Gesünder Leben
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Woher kommen meine Zahnschmerzen?

Es pocht und zieht im Zahn: Zahnschmerzen sind richtig unangenehm. Es gibt viele verschiedene Ursachen für Zahnschmerzen. Nicht immer ist es der Zahn selbst, der das Zahnweh verursacht. Auch andere Erkrankungen haben häufig Zahnschmerzen als Symptom. Woher Ihre Zahnschmerzen kommen können - und was der Zahnarzt macht.

In den nächsten Minuten werden Sie erfahren, …

  • was alles Zahn- und Kieferschmerzen verursachen kann und was aus medizinischer Sicht einfach erklärt dahintersteckt.
  • wann Sie definitiv den Zahnarzt besuchen sollten (bevor es schlimmer wird).
  • was der Zahnarzt macht, damit die Schmerzen verschwinden (und dass das alles nicht so schlimm ist, wie Sie vielleicht denken)
  • ob Sie in Ihrem Fall vielleicht auch noch ein harmloses Hausmittel anwenden können.
  • und warum Sie Zahnschmerzen empfinden können, obwohl Sie keine haben.

Wie sehr können Sie sich mit dieser Situation identifizieren?

Mittwochabend, 20:30 Uhr, mit Freunden beim Italiener um die Ecke. Eine Gabel von der herzhaft-aromatischen Carbonara, dann noch ein kleines Dessert. Und das wäre lecker, wenn da nicht dieser leicht pochende Schmerz oben links an den Zähnen wäre. Er kommt stoßweise immer wieder und mindert den Genuss und den Spaß am süßen Schmankerl. Sie konzentrieren sich nur noch auf den Schmerz und versuchen, ihn mit jedem Löffelchen zu vermeiden. Und damit sind Sie nicht allein.  

Über 2,8 Millionen Deutsche leiden temporär oder dauerhaft unter Schmerzen im Kieferbereich. Aber warum denn, immerhin kann man in Deutschland doch ausreichend Zahnärzte aufsuchen, die den Unruhestifter behandeln und den Schmerzen ein Ende bereiten. Häufig ist es die weit verbreitete Zahnarzt-Phobie, die viele vom Zahnarztbesuch abhält. Und manchmal auch die Annahme, dass man mit leichteren Schmerzen auch erst einmal leben kann. Dass das schon von selbst besser wird.

Das sind zwei wesentliche Aspekte.

Doch bevor Sie viel zu früh in Ihrem Leben unheimlich teuren Zahnersatz brauchen, sollten Sie lieber frühzeitig auf dem Zahnarztstuhl Platz nehmen.  

Wann Sie um einen Zahnarztbesuch nicht mehr herumkommen

Sie können mit Zahnschmerzen ein paar Tage überbrücken. Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Paracetamol und Ibuprofen helfen gegen das Pochen im Zahn. So müssen Sie nicht im Urlaub zum Zahnarzt gehen und überstehen auch das Wochenende halbwegs. Doch Schmerzmittel sind - auch aufgrund der Nebenwirkungen - keine Dauerlösung. Gehen Sie mit Zahnbeschwerden immer zum Zahnarzt und lassen Sie die Ursache klären. Zahnschmerzen sind IMMER ein Hinweis darauf, dass in Ihrem Mund etwas nicht stimmt.

Haben Sie Angst vorm Zahnarzt, können Sie diesem das offen kommunizieren. Er kann Ihnen für die Untersuchung und Behandlung Beruhigungsmittel geben. Es gibt sogar Zahnärzte, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben. Je früher Sie die Behandlung starten, desto besser ist das für Zähne, Nerven und Geldbeutel.

Achtung: Abnehmende Schmerzen bedeuten nicht immer, dass alles wieder gut ist. Im Gegenteil: Hören anhaltend starke pochende und ziehende Zahnschmerzen plötzlich auf, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Zahnwurzel abstirbt.

Woher kommen meine Zahnschmerzen? 

Zahnschmerzen können viele verschiedene Auslöser haben. Am häufigsten ist eine Karies oder ein freiliegender Zahnhals die Ursache für Zahnschmerzen. Doch auch Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Weisheitszähne können Zahnschmerzen auslösen. Woher Ihre Zahnschmerzen kommen, kann nur der Zahnarzt klären. Häufige Zahnschmerz-Ursachen im Überblick:

Zahnwurzelentzündung

Eine Zahnwurzelentzündung entwickelt sich meist aus einem nicht oder nur unzureichend behandelten Fall von Karies. Nachdem die Bakterien zuerst das Zahninnere schwächten, machen Sie sich im fortschreitendem Krankheitsverlauf auch an den Zahnwurzeln zu schaffen. Dort lösen sie dann eine leichte bis schwere Entzündung aus, die zu starken Schmerzen führen kann.

