 
  • Kerbel

Zu den mehrjährigen Kräutern gehören unter anderem:

  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Lorbeer
  • Lavendel
  • Zitronenmelisse
  • Minze
  • Oregano
  • Bohnenkraut
  • Liebstöckel
  • Thymian

Petersilie gehört zu den mehrjährigen Kräutern, die Sie überwintern können. 

Kräuter im Spätsommer zurückschneiden

Wenn Sie Ihre Kräuter überwintern möchten, beginnen die ersten Vorbereitungen dafür bereits im Spätsommer. Verholzende Kräuter wie Lavendel, Thymian und Salbei sollten Sie etwa Ende August das letzte Mal zurückschneiden. Im Herbst dürfen die Pflanzen dann nicht noch einmal beschnitten werden. Sie brauchen die belaubten Stängel im Winter als Schutz vor winterlichen Temperaturen.

Kräuter draußen überwintern: Warm einpacken

Ziehen Sie Ihre Kräuter in Kübeln, sollten Sie die Töpfe mit einem speziellen Frostschutzvlies umwickeln. So verhindern Sie, dass Ihre Kräuterpflanzen bei Minustemperaturen erfrieren.

Mehrjährige winterharte Kräuter wie Lavendel, Thymian, Schnittlauch und Salbei vertragen etwas Frost. Sie können bei milden Temperaturen und kurzen Frostperioden die Wintermonate im Boden überleben. Dann sollten Sie jedoch für einen ausreichenden Schutz sorgen. Tannenzweige, Fichtenreisig und Laub isolieren das Kräuterbeet und schützen als wärmende Winterdecke die Pflanzen vor eisigen Temperaturen.

Lorbeer und Rosmarin ins Haus holen

Andere Kräuter mögen das Winterwetter überhaupt nicht. Sie benötigen ein wärmeres Plätzchen. Dazu zählen beispielsweise Lorbeer und Rosmarin. Möchten Sie diese Kräuter überwintern, sollten Sie die würzigen Grünpflanzen ins Haus holen. Einen idealen Platz zum Überwintern bieten Treppenhäuser und Wintergärten. Hier sollte eine kühle Temperatur zwischen 10 und 15 Grad Celsius herrschen und ausreichend Licht einfallen.

Kräuter benötigen auch im Winter Wasser, jedoch nicht im Übermaß.

Die richtige Pflege der Kräuter im Winter: Wenig Wasser

Auch während der kalten Jahreszeit benötigen die Kräuter bei längeren Trockenperioden Wasser. Gießen sollten Sie jedoch nur sparsam. Die Pflanzen betreiben während der Ruhezeit in den Wintermonaten kaum Stoffwechsel und benötigen entsprechend wenig Flüssigkeit. Wenn Sie Ihre Kräuter hereinholen, sollten Sie lieber für eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Diese können Sie ganz einfach erhöhen, indem Sie eine Tasse mit Wasser in die Nähe der Kräuter aufstellen.

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