Akupunktur-Nebenwirkungen: Das kann bei der Akupunktur passieren
© anamejia18/iStock / Getty Images Plus
(0)

Akupunktur-Nebenwirkungen: Das kann bei der Akupunktur passieren

Wenngleich viele Patienten auf die Wirkung von Akupunktur schwören und selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Liste an Indikationen für Akupunktur-Behandlungen führt, scheiden sich an der Wirksamkeit die Expertenmeinungen. Dies beruht nicht zuletzt auf unzureichenden Studien der modernen Wissenschaft und eingeschränkten Kenntnissen zu den Wirkmechanismen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Einig sind sich die Experten jedoch in Bezug auf die Nebenwirkungen: Wird die Akupunktur fachgerecht durchgeführt, sind nur selten sowie äußerst geringe Nebenwirkungen zu erwarten.

Risikopotenzial durch mangelnde Hygiene und unsachgemäße Behandlung

In der Regel agiert ein ausgebildeter Akupunkteur in geeigneten, hygienisch sauberen Räumlichkeiten und verwendet sterile Nadeln. Die hauptsächliche Gefahr besteht bei der Akupunktur nämlich in der unzureichenden Hygiene, durch welche über die Einstiche in die Haut Krankheitserreger und Schadorganismen eindringen können. Diese Gefahr ist bei entsprechender Hygiene nicht gegeben, weshalb als die einzige Nebenwirkung eine kurzzeitige Rötung an den Einstichstellen zu nennen ist.

Akupunktur-Gegner mit laienhaften Kenntnissen zur Behandlung berichten mitunter von verletzten Nerven und Blutgefäßen, die den Patienten nachhaltig schädigen würden. Tatsächlich sind die feinen Akupunkturnadeln nur bedingt in der Lage, solche Verletzungen hervorzurufen, weshalb in solchen Fällen die mangelhafte Ausbildung des Akupunkteurs als Ursache anzusehen ist. Wird die Akupunktur hingegen fachgerecht umgesetzt, sind derartige Verletzungen nahezu ausgeschlossen. 

Echte Nebenwirkungen der Akupunktur

Während der Akupunktur-Behandlung werden durch den gezielten Einsatz der Akupunkturnadeln Schlüsselpunkte im Organismus entlang der Nervenbahnen gereizt, um ein Ungleichgewicht im Körper und / oder der Psyche zu lösen. Dabei kann es mitunter zu (erwünschten) Hormonausschüttungen kommen. Auch innere Blockaden können auf diesem Weg gelöst werden, die als Ursache von den zu behandelnden Beschwerden am Gesamtgeschehen im Körper beteiligt sind. 

So kann es während oder nach der Behandlung mit Akupunktur zu leichten Schwindelgefühlen, Stimmungsschwankungen mit Weinen oder auch zu einem kribbelnden Gefühl an diversen Körperpartien kommen. Diese Aspekte können als Nebenwirkungen der Akupunktur gelten, sind jedoch meist erwünschte Nebenreaktionen des Körpers, welche zugleich die Wirkung der Nadelstiche offenbaren. Als körperliche Nebenwirkungen lassen sich mitunter Rötungen der Haut an den Einstichstellen oder auch kleine Verletzungen von Blutgefäßen (meist feine Kapillaren) nennen, die einen Bluterguss nach sich ziehen können.

Akupunktur beim erfahrenen Akupunkteur birgt nahezu keine Risiken

Möchten Sie die Akupunktur zur Behandlung von Beschwerden einsetzen, sollten Sie zunächst vorliegende Haupterkrankungen mit Ihrem Hausarzt besprechen. Sofern keine gravierenden Erkrankungen vorliegen (z.B. Hämophilie - "Bluterkrankheit"), kann Akupunktur bei nahezu jedem Patienten als weiterführende Behandlung eingesetzt werden. Wählen Sie zudem einen erfahrenen Therapeuten, Heilpraktiker oder einen Arzt der Traditionellen Chinesischen Medizin, können Sie sich auf die positiven Effekte der Akupunktur zuversichtlich einlassen, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?