Trifft dieses Stadium einmal auf Sie zu, besteht dringender Handlungsbedarf. Andernfalls drohen noch schmerzhaftere Nervenschäden sowie ein Absterben des betroffenen Zahns. Das wiederum kann dazu führen, dass Kieferzysten entstehen.

Es hört sich an, als könne man da nichts mehr tun – oder es kommt Ihnen sofort das Szenario der „Wurzelbehandlung“ in den Sinn. Hierbei wird meist (unter Narkose und nahezu schmerzfrei) die Zahnwurzel entfernt. Es können aber auch andere Optionen bestehen, bei denen das Entfernen der Wurzel nicht erforderlich ist und die Funktionalität des Zahns erhalten bleiben kann. Es kommt nur darauf an, wie schnell Sie sich beim Zahnarzt einfinden.   

Zahnfleischentzündung

Bei einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) sind ebenfalls Bakterien oder Viren für die Beschwerden verantwortlich. Alternativ kann die Ursache sein, dass Sie sich verletzt haben – in diesem Fall dürfte die entsprechende Stelle abheilen. Das trifft etwa auch dann zu, wenn Sie sich das Zahnfleisch an etwas Heißem verbrüht haben. Bakterielle  Zahnfleischentzündungen sind auf unzureichendes Zähneputzen zurückzuführen.

Es schmerzt (manchmal schon beim Berühren mit der Zunge), blutet schnell (beispielsweise beim Zähneputzen) und kann anschwellen. Im ersten Moment hört sich das an, als werde man das schon überstehen. Es wirkt nicht besonders bedrohlich. Aber…

Oft führen Zahnfleischentzündungen im weiteren Verlauf zu schmerzempfindlichen Zähnen (also das mit dem kalten Eis und dem Süßen). Das wiederum kann zu einer Parodontitis führen. Dabei entzündet sich das Zahnbett – und die Zähne können sich lockern bis hin zum Ausfallen. 

Karies

Eine Karieserkrankung ist die Folge von beschädigtem Zahnschmelz. Beim Verstoffwechseln von Zucker im Mund entsteht Säure, die den Zahnschmelz reizt. Kann der Körper den Zahnschmelz mit den Enzymen im Speichel nicht reparieren (durch beispielsweise hohen Zuckerkonsum oder unzureichende Hygiene), dann fressen sich die Bakterien in den Zahn und zerstören ihn von innen. Bleibt Karies unbehandelt, ist er nicht nur Verursacher von Zahnschmerzen, sondern auch Vorbote dafür, dass sich die Zahnwurzel entzündet

Gelöste Kronen, Füllungen oder Provisorien

Zahnkronen und Füllungen schützen kaputte Zähne vor Bakterien. Löst sich ein solches Provisorium ab, stört es beim Kauen und kann an den benachbarten Zähnen Schäden verursachen. Darüber hinaus erfährt ein befüllter oder verkronter Zahn an der entsprechenden Stelle keinen Zahnschmelz-Schutz. Das bedeutet, dass Bakterien direkt ins Zahninnere kommen, wenn Kronen oder Füllungen rausbrechen. Dann kommt es zu Karies und im weiteren Verlauf zu einer Zahnwurzelentzündung.

Sehen wir uns hiernach noch einmal den Kiefer an. Lokale Zahnschmerzen sind nämlich das eine Thema, Kieferschmerzen sind ein anderes.

Schäden durch Zähneknirschen

Nächtliches Zähneknirschen ist ein weit verbreitetes Phänomen, unter dem laut Statistik jeder zweite Deutsche leidet. Wer den sogenannten Bruxismus aber nur für eine doofe Angewohnheit hält, irrt sich. Denn das Zähneknirschen kann Belastungen von bis zu 480 Kilo pro Quadratzentimeter hervorrufen. Das entspricht etwa dem Zehnfachen des normalen Kaudrucks.

Eine dauerhafte Krafteinwirkung in diesem Ausmaß kann erhebliche Schäden am Kiefer verursachen. Kopf-, Kiefer- und Gesichtsschmerzen, Rückenbeschwerden und drohender Zahnverlust sind nur ein paar der denkbaren Konsequenzen. Woher das Zähneknirschen kommt? In den meisten Fällen ist privater und beruflicher Stress die Ursache.

