Geschwisterstreit schlichten: 7 Tipps, um die Streithähne zu beruhigen
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Geschwisterstreit schlichten: 7 Tipps, um die Streithähne zu beruhigen

Wenn Geschwister ständig streiten und allein keine Lösung finden, brauchen sie die Unterstützung ihrer Eltern. Wie Sie einen Geschwisterstreit schlichten können und wann Sie überhaupt eingreifen sollten, erfahren Sie hier.

1. Wann ist ein Einschreiten nötig?

Gerade Kleinkinder brauchen noch Hilfe, wenn sie sich mit ihren Geschwistern zanken. Sie können die Situation noch nicht umfassend beurteilen und müssen erst lernen, sich auszudrücken und in andere hineinzuversetzen. Bei Streit zwischen älteren Geschwistern sollten Sie nur dann eingreifen, wenn die Kinder sich beleidigen, handgreiflich werden oder immer wieder über dieselben Themen streiten.

2. Das Umfeld und die Umstände

Haben Kinder Stress in der Schule oder im Kindergarten landet der Unmut oft bei ihren Geschwistern. Suchen Sie in so einem Fall das Gespräch mit Ihrem Kind und erklären Sie den Geschwistern, dass der Bruder oder die Schwester erst einmal Zeit für sich braucht. Auch ein Umfeld, in dem die Eltern viel streiten, kann Auseinandersetzungen zwischen Ihren Kindern begünstigen.

3. Gleichberechtigung unter Geschwistern

Gerade bei Geschwistern unterschiedlichen Alters hat jedes Kind andere Rechte und Pflichten. Diese müssen gerecht und altersgemäß aufgeteilt sein: Das ältere Kind darf länger aufbleiben, muss aber dafür mehr im Haushalt helfen. Sollte durch die unterschiedlichen Privilegien Eifersucht aufkommen, erklären Sie beiden Streithähnen, welche Vorteile jedes Kind aus dieser Regelung zieht.

4. Keinen Sündenbock wählen

Achten Sie darauf, dass es keinen konstanten Sündenbock gibt – zum Streit gehören immer zwei. Unterstützen Sie Ihre Kinder gegebenenfalls dabei, eine Einigung zu finden, die für alle passt. Wichtig ist dabei auch, dass beide Parteien zu Wort kommen und nicht unterbrochen werden.

5. Regeln sind die Lösung

Kinder ähnlichen Alters teilen oft ihre Interessen. Bei kleineren Kindern ist häufig ein Spielzeug und bei Größeren eher das Badezimmer der Streitmittelpunkt. Bestimmen Sie in solchen Fällen einen Nutzungszeitraum und eine Reihenfolge. Stellen Sie dafür einen Alarm ein – beispielsweise mit einer Eieruhr oder einem Wecker. Sobald es klingelt, findet ein Wechsel statt und das andere Kind ist an der Reihe. Das klappt in vielen Alltagssituationen.

6. Alternativen als Ablenkungsmanöver

Zeigen Sie Ihren Kindern gute Alternativen auf. Bieten Sie ein anderes Spielzeug an. Für das Spielen mit Mama oder Papa lassen vor allem kleine Kinder gerne mal das begehrte Spielzeug links liegen. Oder: ab nach draußen! Kindern fällt auf engem Raum irgendwann die Decke auf den Kopf. An der frischen Luft können sich die Streithähne aus dem Weg gehen oder sich zusammen austoben.

7. Heftigen Geschwisterstreit schlichten

Wird geprügelt, gekratzt oder gebissen, handeln Sie schnell: Trennen Sie die Geschwister zeitweise räumlich. Recht bekommt keines der Kinder, denn nichts rechtfertigt körperliche Gewalt. Klärungsversuche scheitern meist in solchen angespannten Situationen. Sobald Ruhe eingekehrt ist, können Sie gemeinsam nach einer Lösung suchen. Möchte dies einfach nicht gelingen, kann eine Familienberatung vielleicht helfen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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