Faszientherapie: Gegen diese Beschwerden hilft das Bindegewebstraining
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Faszientherapie: Gegen diese Beschwerden hilft das Bindegewebstraining

Die Faszientherapie ist inzwischen in aller Munde – aber was ist das überhaupt genau? Zahlreiche Mythen ranken sich um das Bindegewebstraining, das ein wahrer Jungbrunnen und gleichzeitig wirksam gegen Schmerzen sein soll. Wir sortieren die Informationen und erklären Ihnen, was Sie erwarten dürfen.


Bewegungsmangel und Fehlhaltungen


Viele Berufstätige leiden unter Rücken- oder Nackenschmerzen, weil sie zu viel in derselben Haltung am Schreibtisch sitzen und sich nicht genug bewegen. In einigen Fällen sind hierfür die sogenannten Faszien verantwortlich: Sie umgeben als Bindegewebshüllen alle Muskeln und Organe im menschlichen Körper. Bei Bewegungsmangel, aber auch bei übermäßigem Sport können sie verkleben oder sich verdrehen, und das ist schmerzhaft.


Diese Schmerzen lassen sich durch eine aktive Faszientherapie bekämpfen: Durch besondere, langsame Dehnübungen oder den Einsatz einer sogenannten Faszienrolle können die einzelnen Faszien voneinander getrennt werden. Bei regelmäßigem Training werden sie geschmeidiger und sorgen insgesamt für mehr Agilität und ein strafferes Erscheinungsbild. Am Anfang wird die Faszientherapie immer ein bisschen wehtun, wenn das Gewebe erstmals gedehnt wird. Von daher ist es ideal, wenn Sie sich zu Beginn professionell in das Bindegewebstraining einweisen lassen, damit Sie sich keine falschen Bewegungen angewöhnen. Entsprechende Anlaufstellen in Ihrer Umgebung finden Sie direkt unter diesem Artikel.


Faszientherapie bei chronischen Beschwerden


Faszien enthalten unter anderem Nervenenden und leiten biochemische Stoffe weiter. Entsprechend eng verquickt sind sie mit dem jeweiligen Muskel oder Organ, das sie umgeben. Leiden Sie seit Jahren an Beschwerden eines Organs, etwa an chronischer Blasenentzündung, für die sich keine körperliche Ursache feststellen lässt, können Sie einen Spezialisten für Osteopathie aufsuchen. Stellen Sie im Gespräch zunächst sicher, ob er sich mit der Faszientherapie auskennt. Möglicherweise kann er mit gezielten Griffen und Massagen Ihre Beschwerden lindern, indem er die entsprechenden Faszien löst und dehnt.


Bindegewebstraining bewirkt keine Wunder


Die Faszientherapie liegt aktuell im Trend – schließlich sind es neue Erkenntnisse, die hier gewonnen wurden. Sie können durch das Training ein ganz neues Auftreten bekommen, weil Sie Ihre Verspannungen damit bekämpfen und sich im wahrsten Sinne des Wortes wohl in Ihrer Haut fühlen. Allerdings werden damit kaum Kalorien verbrannt, sodass Sie trotzdem Joggen oder Fitnesstraining in Ihren Alltag integrieren müssen, wenn Sie erfolgreich abnehmen wollen. Andere Sportarten ersetzt das Bindegewebstraining nämlich nicht.


Dank der passenden Bewegung im richtigen Maße kann das Bindegewebe mit Faszientraining geschmeidiger und straffer werden und so längerfristig für ein gesundes, elanvolles Auftreten sorgen. Dass allerdings auch Cellulite dank der Faszientherapie verschwindet, ist ein Gerücht. Um die Dellen zu bekämpfen, sind jahrelanges Training und eine gesunde Ernährung noch immer unumgänglich.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Gisèle Schneider
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