Weitere Ursachen für Kieferschmerzen

Neben den bis hierhin erwähnten Beschwerden existieren weitere, aber eher selten auftretende Ursachen:

  • Kieferzysten und Abszesse (genetisch verursacht oder durch abgestorbene Zahnwurzeln hervorgerufen)
  • Barotrauma (Überdruck in Zahnlöchern durch zu schnelles Überbrücken zu vieler Höhenmeter, was man auch auf den Ohren spüren kann)
  • CMD (Craniomandibulare Dysfunktion – eine Fehlfunktion am Kiefergelenk)

Zahnschmerzen bei gesundem Zahn: Gibt es Zahnschmerzen, die keine sind?  

Sie waren letztens erst beim Zahnarzt und der meinte, dass Ihre Zähne absolut wohlauf sind? Und trotzdem haben Sie Zahnschmerzen? Dann leiden Sie sehr wahrscheinlich unter Phantom-Zahnschmerzen – verursacht durch andere Einflüsse als Zahn und Kiefer.

So kann eine Nasennebenhöhlenentzündung beispielsweise auch Schmerzen im Kieferbereich auslösen. Die Ohren, der Mund und die Nase sind über Drüsen, Nerven sowie Nebenhöhlen miteinander verbunden. Das ist der Grund.

Ein ähnliches Phänomen kann bei Erkrankungen wie Gürtelrose, Ohrenentzündung, Migräne, Kopfschmerzen, Angina oder Trigeminusneuralgie auftreten. Auch ein Herzinfarkt kann sich in Form von Zahn- und Kieferschmerzen bemerkbar machen.

Ist der Zahn gesund, kann Ihnen der Zahnarzt nicht weiterhelfen. Stattdessen muss die verursachende Krankheit behandelt werden und Sie brauchen einen anderen Facharzt. Versuchen Sie es im ersten Schritt bei Ihrem Hausarzt (Allgemeinmediziner). Dieser kann Sie je nach Verdacht bei Bedarf zu einem entsprechenden Kollegen überweisen. Das kann ein Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO-Arzt) sein, ein Herzspezialist (Kardiologe), ein Orthopäde, ein Neurologe oder ein anderer Facharzt.

Zahnschmerzen vorbeugen: Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt nutzen

Es ist irrelevant, ob Sie an einer Parodontitis, an Karies oder an einer anderen Krankheit leiden. Oder ob Sie nichts von dem haben. Gehen Sie mindestens zwei Mal im Jahr zum Zahnarzt und lassen Sie sich prophylaktisch untersuchen. Das macht sich auch bei der Krankenkasse gut. Denn brauchen Sie trotz ausreichender Vorsorge einmal Zahnersatz, dann erstattet die Krankenkasse eine höhere Summe als ohne die Zahnarztbesuche

Zahnschmerzen - das macht der Zahnarzt 

Natürlich ist es nicht schön, den Zahnarzt aufzusuchen. Wenn Sie denken, dass Sie so etwas wie eine Zahnarztphobie haben, das kann sicherlich hinkommen. Denn wenn die Deutschen an den Besuch beim Zahnarzt denken, haben …

  • 60 % von ihnen ein unschönes Gefühl,
  • 20 % von ihnen eine absolute Phobie und
  • 5 % von ihnen vermeiden den Besuch komplett.

Die restlichen 15 % haben kein Problem damit, auf dem Zahnarztstuhl Platz zu nehmen.

Warum ist das so? Das hat viele Gründe und einer davon ist sicherlich, dass das Behandeln der Zähne nicht die schönste Sache ist. Wir möchten Ihnen trotzdem nicht vorenthalten, was der Zahnarzt macht – und Ihnen mitteilen, dass das vielleicht kein schönes Gefühl, aber eben auch kein Horrorszenario ist.

Zahnwurzelbehandlung

Der Zahnwurzelbehandlung eilt ein überaus schlechter Ruf voraus – aber am Ende ist es zu einem Großteil doch nur Panikmache. Durch örtliches Betäuben (manchmal ist auch eine Vollnarkose machbar) lässt sich der Schmerz auf ein Minimum reduzieren.

Die meisten Patienten merken kaum etwas davon, dass der Zahnarzt den Wurzelkanal des Zahns Stück für Stück von schadhaftem Gewebe befreit. Und dass er danach den erweiterten Wurzelkanal auffüllt, um ihn wieder mit dem Zahn zu verbinden.  

