Thrombose: Das sind die Ursachen und Risikofaktoren
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Thrombose: Das sind die Ursachen und Risikofaktoren

Eine Thrombose entsteht, wenn einer oder mehrere von drei Grundaspekten durch Risikofaktoren gefördert werden. Diese Grundaspekte sind die Behinderung des Blutflusses, dessen Verlangsamung oder eine Störung der Blutgerinnung. Mitunter kommen auch mehrere der Aspekte zusammen.

Was sind die Ursachen einer Thrombose?

Der natürliche Blutfluss wird einerseits vom Herzen angetrieben, andererseits durch die Muskeltätigkeit des Körpers bei normalen Bewegungen unterstützt ("Muskelpumpe"). Wird dieser Blutfluss gehindert oder reduziert, entstehen Verstopfungen durch die Ansammlung und Anheftung von Blutzellen, welche den Blutfluss zusätzlich behindern und eine Verstopfung möglich machen. 

Hindernisse im Blutfluss durch Ablagerungen

Hindernisse im Blutfluss bilden sich vorrangig in den Venen. Ablagerungen an den Gefäßwänden oder eingeengte Blutgefäße reduzieren den Blutfluss. Dies kann beispielsweise bei Druck durch Vernarbungen entstehen, bei Tumoren und Zellwucherungen, die auf die Blutbahn drücken oder auch durch dauerhaft ungünstige Körperhaltungen, beispielsweise beim dauerhaften Sitzen mit überschlagenen Beinen, die Druck auf das Blutgefäß ausüben. 

Das lange Sitzen mit überschlagenen Beinen erhöht das Thromboserisiko.

Das lange Sitzen mit überschlagenen Beinen erhöht das Thromboserisiko.

Verlangsamter Blutfluss durch Gefäßerweiterungen

Neben den Hindernissen im Blutfluss kann eine Thrombose auch bei krankhaften Gefäßerweiterungen entstehen. In erweiterten Venen (Krampfadern) wird der Blutfluss durch den größeren Raum im Inneren der Blutgefäße verlangsamt. Bei gesunden Adern sorgt die ausreichende Blutflüssigkeit für einen stabilen Druck gegen die Blutgefäßwände. Somit ist weniger Antriebskraft nötig, um das Blut durch die Adern zu pumpen, als wenn weite Gefäße mit der gleichen Menge Flüssigkeit gefüllt sind. 

Veränderte Gerinnungsneigung durch Erkrankungen

Ein besonderes Risiko für die Entstehung einer Thrombose zeigt sich jedoch bei Erkrankungen, welche die Blutgerinnung beeinflussen. Dies ist bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen der Fall, aber auch bei manchen Krebserkrankungen. Verstärkt wird die Problematik der Gerinnungsneigung unter anderem durch Medikamenten-Nebenwirkungen (z.B. hormonelle Verhütungsmittel) oder starkes Rauchen.

Wenig Bewegung und Flüssigkeitsmangel

Flüssigkeitsmangel wirkt sich auf die Blutmenge aus. Das Blut wird dabei dickflüssiger und fließt deutlich langsamer durch die Adern, als wenn genügend Wasser im Flüssigkeitshaushalt zur Verfügung steht. Kommen eine geringe Muskelspannung und wenig Bewegung hinzu (besonders nach Operationen, bei Lähmungen oder vergleichbarer Immobilität), verringert sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes ebenfalls, da die Muskulatur den Blutfluss normalerweise zusätzlich antreibt.

Die gesunde Muskelanspannung und -entspannung bei natürlichen Bewegungen gibt den wechselnden Druck an die Adern weiter. Hierdurch wird der Blutfluss bei genügend Flüssigkeit erleichtert und das Herz muss weniger starken Druck (Blutdruck) auslösen, um das Blut durch die Adern zu befördern.

Schwäche von Bindegewebe und Venenklappen

Besonders bei Frauen besteht durch hormonelle Veränderungen leicht eine Schwächung des Bindegewebes. Doch auch Männer sind mit zunehmendem Alter davon betroffen, dass das natürliche Bindegewebe seine Festigkeit verliert. Dies geht häufig mit einer Schwächung der Venenklappen einher, durch welche das Blut in den Venen durch die Schwerkraft am Rückfluss gehindert wird. Sind die Venenklappen und das Bindegewebe in Verbindung mit einer wenig gefestigten Muskulatur geschwächt, kann es zu einer Verlangsamung des Blutflusses kommen, die Thrombosen begünstigt. 

Durch einen gesunden Lebensstil kann das Thrombose-Risiko gesenkt werden.

Durch einen gesunden Lebensstil kann das Thrombose-Risiko gesenkt werden.

Erhöhtes Risiko mit zunehmendem Alter

Mit zunehmendem Alter können verschiedene Erkrankungen das Risiko für eine Thrombose erhöhen. Sowohl der langsame Abbau der Muskulatur, die verringerte Bewegung(sfähigkeit) als auch das Erschlaffen des Bindegewebes sorgen für mehr Anstrengung bei der Blutbewegung, da die natürliche "Muskelpumpe" nachlässt. Zudem entstehen mit zunehmendem Alter häufiger Ablagerungen und Entzündungen der Gefäße. Somit steigt durch Erkrankungen wie Rheuma, Arteriosklerose, Arthritis und / oder Medikamenteneinnahmen das Risiko für einen veränderten Blutfluss. 

Gesunder Lebenswandel reduziert Thrombose-Risiko

Mit einem gesunden Lebensstil können Sie die Thrombose-Ursachen gut minimieren und das Risiko nachhaltig senken. Besonders die gute Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung (für Muskulatur und Bindegewebe) sowie die regelmäßige Bewegung sind wertvolle Aspekte, mit denen Sie die Gesundheit Ihres Körpers erhalten und das Thrombose-Risiko reduzieren.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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