Dachrinne abdichten: Reparieren kleiner Schwachstellen
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Dachrinne abdichten: Reparieren kleiner Schwachstellen

Wenn Sie Ihre Dachrinne abdichten müssen, sollten Sie diese Aufgabe nicht auf die lange Bank schieben. Denn eine nicht funktionierende Regenrinne kann unschöne Folgen für das gesamte Gebäude haben. Mit den richtigen Tipps können Sie Ihre Dachrinne mit wenigen Handgriffen selbst reparieren.

Dachrinne abdichten: Verschiedene Möglichkeiten

Wie Sie Mängel an Ihrer Regenrinne reparieren, hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab: von der Größe der Löcher und Risse, die sich gebildet haben, und vom Material der Dachrinne. Ist eine Dachrinne aus Metall – etwa aus Kupfer oder verzinkten Materialien – beschädigt, eignen sich zum Beispiel spezielle Dichtmassen. Wenn die Löcher etwas größer ausfallen, sollten Sie zu sogenannter faserverstärkter Dichtmasse greifen. Kleine Schäden an Kunststoffregenrinnen wiederum beheben Sie am besten mit Silikondichtmasse. Sowohl für Metall- als auch für Kunststoffdachrinnen eignet sich selbstklebendes Reparaturband.

Mit Reparaturband die Dachrinne abdichten

Wenn Sie Ihre Regenrinne mit Reparaturband abdichten wollen, finden Sie im Baumarkt dafür mehrere Produkte von namhaften Anbietern. Werfen Sie einfach einen Blick auf die Liste von Baumärkten in Ihrer Nähe.

Für Dachrinnen im Außenbereich eignet sich Reparaturband, das aus Aluminium, Elastomerbitumen und Klebeharz besteht. Es ist in der Regel sofort einsetzbar und lässt sich ganz einfach per Hand abreißen. Nur, wenn die Temperaturen sehr niedrig sind, kann ein wenig Wärme nötig sein, um die gewünschte Flexibilität des Reparaturbandes zu erreichen. In diesem Fall gehen Sie mit einem Haartrockner über das Dichtband. Wenn Sie damit anschließend Ihre Dachrinne abdichten, kleben Sie es einfach über die beschädigten Stellen.

Regenrinne mit Dichtmasse reparieren

Wenn Sie eine metallene Dachrinne abdichten wollen, setzen Sie am besten auf sogenannte faserverstärkte Dichtmasse – sie ist auch für größere Risse und Löcher geeignet. Zuerst befreien Sie die Regenrinne von möglichst allen Verschmutzungen – Moos, Laub, Sand und fettige Rückstände sollten entfernt werden. Danach können Sie die Dichtmasse mit einem Spachtel oder Pinsel großzügig auftragen. Wenn Sie Ihre Regenrinne auch von außen mit dieser Masse abdichten, können Sie nach dem Verstreichen der auf der Packung angegebenen Trockenzeit eine elastische Dispersionsfarbe verwenden, um eventuelle Farbunterschiede wieder unsichtbar zu machen. Das Video zeigt, wie Sie die faserverstärkte Dichtmasse auftragen:

Regenrinne mit Silikondichtmasse reparieren

Für kleinere Schäden an Kunststoff-, aber auch Metalldachrinnen eignet sich auch Silikondichtmasse. Sie wird direkt nach dem Säubern der Rinne aus der Kartusche auf die abzudichtenden Stellen aufgetragen. Die Arbeit ist in Windeseile erledigt. Wie das genau geht, sehen Sie im Video:

Schweißen oder Löten? Lieber vom Fachmann!

Theoretisch lassen sich Löcher und Risse in Dachrinnen aus Metall auch mit Schweißnähten reparieren. Allerdings ist hier größte Vorsicht geboten – insbesondere für Laien. Diese Methode mag besonders langlebig sein, aber sie ist ebenso anspruchsvoll und kann sogar gefährlich werden. Wer auf diese Weise seine Dachrinne abdichten will, sollte unbedingt einen Fachmann engagieren. Denn wer keine Erfahrung im Umgang mit Schweiß- oder Lötgeräten hat, läuft Gefahr, dass die Flammen das Dach angreifen, sodass dieses Feuer fängt. Ob die Gebäudeversicherung einen solchen Schaden übernimmt, ist ausgesprochen fraglich. Wenden Sie sich daher lieber an Profis in Sachen Dachrinnenreparatur.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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