Wie die falsche Ernährung Nierensteine begünstigen kann
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Wie die falsche Ernährung Nierensteine begünstigen kann

Eine einseitige und unausgewogene Ernährung kann Nierensteine mit hervorrufen. Zwar ist die Ernährung nicht der einzige Risikofaktor und keine alleinige Ursache, aber wenn Sie gefährdet sind, sollten Sie darauf achten, was Sie auf Ihren Speiseplan setzen. Wir erklären Ihnen, wann welche Inhaltsstoffe gefährlich werden.


Verschiedene Arten von Steinen


Es gibt mehrere unterschiedliche Arten der schmerzhaften Kristalle, und je nach Zusammensetzung begünstigt ein anderer Schwerpunkt in der Ernährung Nierensteine. Am weitaus häufigsten sind die kalziumhaltigen Nierensteine vertreten. Sie machen allein schon 70 bis 80 Prozent aus. Die nächstgrößere Gruppe bilden die Harnsäuresteine. Nur sehr selten hingegen kommen hingegen Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine und Zystin- und Xanthin-Steine vor.


Problematische Ernährung bei Nierensteinen unterschiedlicher Zusammensetzung


Neigen Sie zu kalziumhaltigen Nierensteinen, sollten Sie den Konsum von Milchprodukten rigoros zurückschrauben. So können Sie verhindern, dass der Kalziumanteil im Urin zu hoch wird und sich Kristalle daraus bilden. Und auch bei den Harnsäuresteinen lässt sich durch das Essen gegensteuern: Hier ist es eine sehr fleischhaltige Ernährung, die Nierensteine begünstigt. Im Blut bilden sich durch tierische Proteine sogenannte Purine, die zu Harnsäure abgebaut werden. Ist zu viel davon in den Nieren vorhanden, kommt es zu einem Niederschlag und zur Kristallbildung.


Schließlich sind auch Lebensmittel mit viel Oxalatsäure problematisch. Dazu zählen schwarzer und grüner Tee, Rhabarber, Spinat und Rote Beete. In Verbindung mit Kalzium bilden sich aus einem Übermaß des Stoffes Calcium-Oxalat-Steine. Problematisch ist, dass Sie die Ernährung bei Nierensteinen erst dann passend umstellen können, wenn die Ärzte bereits herausgefunden haben, um welche Art von Steinen es sich handelt: Es bringt Ihnen nichts, sich alle Milchprodukte zu versagen, wenn Sie an Harnsäuresteinen leiden. Lokale Spezialisten für Nierenleiden finden Sie unter diesem Artikel gelistet.


Immer ausreichend Flüssigkeit zuführen


Ein weiterer großer Risikofaktor, der mit der Ernährung und Nierensteinen zusammenhängt, ist die unzureichende Flüssigkeitsaufnahme. Wenn Sie zu wenig trinken und auch über das Essen zu wenig Flüssigkeit aufnehmen, wird der Harn in den Nieren stark konzentriert und neigt eher dazu, auszukristallisieren. Trinken Sie also mindestens zweieinhalb Liter Wasser oder Kräuter- bzw. Früchtetee am Tag, um Ihre Nieren immer gut durchzuspülen.


Es gibt auch einige Lebensmittel, die harntreibend wirken und Ihrem Körper Wasser entziehen. Dadurch übersättigt der Harn schnell mit Salzen. Zu den harntreibenden Lebensmitteln gehören Kaffee und Schwarzer Tee, Rhabarber und Spargel. Achten Sie also darauf, dass Sie den Genuss dieser Lebensmittel nicht übertreiben, wenn Sie die schmerzhaften Steine vermeiden wollen. Grundsätzlich gilt, dass bei der Vermeidung von Nierensteinen eine Ernährung mit vielen Ballaststoffen und Vitaminen immer hilfreich ist.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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