Was kostet Akupunktur und wann wird sie von der Krankenkasse übernommen?
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Was kostet Akupunktur und wann wird sie von der Krankenkasse übernommen?

Rund um die Akupunktur gibt es eine Menge Fragen, auch wenn es sich um eine uralte Heilkunst handelt. Neben der Neugier, wie Akupunktur eigentlich wirkt, herrscht oft auch Unsicherheit, was die Kosten für die heilsamen Nadelstiche angeht. 

Akupunktur: Kosten von der Behandlung abhängig

Wenn auf die Frage "Was kostet Akupunktur" die Antwort "Das kommt ganz darauf an" kommt, ist das zunächst vielleicht etwas unbefriedigend. Wenn Sie aber bedenken, dass es unterschiedliche Akupunkturmethoden gibt, verschiedene Bereiche des Körpers akupunktiert werden können und die Anzahl der benötigten Sitzungen je nach Grund der Behandlung variiert, verstehen Sie die Kostendifferenzen besser. Man kann auch nicht pauschal die Frage "Was kostet eine Operation?" beantworten, ohne spezifische Informationen zu haben, und genauso individuell verhält es sich auch mit der Akupunktur.

Kosten im kompakten Überblick

Eine Akupunktur-Sitzung kann zwischen 30 Euro und 70 Euro kosten. Es hängt davon ab, ob die Nadel- oder die Elektroakupunktur gewählt wird, wie viele Nadeln bei der Nadelakupunktur gesetzt werden und ob die Nadeln in der jeweiligen Sitzung wieder entfernt werden oder als Dauernadeln platziert worden sind. Auch spezielle Akupunkturformen wie die Laserakupunktur werden anders berechnet als beispielsweise die klassische Ohrakupunktur mit den feinen Nadeln. Über die Kosten informiert der seriöse Akupunkturarzt oder Heilpraktiker immer im Vorfeld der Behandlung im Rahmen einer individuellen Beratung.

Kann die Akupunktur von der Krankenkasse übernommen werden?

Tatsächlich wird die Akupunktur von den Krankenkasse immer häufiger übernommen. Früher waren es vor allem die privaten Krankenversicherungen, die die heilkräftige Nadeltherapie zur Kassenleistung machten. Heute sind es auch die gesetzlichen Krankenkassen, die die Akupunktur in ihren Leistungskatalog aufnehmen, weil Studien die Heilerfolge der Nadeln nachgewiesen haben. Allerdings übernehmen gesetzliche Versicherer die Akupunktur nur bei Vorliegen von bestimmten Voraussetzungen.

Wann zahlen gesetzliche Kassen Akupuntktur?

Die Kosten der Akupunktur werden von der Krankenkasse seit 2007 auch übernommen, wenn es sich um die gesetzliche Krankenversicherung handelt. Hier ist das Erfüllen von Voraussetzungen wichtig. Zum einen darf die Akupunktur nur von einem Facharzt mit entsprechender Qualifikation durchgeführt werden. Doch einen solchen Experten zu entdecken, ist bei entsprechender Recherche nicht schwierig und somit kein Hindernis rund um die Kostenerstattung der Akupunktur. Eine Heilpraktiker-Akupunktur wird nicht übernommen.

Die zweite Voraussetzung sind Erkrankung oder Beschwerden, die schon sechs Monate oder mehr bestehen und zu den Indikationen im Leistungskatalog der Kasse zählen. Erstattet werden die Kosten bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und Kniegelenkarthrose. Wichtig zu wissen: Die gesetzliche Krankenkasse zahlt zehn Sitzungen, die in maximal sechs Wochen durchzuführen sind.

Zusatzversicherung oft sinnvoll

Sie haben die Möglichkeit, die Akupunktur von der Krankenkasse im Rahmen einer Zusatzversicherung in höherem Umfang bezahlt zu bekommen. Hier lohnt es sich, die einzelnen Anbieter bedarfsgerecht miteinander zu vergleichen. Dabei überlegen Sie am besten, ob Sie Akupunktur als alternative Heilmethode öfter nutzen möchten oder ob Beschwerden bei Ihnen chronisch sind und durch Akupunktur besonders gut zu lindern oder gar zu heilen sind. Ihr Arzt oder Heilpraktiker kann Ihnen dazu wertvolle Informationen liefern.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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