Daraus besteht Lehmfarbe und deshalb ist sie so ökologisch
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Daraus besteht Lehmfarbe und deshalb ist sie so ökologisch

Das Wohnen wird immer energieeffizienter, schadstoffärmer, nachhaltiger, gesünder. In allen Bereichen bietet der Markt ökologisch wertvolle Alternativen zu konventionellen Produkten an. Das gilt auch für die Welt der Wandfarben. Im ersten Schritt wurden Farben entwickelt, die trotz des Verzichts auf Lösungsmittel exzellente Arbeitsergebnisse lieferten. Heutzutage können Sie Ihre Innen- und Außenwände mit Farben schützen und verschönern, die komplett naturbelassen sind. Die Lehmfarbe ist ein Paradebeispiel für eine funktionierende ökologische Rezeptur. Sie überzeugt durch hervorragende Deckeigenschaften und liefert einen wichtigen Beitrag zum gesunden Wohnen.

Lehmfarben sind Natur pur

Lehmfarbe wird in zwei Varianten gehandelt: In Pulverform oder fertig angerührt. Das Pulver muss einfach mit der vom Hersteller angegebenen Menge Wasser vermischt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Lehmfarbe selber herzustellen. Jede Lehmfarbe ist frei von Lösungsmitteln, Konservierungsstoffen und anderen gesundheitsschädlichen Additiven. Die Grundlage der Lehmfarbe besteht, wie der Name bereits verrät, aus äußerst fein gemahlenen Tonmehlen. Dazu kommen für die Bindung Pflanzenstärke, natürliche Zellulose oder Eiweiß. Füllstoffe wie Kreide oder Marmorgranulat sorgen für eine hohe Deckfähigkeit der Farbe. Natürliche Farbpigmente geben dem Produkt die gewünschte Tönung. 

Lehmfarben bringen Gesundheit ins Haus 

Lehmfarben schaffen ein gesundes Raumklima. Sie setzen keinerlei Wohngifte frei und sind trotzdem abriebfest und feuchtigkeitsbeständig. Die natürliche Lehmbasis dieser Farben erzielt eine hohe Atmungsaktivität: Das schont die Atemwege des Hausbewohner und wirkt sich wohltuend auf Allergiker aus. Die Tonminerale im Lehm regulieren die Schwankungen der Luftfeuchtigkeit. Ein gutes Beispiel für diese luftfeuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften sind Fachwerkhäuser, deren Konstruktion aus Holz, Stroh und ungebranntem Lehm sechs Jahrhunderte oder länger ohne Feuchtigkeitsschaden oder Pilz- und Insektenbefall überdauert hat.

Lehm neutralisiert schlechte Gerüche 

Auch schlechte Gerüche werden von den Tonmineralen des Lehms neutralisiert. Außerdem kann Ton sich nicht statisch aufladen. Aus diesem Grund zieht die Lehmfarbe keine Schmutzpartikel an und wirkt wesentlich länger klar und sauber als konventionelle Wandfarben. Schadstoffe in der Luft werden ebenfalls von den Tonmineralen gebunden. Die intensive Deckkraft wirkt zusammen mit den samtig-matten Flächen, die durch die Lehmfarbe geschaffen werden, wohltuend und harmonisierend aufs Gemüt. Erdfarben strahlen etwas Beruhigendes aus und können durch die Beimischung wertvoller Tonerden zu einer reichen Farbpalette von Weiß über Sandgelb und Ocker bis zu Terracottafarben und Schwarztönen gemischt werden. Auch auf die Struktur der Lehmfarben können Sie Einfluss nehmen, indem der Farbmasse Pflanzenfasern, Gesteinsgranulat, Gräser oder Glimmer hinzugefügt wird. 

Lehmfarben sind etwas teurer als konventionelle Wandfarben, aber sehr haltbar und ergiebig. Ihre raumklimafördernden Eigenschaften sind unübertroffen. Sie schaffen ein harmonisches und absolut schadstofffreies Wohnklima.

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