Falls Sie trotzdem starke Bedenken dabei haben, sehen Sie es doch am besten positiv. Immerhin sind Sie nach der Wurzelbehandlung dauerhaft schmerzfrei (an dem Zahn) und der Zahn selbst ist wieder voll belastbar und somit funktional.

Bohren und Füllen bei Karies

Bei Kindern ist Karies ist die am meisten auftretende Zahnkrankheit. Das ist hinsichtlich der denkbaren Konsequenzen eine Gefahr. Kinder mit schlechten Zähnen haben ein Risiko, den Rest des Lebens an diesen zu leiden. Aber auch Erwachsene haben mit Karies zu kämpfen.

Sofern der Zahnarzt Karies im Frühstadium erkennt, kann er entsprechende Stellen mit Fluoridpaste behandeln. Das tut nicht einmal weh. Ist der Karies schon ein Stadium weiter, muss der Zahnarzt vorher poröse Zahnschmelzstellen reaktivieren, damit sie wieder Mineralstoffe aufnehmen können. Für danach wird empfohlen, eine Fluorid-enthaltende Zahnpasta zu benutzen.

Bohren und füllen muss der Arzt erst dann, wenn der Karies schon ziemlich weit entwickelt ist. Auch das tut dank örtlichem Betäuben normalerweise nicht weh, nur das ruckelnde Gefühl des Bohrers am Zahn bleibt. Das entstandene Loch wird mit Kronen und Füllungen ausgefüllt, um den Zahn vor erneutem Kariesbefall zu schützen.  

Manche Zahnarztpraxen arbeiten dabei mit einer neuen und sehr effizienten Methode, die sich Infiltration nennt. Was sich im ersten Moment auch nicht schön anhört, ist recht harmlos. Löcher und poröse Stellen werden mit flüssigem Kunststoff aufgefüllt. Dieser härtet aus und bildet den wahrscheinlich effektivsten Schutzschild, den ein Zahn haben kann.  

Zahnfleischtaschenreinigung bei Zahnfleischentzündungen (Parodontitis)

Warum nimmt man die Kälte eines Eises so schmerzhaft wahr? Warum zieht die Süße eines Kuchens vom Gefühl her direkt in den Nerv? Parodontitis äußert sich darin, dass sich das Zahnfleisch zurückbildet und Zahnfleischtaschen bildet. Dadurch kommen die Zahnhälse hervor und hier ist der Grund des Schmerzes.

Zahnersatz braucht es nicht, um die Zahnfleischtaschen zu behandeln. Tatsächlich muss der Zahnarzt sie nur säubern und desinfizieren. Zuerst werden die Zähne und anschließend die Taschen an sich von Zahnstein, Ablagerungen sowie Bakterien befreit.

Versiegelung bei freiliegenden Zahnhälsen

Die inzwischen nach der Zahnfleischtaschenreinigung sauberen Zahnhälse müssen noch versiegelt werden, um das Infektionsrisiko zu senken. Normalerweise passiert dies, indem der Zahnarzt eine Kunststoffbeschichtung aufträgt, die dann für drei bis sechs Monate hält. Alternativ könnte man auf eine Lasermethode zurückgreifen, bei der das Dentin-Gewebe (Zahn-Gewebe) sich kurz aufweicht und sich die offenen Kanälchen verschließen. Beide Varianten rufen normalerweise keinerlei Schmerzen hervor.

Zystektomie

Kieferzysten sind mit Flüssigkeit ausgefüllte Hohlräume im Kieferknochen, die starke Schmerzen hervorrufen sowie im schlimmsten Fall die Zähne verschieben können. Im Rahmen der Zystektomie können Zahnärzte die Zysten entfernen. Dafür zieht man ein ultraschallbasiertes und schonendes Verfahren heran, das sich Piezochirurgie nennt. Örtliches Betäuben vermindert Schmerzen. Je nach Größe des entstandenen Hohlraums kann es sein, dass der Zahnarzt diesen mit Knochenersatzmaterial auffüllt.

Zähneknirschen und Bissschiene

Die Bissschiene zum Vermeiden von Schäden durch Zähneknirschen muss nicht weiter erklärt werden. Damit nachts nichts mehr passieren kann, erhalten Sie eine individuell zu Ihrem Gebiss passende Schiene. Diese besteht aus Kunststoff und verhindert, dass wenn Sie knirschen, sich die Zähne direkt berühren. Die Schiene bietet der Zahnsubstanz Schutz.

