Mückenplage: Warum bekommen manche Menschen mehr Mückenstiche als andere?
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Mückenplage: Warum bekommen manche Menschen mehr Mückenstiche als andere?

Manche Menschen scheinen wahre Mückenmagnete zu sein; sie ziehen Mückenstiche förmlich an. Es kursieren die unterschiedlichsten Theorien darüber, warum das so ist: So bevorzugen die Blutsauger angeblich die Blutgruppe 0, sollen Biertrinker und Knoblauchesser dagegen meiden. Eindeutige Beweise dafür gibt es keine, aber die Plagegeister scheinen bestimmte Gerüche, Kohlendioxid und Wärme zu lieben.

Mücken fühlen sich von Kohlendioxid und Wärme angezogen

Mücken haben sehr feine Sinne, wenn es darum geht, potenzielle “Beute” aufzuspüren. Sie orientieren sich dabei am Kohlendioxid in der Atemluft und an der Körperwärme – je mehr Wärme jemand ausstrahlt und je mehr Kohlendioxid er ausatmet, desto wahrscheinlicher bekommt er Mückenstiche. Eine schwangere Frau wird daher häufiger gestochen als eine nicht-schwangere Frau. Männer strahlen im Durchschnitt bis zu drei Grad Celsius mehr Körperwärme ab, da sie durch den höheren Muskelanteil mehr Wärme produzieren und diese gleichzeitig durch ihre dickere Haut besser speichern können. Daher werden sie tendenziell von Mücken bevorzugt. Ebenfalls ein Faktor, der die Körperwärme und den Ausstoß von Kohlendioxid erhöht, ist die Körpermasse. Aus diesem Grund bekommen größere, dickere Personen häufiger Mückenstiche als kleinere, dünnere Menschen, Erwachsene öfter als Kinder.

Schweiß kann lästige Insekten anlocken

Darüber hinaus werden die Quälgeister von Schweißgeruch angezogen. Bestimmte Mischverhältnisse von Ammoniak, Milchsäure und Harnsäure, die über den Schweiß abgegeben werden, scheinen Mücken dabei lieber zu mögen als andere. Je mehr Sie schwitzen, desto größer ist die Gefahr für Mückenstiche – also direkt beim oder nach dem Sport zum Beispiel. Wer mehr Körperwärme produziert, neigt auch stärker zum Schwitzen. Das ist ein weiterer Grund dafür, warum Männer und Menschen mit höherer Körpermasse häufiger auf dem Mückenspeiseplan landen. Allerdings gelten diese Faktoren nur, wenn die Insekten die Wahl haben, also in Menschengruppen. Dann entscheiden sie sich für Personen, die mehr schwitzen, wärmer sind und mehr Kohlendioxid ausatmen als andere.

Welche Rolle spielen die Gene bei Mückenstichen?

Ein Versuch mit 18 eineiigen und 19 zweieiigen Zwillingspaaren hat ergeben, dass die genetisch vollkommen identischen Zwillinge ähnlich viele Mückenstiche abbekamen, während es bei den zweieiigen Zwillingen Unterschiede gab. Auch, wenn die Anzahl der Probanden im Experiment nicht sehr hoch war, liefern die Ergebnisse Hinweise darauf, dass auch genetische Ursachen mitbestimmen, wie oft jemand von Mücken gestochen wird. Wer sich vor Mücken schützen oder einen Mückenstich behandeln will, kann es mit Hausmitteln probieren oder findet in der Apotheke geeignete Mittel und weitere Tipps. Wo sich Apotheken in Ihrer Nähe befinden, entnehmen Sie der Liste unter diesem Artikel.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Sascha Müller
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