DIY: Fertigparkett selbst verlegen
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DIY: Fertigparkett selbst verlegen

Fertigparkett selbst zu verlegen, ist nicht sonderlich schwer, sofern Sie handwerklich ein wenig geschickt sind und über die nötige Zeit verfügen.

Zum Parkett verlegen benötigen Sie:

- Parkett

- eine Dampfbremsfolie oder eine Bodenunterlage mit Dampfbremsfolie

- Dicht- und Distanzband

- Sockelleisten

- Heizkörperrosetten

- eine Übergangsschiene für die Tür und

- Sockelleisten.

Darüber hinaus sind folgende Werkzeuge zum Parkett verlegen erforderlich:

- Säge

- Lochsäge

- Zollstock oder Maßband

- Schreinerwinkel

- Bleistift

- Schlagklotz

- Hammer

- Zugeisen

- Cuttermesser

- Bohrmaschine und

- Akkuschrauber.

Fertigparkett lässt sich durch verschiedene Klick-Systeme mittlerweile leicht verlegen.
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Fertigparkett lässt sich durch verschiedene Klick-Systeme mittlerweile leicht verlegen.

Parkett selbst verlegen – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Fertigparkett lässt sich durch verschiedene Klick-Systeme mittlerweile leicht verlegen. Die zahlreichen Hersteller haben jedoch unterschiedliche Systeme entwickelt. Neben der folgenden Anleitung sollten Sie daher stets die Anweisungen des Herstellers lesen, damit Ihr neuer Fußboden perfekt wird. Beachten Sie außerdem folgende Punkte:

- Öffnen Sie stets mehrere Pakete und mischen Sie das Parkett aus den Kartons. Kleine Unterschiede in der Farbe oder der Maserung fallen dadurch weniger auf.

- Sorgen Sie vor dem Verlegen des Parketts für ein optimales Raumklima. Die Temperatur sollte mindestens 15 °C und die Luftfeuchtigkeit 50 bis 60 Prozent betragen.

Den Boden vorbereiten und eine zweitägige Pause machen

  1. Der erste Schritt beim Verlegen von Parkett besteht darin, das Zimmer komplett auszuräumen, den alten Bodenbelag zu entfernen und den Fußboden im Anschluss gründlich zu reinigen. Sollte der Untergrund Löcher oder Risse haben, beseitigen Sie die Unebenheiten mit etwas Spachtelmasse.
  2. Als Unterlage benötigen Sie eine Dampfbremsfolie oder eine Bodenunterlage für Parkett. Letztere hat den Vorteil, dass Sie mit ihr gleichzeitig kleine Unebenheiten ausgleichen können, und ist oft bereits mit einer Dampfbremsfolie versehen. Die Dampfbremsfolie und die Bodenunterlage lassen sich mit einem Cuttermesser passend zuschneiden.
  3. Ist die Dampfbremsfolie beziehungsweise die Bodenunterlage verlegt, legen Sie die noch verschlossenen Kartons mit dem Parkett mitten in den Raum. Es benötigt mindestens 48 Stunden, um sich zu akklimatisieren, also an die klimatischen Verhältnisse im Zimmer, in dem Sie es verlegen möchten, anzupassen. Sie haben daher zwei Tage Pause. Diese Wartezeit ist wichtig, denn sonst entstehen durch das sogenannte Arbeiten des Holzes leicht Fugen.

Reihe für Reihe den neuen Parkettfußboden fertigstellen

  1. Auch nach der Akklimatisierung wird das Holz weiterhin arbeiten. Aus diesem Grund ist eine Dehnungsfuge, das heißt ein kleiner Abstand von etwa einem Zentimeter zur Wand, erforderlich. Er wird später mit Sockelleisten abgedeckt und ist daher nach der Fertigstellung des Bodens nicht mehr sichtbar. Damit dieser Abstand gewahrt bleibt, verlegen Sie in den Raumecken ein Dicht- und Distanzband.
  2. Besitzt Ihr Parkett recht breite Federn, sägen Sie die Federn der ersten Reihe einfach ab. Sie sind ohnehin überflüssig. Die Federn beziehungsweise die Kanten, an denen sich die Federn vorher befunden haben, müssen nach dem Verlegen zur Wand zeigen.
  3. Die einzelnen Teile eines Fertigparketts fügen Sie mit Hilfe eines Schlagklotzes und eines Hammers aneinander. Für den letzten Abschnitt direkt an der Wand benötigen Sie ein Zugeisen.

Tipps für den Zuschnitt von Parkett

  1. Das letzte Stück Parkett einer Reihe müssen Sie sicherlich kürzen. Drehen Sie hierzu das Parkett um 180 ° und zeichnen Sie das benötigte Maß mit Hilfe eines Bleistifts und eines Schreinerwinkels an. Sofern Sie eine Stichsäge verwenden, schneiden Sie am besten von unten, damit die Schnittkante an der Oberseite nicht ausreißt. Haben Sie sich für lange Dielen entschieden, können Sie mit dem Reststück die folgende Reihe beginnen. Auf diese Weise sorgen Sie für einen Versatz im Fugenbild. Er ist wichtig, damit sich die Belastung gleichmäßig verteilt.
  2. Haben Sie nach einigen Reihen das Ende des Raums erreicht, müssen Sie das Parkett der letzten Reihe vermutlich schmaler schneiden. Die nötige Breite ermitteln Sie durch Messen oder indem Sie eine Diele auf die letzte Reihe legen. Auf diese Diele legen Sie eine weitere und schieben Sie bis an die Wand. Danach brauchen Sie nur noch mit dem Bleistift eine Linie entlang der Kante zu ziehen.

Parkett um die Heizungsrohre und an der Tür perfekt verlegen

  1. Im Zimmer, in dem Sie Parkett verlegen möchten, sind sicherlich Heizungsrohre vorhanden. Zeichnen Sie deren Position auf dem Parkett an und bohren Sie an den entsprechenden Stellen Löcher. Der richtige Durchmesser ergibt sich durch den Durchmesser der Heizungsrohre zuzüglich zwei Zentimetern, denn auch rund um die Rohre ist eine Dehnungsfuge erforderlich. Diese decken Sie später durch Heizkörperrosetten ab. Damit Sie das Parkett auf den Boden bringen können, schneiden Sie die Ecke heraus. Der Schnitt sollte mitten durch die beiden Bohrlöcher verlaufen. Mit etwas Parkettleim fügen Sie die beiden Teile im Anschluss wieder aneinander.
  2. Wie Sie am Türrahmen vorgehen sollten, ist davon abhängig, ob die Zarge Ihrer Tür aus Holz oder aus Metall besteht. Bei einer Metallzarge schneiden Sie das Parkett passend zu und verfüllen die kleinen Fugen mit einem Dichtstoff. Eine Holzzarge können Sie dagegen leicht einkürzen, falls dies erforderlich sein sollte. Schieben Sie einfach das Parkett bis an die Zarge und nutzen Sie dieses als Auflage für eine kleine Handsäge.
  3. Zum Schluss müssen Sie nur noch die Übergangsschiene am Türeingang und die Sockelleisten anbringen. Wie Sie bei den Sockelleisten vorgehen, hängt davon ab, für welche Art Leisten Sie sich entschieden haben. Die meisten besitzen jedoch inzwischen Halterungen, die an der Wand festgeschraubt werden. Nach dem Einhängen der Leisten sind daher keine Schrauben oder Ähnliches sichtbar.
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