Chirurgie bei Zahnfleischschwund und beim Rückbilden von Knochen

Kommt es bei Ihnen zu einem starken Zahnfleischschwund oder zu einem Rückbilden der Knochen, braucht es sehr wahrscheinlich einen chirurgischen Eingriff – mit dem Ziel, freiliegende Zahnhälse wieder in funktionales Gewebe einzubetten. Es existieren verschiedene Optionen.

In vielen Fällen transplantiert man lokales Gewebe (beispielsweise vom Gaumen) an die betroffene Stelle. Oder man gestaltet den vorhandenen Zahnfleischverlauf neu. Der Eingriff selbst ist, da der Zahnarzt Ihnen Schmerzmittel verabreicht, nicht schmerzhaft. Danach kann es sein, dass Sie leichte Schmerzen haben, die aber nach kurzer Zeit nachlassen.  

Und wo wir schon bei Zahnschmerzen nach dem Behandeln sind, kommen wir doch nun einmal zu Hausmitteln, die Sie anwenden können. Auch, um akute Schmerzen zu lindern, ehe Sie einen Zahnarzt aufsuchen, sind die Hausmittel anwendbar.

Kühlen, Nelken kauen und Tee trinken: Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Fast 100.000 Zahnärzte in Deutschland – das hatten wir schon. Aber doch haben diese vielen Zahnärzte nicht immer sofort einen Termin frei. Zum Glück können ein paar Hausmittel und Tricks dabei helfen, die Schmerzen temporär zu unterbinden, bis der Termin endlich stattfindet. Die Zahn- und Kieferschmerzen rauben zwar trotzdem noch buchstäblich den Nerv, aber sie werden aushaltbarer.

  1. Kühlen: Das hört sich vielleicht obsolet an, aber es hilft unwahrscheinlich. Tauchen Sie ein Tuch in eiskaltes Wasser oder nehmen Sie sich etwas Eis aus der Kühltruhe. Auch Kühlpacks aus der Apotheke (die blauen Beutelchen) helfen.
  2. Gewürznelken: Sie zählen zu den effektivsten Hausmitteln zum Bekämpfen von Kieferschmerzen. Nehmen Sie eine Nelke in den Mund und kauen Sie darauf herum. Die ätherischen Öle wirken wohltuend besonders auf entzündete Stellen. Alternativ können Sie auch direkt Nelkenöl verwenden, das Sie auf einen Wattebausch träufeln und dann im Mund drapieren. Gehen Sie aber sparsam mit dem Öl um.
  3. Teetrinken: Nicht abwarten und Tee trinken, sondern bestimmte Tees aussuchen, die sich ebenfalls zum Lindern von Schmerzen bewährt haben. Dazu zählen Kamillentee, Pfefferminztee oder Salbeitee. Trinken Sie den Tee einfach (in einer Temperatur, die keine „neuen“ Schmerzen verursacht) oder nutzen Sie auch hier einen Wattebausch.

Zahnschmerzen vorbeugen: Das können Sie tun

Gewiss sind Zahnschmerzen keine schöne Sache, aber auch kein Grund, in den Kopf in den Sand zu stecken und das auf eine Weise durchzustehen. Gehen Sie zum Zahnarzt und wenden Sie bis dahin die Hausmittel an, um die Schmerzen zu lindern.

Machen Sie aber auch, dass es am besten nicht erst zu Zahnschmerzen kommt.

  1. Prophylaktische Besuche beim Zahnarzt sind super, um potenzielle Brandherde früh zu erkennen und zu vermeiden, dass das Feuer erst ausbricht. Auch die Krankenkasse freut es, wenn Sie sich kümmern und nicht erst dann handeln, wenn es zu spät ist.
  2. Korrektes Zähneputzen ist essenziell und das mindestens nach dem Aufstehen und vor dem Schlafen, am besten aber nach allen Mahlzeiten. Vermeiden Sie dabei zu starkes Schrubben und putzen Sie in Kreisen vom Zahnfleisch hin zur Zahnkrone.
  3. Nutzen Sie idealerweise eine Zahncreme mit Fluorid und vielleicht auch eine Mundspülung zum Desinfizieren und Erfrischen. Benutzen Sie außerdem Zahnseide für die Zahnzwischenräume oder alternativ Interdentalbürsten.
  4. Ernähren Sie sich idealerweise ohne zu viel Zucker, da Kristallzucker Karies verursachen kann. Essen Sie zwei bis drei Mal etwas mehr, statt viele kleine Mahlzeiten einzunehmen und trinken Sie viel Wasser.

So werden Sie um Zahnschmerzen und Kieferschmerzen sehr wahrscheinlich herumkommen.

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