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6 Tipps, wie Sie ein Badezimmer unterm Dach gestalten
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6 Tipps, wie Sie ein Badezimmer unterm Dach gestalten

Besondere Grundrisse erfordern besondere Maßnahmen: Woran Sie denken sollten, wenn Sie ein Bad im Dachgeschoss gestalten

Freigelegte Dachbalken, die bodengleiche Dusche mitten im Raum, aus der Badewanne blickt man durchs Dachfenster in die Sterne: Ein Badezimmer im Dachgeschoss kann toll sein. Doch aufgrund des besonderen Grundrisses muss man es ganz genau planen. Von Wärmedämmung bis Stehhöhen – die folgenden acht Punkte sollten Sie bei der Planung eines Badezimmers unterm Dach im Kopf behalten. 

Die Herausforderungen bei einem Bad mit Dachschräge

Schräge Wände, Nischen und geringe Deckenhöhen: Ein Bad im Dachgeschoss zu planen ist mit einigen Hürden verbunden.

Eine gut durchdachte Raumaufteilung ist der erste, wichtigste Schritt: Was passt unter die Dachschräge und was überhaupt nicht? Meistens ergibt sich so schon die erste grobe Aufteilung des neuen Badezimmers. Ein Waschtisch zum Beispiel passt schlecht an eine schräge Wand – denn ein Spiegel sollte bestenfalls an einer geraden Wand hängen, um kein verzerrtes Bild zu zeigen. Dusche oder Badewanne sind unter bestimmten Bedingungen leichter in Schrägen zu platzieren, gleiches gilt für die Toilette, Sitzbänke und natürlich Stauraum. 


Wärmedämmung und Schallschutz unterm Dach

Ist der Dachboden noch nicht oder bereits vor längerer Zeit ausgebaut worden, sind Dämmung und Isolierung nach außen unbedingt zu überprüfen. Gegebenenfalls müssen sie komplett erneuert, meistens mindestens an die geplante Raumnutzung angepasst werden. Wichtig in Feuchträumen ist eine ausreichende Belüftung. Dämmung und Isolierung sind daher unbedingt auf den für die Schimmelvermeidung benötigten Luftaustausch auszurichten, wenn man das Badezimmer im Dachgeschoss einrichten will. 

Um Geräuschbelästigungen in unter dem geplanten Badezimmer befindlichen Räumen zu vermeiden, ist bei der Bodenerneuerung außerdem auch an eine gute Trittschalldämmung zu denken. 



Statik bei einem Bad im Dachgeschoss

Eine gefüllte Badewanne wiegt nicht selten mehrere hundert Kilo. Die Tragfähigkeit der Geschossdecke ist vor dem Einbau eines Badezimmers unter dem Dach also in jedem Fall durch einen Statiker zu prüfen. 



Installationstechnik bei Bädern unterm Dach

Die Lage der vorhandenen Stränge und Fallleitungen sowie der vorhandene Fußbodenaufbau wirken sich ebenfalls auf die Badplanung unterm Dach aus: Berücksichtigt man das für den Wasserabtransport notwendige Gefälle sowie benötigte Rohrdimensionen, zeigt sich meistens schon recht früh, wo zum Beispiel Dusche und WC ihren späteren Bestimmungsort finden. 

Bedingt durch zu geringe Deckenstärken kommt man auch im Dachgeschoss häufig nicht um den Bau von Podesten herum, um Abwasserleitungen zu Duschen oder Badewannen zu führen. Alternativ ist es manchmal möglich, Leitungen an der Decke der Räume entlang zu führen, die unter dem Dachgeschossbad liegen. Diese Decken werden dann in der Regel abgehängt und besonders gut gegen Wassergeräusche gedämmt.

Auf Mindestraumhöhen achten

Bei der Platzierung von Objekten in Schrägen ist stets auf vom Nutzer benötigte Raumhöhen zu achten. Um zum Beispiel oberhalb der Dusche noch Beleuchtung anbringen zu können, benötigt man hier die durch die elektrischen Schutzbereiche definierte Mindestdeckenhöhe von 2,25 Metern. Soll eine Kopfbrause installiert werden, sind sogar 2,30 Meter einzuplanen, um noch bequem duschen zu können. Oft macht es deshalb Sinn, Dusche oder Wanne in Bädern mit Dachschrägen etwas weiter in der Raummitte zu platzieren. Das kostet zwar etwas Platz, man muss sich beim Frischmachen aber nicht ducken. 



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Nötige Stehhöhen im Speziellen

Nicht nur in der Dusche kommt es auf die Höhe an – auch bei der Platzierung aller anderen Sanitärgegenstände sollte die Nutzbarkeit Priorität haben: Weder beim Aufstehen von der Toilette noch beim Aussteigen aus der Wanne sollten Sie sich schließlich den Kopf anschlagen. Folgende Faustregeln gibt es bei der Platzierung der Sanitäreinrichtungsgegenstände unterm Dach: 

  • Stehhöhe an der Vorderkante von WC oder Bidet sollte mindestens 1,90 Meter sein
  • beim aufrechten Stehen in der Mitte der Badewanne sollten Sie ebenfalls 1,90 Meter – besser noch zwei Meter – Platz haben
  • an der Vorderkante von Sitzgelegenheiten sollte eine Stehhöhe von 1,80 Metern nicht unterschritten werden, um bequem aus dem Sitzen aufstehen zu können
  • vor dem Waschtisch stehend sollte mittig eine Stehhöhe von circa zwei Metern nicht unterschritten werden


Jeden freien Winkel unterm Dach für Stauraum nutzen


Schrägen, Winkel, Ecken – ein Dachgeschossbad hat in der Regel nur wenige gerade Wände, die sich zum Stellen von Schränken und Regalen eignet. Doch letztlich birgt fast jeder ungenutzte Winkel Stauraumpotential. Überall, wo die Stehhöhen nicht ausreichen, können Staunischen untergebracht werden. Ob als offene Dekofläche oder durch Türen verschlossene Schränke, aufgedoppelte Wände bieten meist irgendwo noch etwas Platz, um eine clevere Stauraumlösung unterzubringen. Oder man greift zu Maßanfertigungen: in die Schräge gearbeitete Schränke, in Wänden versteckte Auszüge, Drempelschränke, Schubladen in Sitzbänken und Nischenregale – der planerischen Kreativität sind auch in Dachgeschossbädern keine Grenzen gesetzt. 


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